Haßfurt
Musik

Die Band "Famos" gab ein begeisterndes Konzert in Haßfurt

Die Fans waren beeindruckt - und die Musiker auch: Die Band "Famos" überzeugte in der Rathaushalle.
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Die Band "Famos" hatte zu ihrem überwältigenden Konzert beim Kulturamt Haßfurt in der Rathaushalle in Haßfurt mit dem Sänger und Gitarristen Thomas Koch einen "special guest" mitgebracht. Unser Bild zeigt (von links) Stephan Schmitt, Conny Morath, Thomas Koch, Tommy Kraft und Sebastian Landsleitner.  Ulrike Langer
Die Band "Famos" hatte zu ihrem überwältigenden Konzert beim Kulturamt Haßfurt in der Rathaushalle in Haßfurt mit dem Sänger und Gitarristen Thomas Koch einen "special guest" mitgebracht. Unser Bild zeigt (von links) Stephan Schmitt, Conny Morath, Thomas Koch, Tommy Kraft und Sebastian Landsleitner. Ulrike Langer
"Vergesst alle CDs. Das war das beste Live-Konzert seit Jahren!", schwärmte Christoph Pflaum aus Königsberg nach dem Konzert der Band "Famos" beim Kulturamt Haßfurt live in der vollen Rathaushalle. Nicht nur er, sondern das gesamte Publikum war von dem fulminanten Auftritt von Conny Morath, Stephan Schmitt, Tommy Kraft und Sebastian Landsleitner überwältigt und sparte nicht mit begeisterndem Applaus.

Seit vielen Jahren beehren die Musiker die Stadt Haßfurt mit ihrer äußerst erfrischenden Art, Musik zu machen. Ihre gute Laune ist ebenso ansteckend wie ihre Spielfreude. Ihr Rhythmus ist so mitreißend wie ihre Musikalität bewundernswert. Doch in diesem Jahr war die Band nicht nur famos, sondern geradezu umwerfend. "Die Auswahl der Lieder gefällt mir sehr. Die Ausstrahlung der Sängerin begeistert mich, die Stimmen von Conny Morath und Stephan Schmitt sind einfach toll und so gehe ich, wie es im Vorfeld angekündigt war, mit einem Lächeln auf den Lippen nach Hause", fasste Christoph Pflaum seine Eindrücke zusammen.

Für dieses Lächeln waren nicht nur die vier Musiker "verantwortlich"; auch ihr "special guest", Thomas Koch, trug einen Teil zu dem überwältigenden Eindruck bei. Der Cousin von Conny Morath machte aus dem hervorragenden Quartett ein interessantes Quintett. Denn er steuerte nicht nur sein Gitarrenspiel, sondern auch seinen Gesang bei, so dass die Zuhörer in den Genuss seiner schönen Solostimme kamen und auch einen qualitativ anspruchsvollen Dreigesang erlebten. Insgesamt beeindruckte die Band das Haßfurter Publikum mit einer bunten Mischung von Liedern aus dem Pop-, Rock-, Soul-, Folk- und Countrybereich sowie mit Balladen und Songs aus verschiedenen Filmen wie "Grease", "Sonnenallee", "Der Hobbit", "Dschungelbuch" oder "Twilight" in ihrer ganz speziellen akustischen Interpretation.

Es ist ein Phänomen, dass die herrlich klare, ausdrucksstarke Stimme von Conny Morath und die warme, ebenso faszinierende Stimme von Stephan Schmitt nur von einem Melodieinstrument getragen werden. Allerdings beherrscht Stephan Schmitt die Gitarre perfekt, die Slides und das Fingerpicking, die Begleitung und die Improvisation. Zudem versteht er es, das Programm sehr charmant und humorvoll zu moderieren.

Doch die Musik von "Famos" wäre nicht so lebendig, so mitreißend ohne Basti Landsleitner an der Sitztrommel beziehungsweise an der kleinen Trommel. Wie er, lässig auf der Cajon sitzend, die Hände auf dem Instrument tanzen lässt oder die Besen auf der Snare Drum schwingt und wie er komplizierte Rhythmen schlägt oder eine säuselnde Untermalung zaubert, hat man sowohl beim Zusehen als auch beim Zuhörern viel Spaß.

Der ruhende, aber nicht minder wichtige Pol in der Band ist Tommy Kraft am akustischen Bass. Er hat den Groove verinnerlicht, zupft abwechslungsreiche Tonfolgen, lächelt stets freundlich und kann schon mal kurzerhand die Harmonik wechseln, wenn der Gitarrist die falsche Tonart angeschlagen hat.

"Ihr dürft schnipsen, klatschen und mitsingen", hatte Conny Morath eingangs eingeladen und für besondere Interaktionen die "famosen Gummibärchen" versprochen. Klar, dass sich die Zuhörer diese Gelegenheiten nicht entgehen ließen und sich mit großer Leidenschaft sogar zu einem zweistimmigen Backgroundchor formten. Für den überaus stürmischen Schlussapplaus revanchierte sich "Famos" mit immerhin drei Zugaben und einem "Dankeschön Haßfurt, wir gehören zusammen und kommen gerne wieder."
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