Kirchaich
Natur

Der "freche Michel" mag Insekten

Der Gärtnerring Haßberge taufte in Kirchaich die "Bayerische Pflanze des Jahres" und betont damit den Artenschutz.
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Leo, Emil und Ben (vorne von links) sowie Anna, Rosalie und Emma (hinten von links) sind kleine Blumenfreunde und freuen sich über den lustigen Namen "frecher Michel".  Christiane Reuther
Leo, Emil und Ben (vorne von links) sowie Anna, Rosalie und Emma (hinten von links) sind kleine Blumenfreunde und freuen sich über den lustigen Namen "frecher Michel". Christiane Reuther
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Er ist ein echter Kumpel, füllt gerne den Platz, den andere ihm lassen, und verdrängt seine Nachbarn nicht: Die Rede ist vom "frechen Michel". Der blau-violett leuchtende Ziersalbei wurde in diesem Jahr vom bayerischen Gärtnereiverband zur "Bayerischen Pflanze des Jahres" auserkoren. Vorgestellt wurde die bienenfreundliche Pflanze in der Gärtnerei Hofmann in Kirchaich.

Im Beisein von Vertretern der Gärtner und Imker nahmen Landrat Wilhelm Schneider und Oberaurachs Bürgermeister Thomas Sechser (beide CSU) die Pflanzentaufe vor. Die kleinen Gäste aus dem benachbarten Kindergarten halfen eifrig mit, um den "frechen Michel" vor der Taufe im Blumenkasten einzupflanzen. Wie manch einer von den kleinen Besuchern hat auch der "freche Michel" die Nase immer vorn, denn er ist wie kaum eine andere Blume früh im Pflanzenjahr dran und öffnet zur Freude der Blumenliebhaber und Bienen im April seine Blüten.

"Rettet mit uns die Bienen", empfing Hausherr Dietmar Hofmann die Gäste. Er verwies auf die wichtigste Zeit der Gärtnereien, die jetzt im Frühjahr ansteht. Mit der Pflanzentaufe fällt gleichzeitig der Startschuss für die farbenprächtige Beet- und Balkonpflanzensaison.

Hofmann ist Mitglied im 2001 gegründeten Gärtnerring, zu dem die Betriebe Nusser (Eltmann), Zösch (Sand), Roth (Haßfurt), Hofmann (Kirchaich) und "Floranium"/Gartenbau Pudell (Haßfurt) gehören. Hofmann kehrte bei der Pflanzentaufe das gemeinsame Marketingkonzept heraus. Er verwies auf den Vorteil der Eigenproduktion, mit denen die Gärtnereien mit ihren selbst gezüchteten Pflanzen punkten. Unter dem Motto "Kaufen, wo es wächst", stellen die heimischen Gärtnereien im bayerischen Gärtnereiverband auch in diesem Jahr neue und bewährte Pflanzen für Beet und Balkon sowie Gemüsejungpflanzen aus regionaler Produktion vor.

Werner Pudell, Mitglied im bayerischen Gärtnereiverband, ging bei der Pflanzentaufe zunächst auf die Aktion "Pflanze des Jahres" ein. Dann griff er das Thema Natur- und Artenschutz auf. Pudell verwies auf die giftfreie Produktion der Pflanzen, für die sich die Gärtnerbetriebe im Landkreis einsetzen. Dies geschieht unter anderem mit der biologischen Bekämpfung durch den Einsatz von Nützlingen.

Landrat Wilhelm Schneider bedankte sich beim Gärtnerverband und verwies auf die Aktion "Der Landkreis blüht". Mit der Anpflanzung von Bienenweiden setzt sich der Landkreis Haßberge dafür ein, dass der Bestand an Insekten und Bienen wächst und gedeiht. Der "freche Michel", der sich bis Herbst von seiner schönsten Seite zeigt, trägt auf jeden Fall dazu bei, dass sich die Bienen und Insekten um ihn scharen. Er harmoniert mit jedem Pflanzpartner, der nicht zu kräftig wächst.

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