Obertheres
Bürgerversammlung

Die Bau-Nachfrage in Obertheres ist "ungebrochen"

Die Gemeinde Theres hat heuer und in den kommenden Jahren viel vor. Wohnraum ist in Obertheres attraktiv.
Artikel drucken Artikel einbetten
Heinz Vogel monierte in der Bürgerversammlung, dass der Gehweg südlich des Pfarrhauses in Obertheres schadhaft sei. Diesen und weitere Schäden will die Gemeinde erfassen und natürlich dann ausbessern.  Ulrike Langer.
Heinz Vogel monierte in der Bürgerversammlung, dass der Gehweg südlich des Pfarrhauses in Obertheres schadhaft sei. Diesen und weitere Schäden will die Gemeinde erfassen und natürlich dann ausbessern. Ulrike Langer.
+4 Bilder

"Es geht einiges voran", sagte Bürgermeister Matthias Schneider (CSU) am Donnerstagabend in der Bürgerversammlung im Gymnastikraum der Turnhalle, zu der 27 Bürger aus Obertheres, zwei Einwohner aus Horhausen sowie einige wenige Gemeinderäte erschienen waren. Immerhin hat sich die Gemeinde nicht nur für dieses Jahr, sondern auch für die kommenden Jahre viel vorgenommen.

Wie der Bürgermeister berichtete, stiegen die Einwohnerzahlen kräftig an, so dass zurzeit 2926 Bürger in der Gemeinde, darunter 1474 in Obertheres, gemeldet seien. Auch die Geburten hätten 2017 (30) und 2018 (28) auf einem Rekordhoch gelegen. Bei den Bestattungen habe sich der Wandel hin zu Urnenbestattungen weiter verstärkt. Gestiegen sei auch der Haushalt der Gemeinde, der heuer bei rund 9,63 Millionen Euro gegenüber 2018 mit gut 8,3 Millionen und 2017 mit 6,5 Millionen Euro liege. Schneider erläuterte verschiedene Einnahmen und Ausgaben des Haushalts und stellte sämtliche Investitionen in diesem Jahr vor. Dazu zählte unter anderem den Erwerb von Bauland mit einer Summe von 200 000 Euro, da die Ausweisung eines neuen Baugebiets in Obertheres an der "Sauleite" geplant ist. "Wir haben bereits 22 Anfragen von Bauwilligen aus Obertheres", so Schneider, der die Nachfrage nach Bauplätzen als "ungebrochen" bezeichnete.

Große Ausgaben sind für den Bau der Turnhalle in Obertheres (1,3 Millionen Euro), die Sanierung der Brunnenstraße und den Kanal in Untertheres (800 000 Euro), das Dorfgemeinschaftshaus Obertheres (660 000 Euro), Restkosten für die Kläranlage in Buch (360 000 Euro) und für den Breitbandausbau in Horhausen (400 000 Euro) geplant. Da der Zweckverband für die Abwasserversorgung im Raum Theres ebenfalls große Investitionen plant, muss die Gemeinde Theres 210 000 Euro an Investitionsumlage zahlen. "Wir haben bereits angefragt, ob der Freistaat nicht die Umverlegung des Kanals übernimmt, da er die Brücke zwischen Obertheres und Untertheres neu baut und der an der bisherigen Brücke angehängte Kanal nun unter dem Main neu verlegt werden muss", so der Bürgermeister.

Er stellte auch einige anstehende Projekte in Untertheres, Wagenhausen und Horhausen vor und ging auf das "Verkehrskonzept Klosterstraße" und den Einbau einer verkehrsberuhigenden Insel in der Bucher Straße in Obertheres ein. "Mehr als 80 Prozent aller Fahrzeuge, die Richtung Buch fahren, haben in der Bucher Straße ab der Kreuzung Babenbergstraße schon eine höhere Geschwindigkeit als 75 Stundenkilometer", sagte Schneider. Er betonte auch, dass bei diesem Thema vor allem die Anwohner gefragt seien und diese ihre Fahrzeuge auf der Straße parken sollten.

Wie er weiter mitteilte, werden im Sommer Mitarbeiter des Büros Schulte die Einwohner in Obertheres aufsuchen, um die Geschoss- und Grundstücksflächen zu ermitteln. Die Daten seien für die Berechnung von Herstellungs- und Verbesserungsbeiträgen in der Kanal- und Wasserversorgung notwendig.

Schneider ging auch auf den Umzug der Verwaltungsgemeinschaft Theres im Oktober dieses Jahres in die Schule in Dampfach ein. Das ist erforderlich, da das Verwaltungsgebäude in Obertheres für rund 1,1 Millionen Euro saniert wird.

Elvira Schierling bezeichnete in der anschließenden Diskussion den Südteil des Friedhofs in Obertheres als "Schandfleck". Dazu teilte Schneider mit, dass man bereits eine Neugestaltung ins Auge gefasst habe. Da Heinz Vogel den Zustand des Gehwegs an der Staatsstraße (frühere B 26) im Bereich des Pfarrhauses monierte, berichtete der Bürgermeister, dass derzeit alle schadhaften Wege und Straßen erfasst würden und dann eine gemeinsame Ausschreibung zur Sanierung der Flächen erfolge. Hilmar Hahn monierte, dass die Schriften sanierter Bildstöcke nicht erneuert worden seien und dass das restaurierte Dreifaltigkeitsmarterle bereits einen Riss aufweise. Schneider erwiderte, dass Restaurierungen stets nach den Vorgaben des Landesamtes für Denkmalpflege ausgeführt würden. Er werde sich das genannte Marterle aber einmal anschauen. Hans-Peter Reis wollte wissen, ob in neuen Baugebieten Blockheizkraftwerke geplant seien. Matthias Schneider erklärte, dass man bei den Planungen auch das Stadtwerk Haßfurt einbeziehen werde.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren