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Krum
Walpurgnisnacht

Die Krumer vertrieben den Winter

Der Zeiler Stadtteil setzte ein buntes Spektakel mit Hexen und Waldgeistern in Szene - eine etwas andere Tradition.
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Über 40 Hexen und andere schaurige Gestalten tanzten um das Lagerfeuer.  Christian Licha
Über 40 Hexen und andere schaurige Gestalten tanzten um das Lagerfeuer. Christian Licha
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Zuwachs bekommen hatten die Hexen und Waldgeister, die sich am Dienstag in Krum zur Walpurgisnacht durch das Dorf trieben. Mit über 40 knorrigen Gestalten waren es so viele wie nie in den Jahren zuvor. Zu dem schaurigen Spektakel, das die Dorfgemeinschaft Krum veranstaltet und vom Kindergartenverein organisiert wurde, kam eine große Schar an Besuchern aus nah und fern.

Mit einem eindrucksvollen Fackelzug vom Schlossberg herab zogen die Hexen zum Dorfplatz, auf dem rund um das Lagerfeuer fröhlich getanzt und geschunkelt wurde. Hexenmeister Matthias Schuler hielt zusammen mit der achtjährigen Nachwuchshexe Theresa Hetterich seine Ansprache zum Ende des Winters, ehe er die Hexen aufforderte, dem Winter den Garaus zu machen. Das ließen sich die Gestalten mit ihren Besen nicht zweimal sagen und so trieben sie den Winter in den Gefängniswagen, der dann durch die Waldgeister zum Dorf hinaus gebracht wurde.

Die fränkische Partyband "Dochrinna" sorgte für die passende musikalische Begleitung und machte auch den ganzen Abend über eine perfekte Stimmung. Frontman und Sänger Fabian Hollet, der auch als Moderator bei Radio Bamberg bekannt ist, trug mit seinen lockeren Sprüchen und lustigen Showeinlagen zum Erfolg des Abends bei. Ein brillantes Feuerwerk über den Dächern Krums schloss den Reigen der Hexen ab. Josh Mahr, der der Initiator der Hexennacht vor 23 Jahren wahr, fühlte sich einmal mehr bestätigt, mit seiner Idee den richtigen Geschmack der Zuschauer getroffen zu haben.

Zuvor am frühen Abend ging es beim Maibaumaustellen eher zünftig zu. Die Dorfburschen holten im Wald eine prächtige Birke, die sie mit einem Traktor zum Festplatz transportierten. Nachdem die Kinder die Krone mit rot-weißen Fähnchen geschmückt hatten, wurde der Baum traditionell mit purer Manneskraft Richtung Himmel gehoben. Fest im Boden verankert, zeigt der Maibaum nun an, dass der Frühling gekommen ist.