Sand am Main

Der Sander Auweg ist erneut verschmutzt

Der Gemeinderat Sand informierte sich über die Beschädigung und Verschmutzung durch ein im Ort ansässiges Unternehmen.
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Die Verschmutzung und Beschädigung des Auweges im Zuge der Verfüllarbeiten durch die Firma SKD Dotterweich war ein Thema bei der Gemeinderatssitzung in Sand.  Christian Licha
Die Verschmutzung und Beschädigung des Auweges im Zuge der Verfüllarbeiten durch die Firma SKD Dotterweich war ein Thema bei der Gemeinderatssitzung in Sand. Christian Licha

Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) gab dem Gemeinderat Sand in der Sitzung am Dienstagabend Auskunft über die Situation des Auweges (Flurweg). Die Trasse ist demoliert und verunreinigt. Als Verursacher gilt die Firma SKD Dotterweich. Bei einer Vorstandssitzung des Ortsverbandes Sand des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) Anfang Januar war Ruß auf die erneute Verschmutzung und Beschädigung des Auweges im Zuge der Verfüllarbeiten des Kieswerkes aufmerksam gemacht worden.

Nach einer umgehenden Besichtigung mit Bilddokumentation der Situation forderte der Bürgermeister die Firma auf, sich mit der Gemeinde wegen der Schadensregulierung in Verbindung zu setzen. Vor gut einer Woche fand dann laut Ruß ein Gespräch statt, bei dem vereinbart wurde, dass nach Ende der Frostperiode eine Einsichtnahme des Weges und eine Schadensregulierung vorgenommen werden. Für die bisher verursachten Schäden hatte die Firma im Februar 2017 eine Entschädigung von 22 000 Euro an die Gemeinde bezahlt.

Mit Schreiben vom 17. November 2017 hat der BBV-Ortsverband einen Antrag an die Gemeinde gestellt, unverzüglich, wenn möglich im ersten Halbjahr 2018, den Auweg zu reinigen, die Schadstellen in der Teerdecke auszubessern, die Asphaltschicht zehn Zentimeter über die Ackeroberfläche anzuheben und dafür zu sorgen, dass der Weg nur für seine ursprünglich von der Flurbereinigung vorgesehene Nutzung erhalten bleibt.Die Gemeinde hat für die Maßnahme 25 000 Euro in den Haushalt 2018 eingestellt.

Wegen der Verfüllung hatte sich Bürgermeister Ruß nach eigenen Angaben mit dem Landratsamt in Verbindung gesetzt, das für die Auffüllungen einen Antrag auf wasserrechtliche Genehmigung gefordert hat. Bei einer Besprechung im Juni 2018 wurde vereinbart, zunächst die Bankette rechts und links des Weges zu räumen, um den Umfang der Arbeiten besser beurteilen zu können. Diese Arbeiten wurden kurz darauf auch ausgeführt.Die Gemeinde hat mit Schreiben vom 19. September 2018 einen Antrag auf wasserrechtliche Erlaubnis für den Ausgleich von zwei Mulden (93 Kubikmeter) entlang der westlichen Abbaukante des Baggersees des Kieswerks SKD Dotterweich beim Landratsamt Haßberge gestellt. Dort wird der Antrag derzeit bearbeitet.

Weiterhin berichtete Bürgermeister Ruß über eine Besprechung der Bürgermeister der ILE-Gemeinden (südlicher Landkreis Haßberge) in Sachen Zeiler Hallenbad, die in dieser Woche stattfand. Im Gespräch gemeinsam mit Vertretern der bayerischen Staatsregierung, dem Landtag, dem Landratsamt und der Schulverwaltung wurde deutlich, dass die Sanierung beziehungsweise der Neubau eines Hallenbades in Zusammenhang mit den anderen Bädern in Eltmann und Knetzgau gesehen werden muss. Bei der Versorgung des Schul- und Vereinssports muss auch die Situation in Haßfurt mit berücksichtigt werden. Bevor über Art, Umfang und Standort eines Hallenbades diskutiert wird, ist es erforderlich, eine Raum- und Machbarkeitsanalyse zu erstellen. Die "Lebensregion plus (das sind die Kommunen Zeil, Sand, Knetzgau, Eltmann, Oberaurach, Rauhenebrach, Ebelsbach, Stettfeld, Breitbrunn, Kirchlauter) will als interkommunale Allianz eine solche Studie in Auftrag geben. Erst darauf aufbauend können konkrete Fördermöglichkeiten ausgelotet werden, die über eine reine Schul- und Sportförderung hinausgehen. Die für den 14. Februar geplante gemeinsame Sitzung aller Stadt- und Gemeinderäte der ILE-Gemeinden wurde abgesagt, denn es mache erst Sinn, sich über konkrete Schritte in Richtung eines Allianzbades zu verständigen, wenn die Ergebnisse der Studie vorlegen, sagte der Bürgermeister. Hintergrund ist, dass das Zeiler Hallenbad wegen Mängeln geschlossen werden muss und Zeil allein keinen Neubau oder eine Generalsanierung stemmen kann. Die Einführung einer Ehrenordnung beschloss der Sander Gemeinderat. Bereits im Januar vergangenen Jahres stellten der CSU-Ortsverband und die CSU/FW-Gemeinderatsfraktion einen entsprechenden Antrag, der auf Anregung von Bürgern entstand und dessen Inhalt nun mit einer kleinen Änderung übernommen wurde.

Der ursprüngliche CSU-Vorschlag sah vor, dass es eine Bürgermedaille in Gold, Silber und Bronze geben solle. Nach einer umfangreichen Diskussion einigte sich das Gremium, auf eine Abstufung zu verzichten, da dies keine praktikable Lösung sei. "Ich kann auch ohne eine Abstufung damit leben und würde auch die Veranstaltung mitorganisieren", erklärte Zweiter Bürgermeister Gerhard Zösch (CSU). Die Verleihung der Medaille an Persönlichkeiten, die sich um das Wohl der Gemeinde Sand und ihrer Bürger verdient gemacht haben, soll nämlich in einem würdigen Rahmen erfolgen. Hierfür wird es künftig einen Ehrenabend geben unter Einbeziehung der örtlichen Vereine. Angedacht ist zum Beispiel eine musikalische Unterhaltung durch das "Scharfe Blech", den Gesangverein und Einlagen der TV-Tanzgruppen. Jeder Bürger hat das Recht, eine Person für die Medaille vorzuschlagen. Der Gemeinderat wird dann entscheiden, wer die Träger sein werden. Grundsätzlich ist die jährliche Verleihung nicht auf eine Person begrenzt. Ein Entwurf der zukünftigen Bürgermedaille ist bereits in Auftrag gegeben und kann demnächst durch den Gemeinderat begutachtet werden.

Wegen der Abhaltung von Faschingsveranstaltungen in der Woche vor Fasching in der Turnhalle haben sich der FC Sand und der Kegelverein "Alle Neun" Sand verständigt. Der Weiberfasching wird am Donnerstag, 28. Februar, im Saalbau Goger stattfinden, während die Faschingsparty der Kegler wie geplant am 1. März in der Sporthalle ausgerichtet wird.

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