Burgpreppach
Dorferneuerung

Die Bestands- und Wunschliste steht

Das beauftragte Planungsbüro legte dem Marktgemeinderat von Burgpreppach das städtebauliche Entwicklungskonzept vor. Im Mittelpunkt der anvisierten Sanierungsvorhaben stehen das Böswillibald-Areal, der Platz am Schlosssee und der Bereich um das Rathaus.
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Im Bereich am Böswillibald-Areal sollen verschiedene aktuell ungenutzte Gebäude in ein Konzept für Gastronomie, betreutes Wohnen und Ärztehaus integriert werden. Foto: Gerhard Schmidt
Im Bereich am Böswillibald-Areal sollen verschiedene aktuell ungenutzte Gebäude in ein Konzept für Gastronomie, betreutes Wohnen und Ärztehaus integriert werden. Foto: Gerhard Schmidt
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Das städtebauliche Entwicklungskonzept für den Markt Burgpreppach ist fertig. Das Ergebnis stellten Vertreter des Planungsbüros Dag Schröder aus Schweinfurt am Mittwochabend in der Sitzung des Gemeinderats vor. Bürgermeister Hermann Niediek (CSU) bilanzierte kurz die bisherige Entwicklung, ehe Dag Schröder und seine Mitarbeiterin Evi Mohr die Ergebnisse der Untersuchungen vorstellten.

Ziel sei es gewesen, im Vorfeld einer anstehenden Dorferneuerung den Bestand genau festzulegen. Lob zollte der Städteplaner der Bevölkerung, die in Bürgerwerkstätten zur Altortsanierung einbezogen war und tatkräftig mitarbeitete. Ein toller Erfolg sei zu verzeichnen, so Schröder.


"Ein Glücksfall"

Die Lösungen, die sich nun für die Gemeinde auftun, seien "kein Zufall, sondern ein Glücksfall", erklärte Schröder. Für die Umgestaltung des Bereichs um das Böswillibald-Areal konnte bekanntermaßen Familie von Hugo aus Leuzendorf gewonnen werden, die als privater Investor auftritt und dort ein Konzept aus Gastronomie, betreutem Wohnen und Ärztehaus umsetzen will.

Nach den Plänen der Gemeinde sollen die ehemalige Gastwirtschaft "Goldener Löwe" (ohne Kegelbahn und Tanzsaal), das sogenannte Fischerhaus und die "alte Metzgerei" erhalten bleiben und unter Denkmalschutz gestellt werden, ehe das Areal in den Besitz der Familie von Hugo übergeht. Auf die Gemeinde kämen hierbei keine Kosten zu. Dass Familie von Hugo etwas von Denkmalschutz versteht, habe sie bei der Sanierung des Leuzendorfer Schlosses, ihrem Wohnsitz, bewiesen, wurde erklärt. Ob und welche Förderung für diesen Bereich gewünscht wird, will der Gemeinderat dem neuen Besitzer überlassen. Neben dem nördlichen Teil im Bereich Böswillibald-Anwesen und Wassergasse stehen für die Dorferneuerung als südlicher Teil noch der Platz am See und das Rathausumfeld an, die sich auch als gestaltete Ortsmittelpunkte anbieten würden.


Windpark am Büchelberg?

Bürgermeister Niediek informierte, dass eine Änderung des Flächennutzungsplans sowie die Aufstellung eines Bebauungsplanes ansteht, wenn in der Gemeinde Burgpreppach Windenergieanlagen entstehen sollen. Gemeint ist der Büchelberg in den Gemarkungen Birkach und Üschersdorf. Man wolle unbedingt einen Windpark dort errichten, aber ohne die Unterstützung der Gesellschaft zur Umsetzung erneuerbarer Technologieprojekte im Landkreis Haßberge ("Gut"), zu deren Mitgliedern der Markt Burgpreppach zählt, wäre dies nicht möglich, so Niediek. Da das Vorhaben auch den Markt Maroldsweisach (Ortsbereich Ditterswind) betrifft, sollen die Pläne in einer gemeinsamen Bürgerversammlung dargelegt und diskutiert werden.


Zurzeit 28 Asylbewerber

Zum Schluss der Gemeinderatssitzung gab Bürgermeister Niediek auf Anfrage bekannt, dass der Haushaltsplan 2016 bis Mai vorgelegt werden soll. Reinhold Klein, Mitarbeiter im Betreuungskreis Asyl, teilte mit, dass zwei afghanische Großfamilien mit 16 Personen in Burgpreppach eingezogen sind. Eine albanische Familie wurde nach Bamberg verlegt und müsse mit ihrer Abschiebung rechnen. Zurzeit leben 28 Asylbewerber in der Marktgemeinde.

In einer Anfrage zum Straßenausbau in Üschersdorf ging es um die Dorfbeleuchtung. Die Gemeinde möchte eine neue Dorfbeleuchtung installieren. Wünsche und Vorschläge dazu sollen bei einer Bürgerversammlung besprochen werden. Es werden Kosten auf die Anrainer zukommen, kündigte dazu Andreas Dellert von der Verwaltungsgemeinschaft Hofheim an. Ob die Stromständer von den Dächern verschwinden und die Stromleitungen in die Erde verlegt werden, wird das Bayernwerk entscheiden, meinte Bürgermeister Niediek.

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