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Sand am Main
Tradition

Die Kunst des Flechtens und des Weinbaus

Beim 22. Sander Wein- und Korbmarkt gab es dank des herrlichen Frühlingswetters einen Besucheransturm.
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Korbwaren aller Art gab es reichlich zur Auswahl.  Christian Licha
Korbwaren aller Art gab es reichlich zur Auswahl. Christian Licha
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Ist der Sander Korb- und Weinmarkt letztes Jahr noch einem Wintereinbruch mit starkem Schneefall zum Opfer gefallen, konnte man sich am Sonntag über das herrlichste Frühlingswetter freuen. Bereits um die Mittagszeit war ein Besucheransturm zu verzeichnen, der sich bis zum Ende der Traditionsveranstaltung fortsetzte. Bereits zum 22. Mal gab es in Sand eine reichhaltige Auswahl an Korbwaren und einheimischem Wein, verbunden mit einem "Tag der offenen Betriebe".

Mit einem Festzug von der Steigerwaldstraße bis vor das Rathaus wurde das Event gefeiert. Angeführt vom Blasorchester Sand und den Jüngsten der beiden Kindergärten St. Martin und St. Nikolaus, folgten drei Hoheiten mit Bürgermeister Bernhard Ruß und Abordnungen der Sander Vereine. Korbprinzessin Lina Krines, Sands Weinprinzessin Anna-Lena Gottschalk und die Weinprinzessin des Abt-Degen-Weintals, Anna-Lena Werb, eröffneten dann offiziell auf der Bühne vor dem Rathaus den Korb- und Weinmarkt zusammen mit dem Gemeindeoberhaupt und Oliver Gottschalk als Vertreter der Sander Gewerbetreibenden (SaGe), die auch als Veranstalter fungieren.

Die Kunst des Flechtens präsentierte anschaulich Rudolf Rippstein, der dieses Handwerk noch beherrscht. Zusammen mit seinem Sohn Stefan Rippstein hat er auch den einzigen im Haupterwerb geführten Betrieb in Sand, der Korbwaren aller Art herstellt. Das Denkmal des "Sander Raaser", vor dem Rudolf Rippstein einen Stuhl flechtete, zeigt sogar seinen Onkel Alwin Zösch, der in früheren Zeiten ebenfalls dem Handwerk nachging. "Raaser" wurden früher die Korbmacher genannt, die als Reisende ihre Produkte verkauften.

Mit einem umfangreichen Speiseangebot und natürlich auch dem Original Sander Käsekuchen war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Auch eine große Auswahl an einheimischen Qualitätsweinen hatten die Sander Winzer im Angebot. Wer Geschmack daran gefunden hatte, konnte natürlich den Rebensaft auch flaschenweise erwerben - so wie eine Besucherin aus dem Landkreis Bamberg, die stolz erzählte, dass sie von Anfang an bei jedem Markt bis jetzt zu Gast war.

Neben Korbwaren gab es allerlei andere Waren, wie zum Beispiel viele tolle Strickwaren, die die Sander Wollwerkstatt" anbot. 15 Frauen treffen sich regelmäßig, um gemeinsam alles zu stricken und zu häkeln, wofür es Abnehmer gibt. Seien es Socken, Mützen, Schals, Osterdekorationen oder Taschen, bei allem legen die Ehrenamtlichen Wert auf Qualität. Die Einnahmen aus dem Verkauf bei verschiedenen Märkten in der Umgebung kommen dann regelmäßig Sander Organisationen zugute. Die First Responder (Ersthelfer), die Jugendfeuerwehr und die Mittagsbetreuung der Grundschule freuten sich beispielsweise in der Vergangenheit schon über großzügige Spenden.

Für die musikalische Unterhaltung am Kirchplatz sorgte das Duo "Mittendrin". Die Jüngsten konnten ihre Runden auf dem Kinderkarussell drehen und hatten beim Ponyreiten jede Menge Spaß.

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