Haßfurt
Festakt

Der Meistertitel ist das nächste Ziel von Lukas Stappenbacher aus Trossenfurt

57 Lehrlinge wurden von den Pflichten der Ausbildung freigesprochen. Prüfungsbester Lukas Stappenbacher vertritt die Innung Haßberge im Leistungswettbewerb.
Artikel drucken Artikel einbetten
Für Lukas Stappenbacher gilt dieses Baustellenschild natürlich nicht. Am Samstag bekam der 19-Jährige seinen Gesellenbrief als Maler und Verputzer - als Prüfungsbester.Sabine Weinbeer
Für Lukas Stappenbacher gilt dieses Baustellenschild natürlich nicht. Am Samstag bekam der 19-Jährige seinen Gesellenbrief als Maler und Verputzer - als Prüfungsbester.Sabine Weinbeer
+2 Bilder

Am morgigen Mittwoch wird Lukas Stappenbacher aus Trossenfurt im Leistungswettbewerb der Maler und Verputzer in Würzburg antreten. Am vergangenen Samstag holte er sich beim Festakt der Kreishandwerkerschaft seinen Gesellenbrief ab.

Lukas Stappenbacher ist quasi in diesen Beruf hineingewachsen: Er absolvierte seine Ausbildung im elterlichen Betrieb. Schon am 1. Oktober beginnt der theoretische Teil der Meisterausbildung in Bamberg, im Januar folgt der praktische Teil in Bayreuth. Er hat verschiedene Berufe im Praktikum ausprobiert und sich doch für den Beruf seines Vaters und Großvaters entschieden. Die Abwechslung und der Kontakt mit den Menschen auf der Baustelle - das gefällt ihm an seinem Beruf.

Beste Zukunftsaussichten

Insgesamt 57 junge Menschen begrüßte Kreishandwerksmeister Hans-Georg Häfner als Fachkräfte im Handwerk. "Ihnen gehört die Zukunft", unterstrich Häfner seine Glückwünsche. Die Entscheidung für das Handwerk sei richtig und zukunftsgerichtet, erklärte er. Leider könnten in vielen traditionellen Handwerksberufen Stellen nicht mehr besetzt werden. Das liege aber weniger an den Berufen oder der Bezahlung als an der immer größeren Zersplitterung der Berufsfelder. Auch die Abschaffung der Meisterpflicht in einigen Berufen habe nicht zu einem Mehr an Ausbildung beigetragen.

Die Stärken des Handwerks blieben jedoch: Der persönliche Kontakt mit Menschen, das Ergebnis der Arbeit mit Händen greifen zu können - "das macht mir nach über 50 Jahren im Beruf auch heute noch jeden Tag Spaß", erklärte er gelernte Elektriker. Häfner hatte zwei Wünsche an die neuen Gesellen: "Bleiben Sie Ihrem gelernten Beruf treu und übernehmen Sie Verantwortung im Betrieb und in der Gesellschaft."

Beste Zukunftsaussichten bescheinigte auch Landrat Wilhelm Schneider den jungen Handwerkern. Der Gesellenbrief sei ein gutes Fundament, das Handwerk biete krisensichere Arbeitsplätze mit guten Aufstiegsmöglichkeiten.

"Wie im Supermarkt"

Auf den Wandel im Handwerk ging Festredner Bezirksrat Bernhard Ruß ein. Das Handwerk habe sich weiterentwickelt, ohne traditionelle Verfahren zu vergessen. Beim Verbraucher müsse noch ein Umdenken stattfinden, denn bei der Handwerkerleistung sei es oft so wie im Supermarkt: "Der Verbraucher will gute Qualität, aber wenig zahlen." Es sei an der Zeit, darüber zu diskutieren, wer denn die Leistungsträger in der Gesellschaft sind.

Der stellvertretende Rektor der Heinrich-Thein-Berufsschule Haßfurt, Jochen Brüggemann, freute sich über das gute Abschneiden vieler bisheriger Schüler. Zwei der frisch gebackenen Gesellen seien bereits für die Meisterschule angemeldet.

Sie bekamen die Gesellenbriefe

Fleischer (Obermeister Alfred Kaiser): Christopher Angebrandt aus Maroldsweisach, Klian Fuchs aus Ebern und Sven Hilliges aus Kleinmünster; Prüfungsbester: Kilian Fuchs Fleischereifachverkäufer: Nelson Endres und Jeremy Will Malerinnung (Obermeister Michael Ott): Kevin Gebhardt aus Hofstetten, Johannes Köhler aus Rabelsdorf, Fabian Mazak aus Königsberg, Dominik Räder aus Untermerzbach und Lukas Stappenbacher aus Oberaurach; Prüfungsbester Lukas Stappenbacher. Weil sie ebenfalls mit einer eins vor dem Komma abschnitten, erhielten auch Johannes Köhler und Kevin Gebhardt eine Auszeichnung der Innung. Schreiner (Obermeister Klaus Döllner): Torsten Fehringer aus Haßfurt, Simon Grieser aus Unfinden, David Hager aus Ebern, Hendrick Heimrich aus Bramberg, Alexander Hesler aus Hofheim, Oliver Hubert aus Lichtenstein, Zaira Iberle aus Schweinfurt, Johannes Michael aus Kleinrheinfeld, Frank Kieswetter aus Oberschwarzach, Jacqueline Köhler aus Ebelsbach, Jan Mauser aus Schönbrunn, Johannes Mück aus Ebelsbach und Klemens Trunzer aus Haßfurt; Prüfungsbeste war Zaira Iberle, den Wettbewerb "Gute Form" gewannen mit ihren Gesellenstücken Jan Mauser und Johannes Mück. Friseure (Obermeister Oliver Merkl): Eline Seufert aus Zell Bauinnung: Obermeister Karl Böhner gratulierte Tobias Weinig aus Theres-Buch, dem einzigen Maurer, und Philip Schneider aus Aidhausen-Happertshausen, dem einzigen Fliesenleger. Die Bauinnung umfasst die Landkreise Haßberge und Schweinfurt, die übrigen Azubis waren aus Schweinfurt.

Mälzer und Brauer (Obermeister Franz-Josef Göller): Michael Hönig ist der Kammersieger und Stephen Volk der Gesamtprüfungsbeste. Die beiden sind die einzigen Jung-Gesellen aus dem Landkreis Haßberge.

Bürokaufleute: Aus den Händen von Oberstudienrätin Katrin Weber bekamen ihre Zertifikate: Celine Denk aus Zeil, Sophia Gromhaus aus Maroldsweisach, Björn Hilbert aus Ebelsbach, Annalena Jäger aus Ebern, Annika Krug aus Haßfurt, Laura Nitsch aus Zeil, Svenja Pataky aus Hainert, Selina Seufert aus Knetzgau, Regina Wiederholt aus Schweinfurt, Thomas Witchen aus Riedbach und Sabrina Zehe aus Haßfurt; Prüfungsbeste: Selina Seuffert.



was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren