Knetzgau

Der Landkreis Haßberge soll zu einem Paradies für Läufer werden

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Laufarbeit im wahrsten Sinne des Wortes liegt vor Ideengeber Marco Depner (rechts) und seinem Laufkollegen Hubert Karl. Sie werden in den nächsten Wochen die Strecken für das Laufparadies erkunden und fest halten. 800 Kilometer sollen es werden an den schönsten Flecken des Landkreises. Foto: sw
Laufarbeit im wahrsten Sinne des Wortes liegt vor Ideengeber Marco Depner (rechts) und seinem Laufkollegen Hubert Karl. Sie werden in den nächsten Wochen die Strecken für das Laufparadies erkunden und fest halten. 800 Kilometer sollen es werden an den schönsten Flecken des Landkreises. Foto: sw
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von unserer Mitarbeiterin Sabine Weinbeer

Knetzgau — Zum Laufparadies wollen 24 Gemeinden, der Kreis und eine Handvoll Sponsoren den Landkreis Haßberge machen. Aus einer Idee des überzeugten Läufers Marco Depner, Kämmerer der Gemeinde Knetzgau, wurde ein Leader-Projekt, dessen Startschuss mit der Übergabe des Förderbescheids gestern im Schloßpark in Oberschwappach fiel.

800 Kilometer Lauflust

24 der 25 Landkreis-Gemeinden beteiligen sich am "Laufparadies Haßberge, Maintal, Steigerwald - Laufend zu besonderen Orten". 800 Kilometer ausgeschilderte Laufwege sollen überall im Landkreis die Landschaft und Sehenswürdigkeiten "laufend erlebbar" machen, wie es Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus erklärte. "In unserer Gegend steckt Bewegung und Potenzial", sagte Paulus.
Sport treiben zu können, das sei ein immer wichtigerer Bestandteil in der Urlaubsplanung nicht nur der Deutschen. Dazu gehöre auch, mögliche Laufstrecken virtuell besichtigen zu können, wie das der Skilangläufer schon gewohnt ist.
Die Chancen des Projekts hätten die Bürgermeister erkannt und sich zum ersten landkreisweiten Leader-Projekt zusammengeschlossen, was Landrat Rudolf Handwerker freute. Mit dem Radwegenetz und der "Gelben Welle" sei der Kreis bereits in einigen Bereichen des sanften und gesundheitsorientierten Tourismus gut aufgestellt, doch mit Laufstrecken für Jogger und Walker sehe es noch nicht so gut aus. Deshalb sei die Anregung von Marco Depner auf fruchtbaren Boden gefallen.
Die LAG (Leader-Arbeitsgemeisnchaft) habe das Projekt gerne aufgegriffen und das Landwirtschaftsamt habe es in wenigen Tagen geprüft und für gut befunden, berichtete Leader-Manager Wolfgang Fuchs. Schließlich sollten Leader-Projekte sowohl der örtlichen Bevölkerung das Leben in der Region angenehmer machen, als auch einen Mehrwert schaffen, der Gäste in die Region zieht. Fuchs lobte den Landkreis Haßberge, der bei diesem wie auch allen anderen Leader-Projekten den Trägergemeinden die Hälfte der Co-Finanzierung abnimmt. Das sei in dieser Selbstverständlichkeit einmalig in ganz Bayern.
Fuchs zeigte sich beeindruckt von diesem Kooperationsnetzwerk im Kreis, das noch durch sehr engagierte Sponsoren ergänzt wird. Als Hauptsponsor fand sich die Volks- und Raiffeisenbank. Laufbegeisterte Chefs gibt es außerdem im Ingenieurbüro Baur-Consult, im Landhotel Rügheim, bei den Fränkischen Rohrwerken, im Sanitäts- und Orthopädiehaus Mannl und Hauck und in der Brauerei Göller.
Den Förderbescheid, einen der letzten in der aktuellen Leader-Förderperiode, überreichte Karl-Heinz Suhl, der beim Landwirtschaftsamt das Projekt betreuen wird. Marco Depner und Laufkollege Hubert Karl aus Zeil werden in den nächsten Wochen insgesamt 800 Kilometer Laufstrecken erkunden und festhalten. Die Strecken werden vermessen und analysiert, einheitlich beschildert. Entstehen wird sowohl ein gedrucktes Verzeichnis, als auch ein Internetportal. Im Frühjahr 2014 soll das Laufparadies "eröffnet" werden.
Das Projekt ist mit Gesamtkosten von 145 000 Euro veranschlagt. 60 000 Euro davon sind über Leader-Mittel gedeckt. Den Rest teilen sich der Landkreis, die Kommunen und die Sponsoren. Projektträger ist die Gemeinde Knetzgau, da von dort auch der Impuls kam.

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