Rauhenebrach
Wanderwege

Der nördliche Steigerwald ist eine Geheim-Region für die Wanderer

Die "Fünf-Sterne"-Gemeinden planen ein aktualisiertes Wanderwege-Konzept. Dabei hilft ihnen ein Fachmann. Die Routen sollen alle per App zu finden sein.
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"Hikers dream": naturnahe, möglichst gewundene Wege durch Wald und Flur mit abwechslungsreicher Landschaft - aber GPS-gestützt, sicher ausgeschildert mit Entfernungsangaben und angebunden an die Gastronomie entlang der Tour. Foto: Sabine Weinbeer
"Hikers dream": naturnahe, möglichst gewundene Wege durch Wald und Flur mit abwechslungsreicher Landschaft - aber GPS-gestützt, sicher ausgeschildert mit Entfernungsangaben und angebunden an die Gastronomie entlang der Tour. Foto: Sabine Weinbeer
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Die "Fünf-Sterne"-Gemeinden im nördlichen Steigerwald (Eltmann, Sand, Knetzgau, Oberaurach und Rauhenebrach) präsentieren sich seit einigen Jahrzehnten als Wanderregionmit einem gut ausgebauten und beschilderten Wanderwegenetz. Auch der Wanderer hat aber heute andere Ansprüche als vor 20 Jahren, und deshalb entwickeln die "Fünf Sterne" gerade ein neues Wanderwege-Konzept, abgestimmt mit anderen Kommunen, so dass der Wanderer in einigen Jahren eine vergleichbare Konzeption im gesamten Steigerwald von Sand und Eltmann bis Bad Windsheim und Neustadt an der Aisch antrifft. Das schafft eine wichtige Vernetzung.

Wie soll das Konzept aussehen?

Wie dieses Konzept aussehen wird, was noch zu verfeinern wäre, darüber tauschten sich Bürgermeister, Gemeinderatsmitglieder, Gastgeber, Vertreter von Forst und Tourismuseinrichtungen bei einem Treffen in Untersteinbach aus.

Hans-Georg Sievers betreibt ein Planungsbüro für Wander-Tourismus und ist beauftragt, das Konzept zu erstellen, angelehnt an das im Schweinfurter Land und in Kitzingen, das er ebenfalls konzeptioniert hat. Im engen Austausch mit den ehrenamtlichen Wanderwarten der "Fünf-Sterne"-Gemeinden hat er die Gegend erkundet und eine Bestandsaufnahme gemacht von "einer Geheim-Region, in der es mir sehr gut gefällt".

Viele "Traumrunden", wie sie im Landkreis Kitzingen entstanden, sieht er auch hier.

Eine Wanderregion müsse sich ständig an die Wünsche der Wanderer anpassen, das hätten auch die "Fünf-Sterne"-Gemeinden immr wieder getan, erklärte er. Sehr gut aufgestellt sei man mit Rundwegen, Themenwegen, kind- und familiengerechten Angeboten, mit der Vernetzung zwischen den Gemeinden, aber auch den durchführenden Fernwanderwegen. Was etwas fehle, seien die anspruchsvollen Touren, abgestellt auf einen, zwei oder drei Tage. Strecken dafür seien durchaus vorhanden, zeigte Sievers auf.

Er erklärte den Teilnehmern, dass es unterschiedlichste Wanderer gibt, etwa den "Auch-Wanderer" oder den "Nur-Wanderer". Moderne Wanderer suchten die Nähe zur Natur - je schmaler der Pfad, desto besser. Zur idealen Tour, zum "hikers dream", gehöre aber auch eine gute Planung, eine sichere Beschilderung und die passende Gastronomie. Der Wanderer wolle aus der Hektik fliehen, die Natur genießen, müsse aber geleitet werden, weil er den Rest des Jahres natur-fern lebe, erklärte Sievers.

Noch heuer soll es mit der Beschilderung los gehen, kündigte Rauhenebrachs Bürgermeister Matthias Bäuerlein an. Die neuen Wegweiser enthalten alle nötigen Informationen: Ziel, Entfernung und Schwierigkeitsgrad.

Alles auch digital zu finden

Natürlich wird die gesamte Konzeption mit einer App unterlegt. Es soll Rundewege um den Altmain geben, die "große Wallburgrunde", den Rundweg Friedleinsbrunnen oder die Zabelsteinrunde. "Ich habe da bis zu 40 Wege im Kopf", erklärte Hans-Georg Sievers - weitgehend auf bestehenden Strecken.

Abstimmungsmarathon geht los

Die Umsetzung muss nun im Detail mit den jeweiligen Gemeinden, den Behörden, den Staatsforsten, also allen Beteiligten, besprochen werden. Wie ILE-Managerin Ulla Schmidt freut sich Sievers "auf eine Eröffnungswanderung noch in diesem Jahr". Die Teilnehmer diskutierten noch viele Details zu Streckenführungen und gaben Anregungen weiter.

Bilder:

1: Hans-Georg Sievers erläuterte die Grundkonzeption des neuen Wanderwege-Konzepts für die 5-Sterne-Gemeinden, das als Struktur über den gesamten Steigerwald gezogen werden soll.

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