Ermershausen
Gemeinderat

Der Brunnen kommt in Form

Auf 8000 Euro kommt die Variante in der Rapsgasse, für die man sich in Ermershausen entschied. Kommt die einstige Schule wieder in den Gemeindebesitz?
Artikel drucken Artikel einbetten
So gestaltet sich bisher der Ausbau des Brunnens in der Rapsgasse - mit provisorischer doppelter Abdeckung aus Holz. Jetzt soll dort ein Schmuckstück entstehen. Bürgermeister Günter Pfeiffer (links) nimmt das Werk in Augenschein.Klemens Albert
So gestaltet sich bisher der Ausbau des Brunnens in der Rapsgasse - mit provisorischer doppelter Abdeckung aus Holz. Jetzt soll dort ein Schmuckstück entstehen. Bürgermeister Günter Pfeiffer (links) nimmt das Werk in Augenschein.Klemens Albert
Was die Gestaltung der Plätze im Ort angeht, kommt Ermershausen gut voran. Wie Bürgermeister Günter Pfeiffer in der Gemeinderatssitzung deutlich machte, sieht er nur noch bei der Gestaltung des Brunnens in der Rapsgasse Handlungsbedarf. Alle anderen Vorhaben seien baulich zur Zufriedenheit aller abgeschlossen, allerdings müssten noch an verschiedenen Pflanzflächen Nachpflanzungen erfolgen.

Mit den Anliegern in der Rapsgasse sei gesprochen worden, so Pfeiffer, wobei zwei Ausführungsvarianten zur Diskussion standen. Würde ein Brunnen aufgemauert, mit einem Deckel abgedeckt und mit einer Pumpe versehen, würden Kosten in Höhe von etwa 15 000 Euro entstehen. Billiger, nämlich auf etwa 8000 Euro, käme eine Variante, bei der auf einer Abdeckung in Bodenhöhe ein kleinerer Trog mit einer Pumpe errichtet würde.


Eine Pumpe muss sein

Der Gemeinderat entschied sich für die billigere Ausgestaltung, wobei sich aber eine Diskussion darüber auftat, ob überhaupt eine Pumpe nötig sei. Denn eine solche schlägt, da technisch aufwendig, doch mit geschätzten 5000 Euro zu Buche. Ein Brunnen aber, der kein Wasser fördere, sei kein Brunnen, begründete der Bürgermeister die Notwendigkeit einer Pumpe. Schließlich wünschten sich auch die Anwohner, dass der Brunnen Wasser fördere.

Schon vor einigen Jahren hat die Gemeinde das ehemalige Schulgebäude in Ermershausen verkauft, es ist jetzt in Privatbesitz. Bürgermeister Pfeiffer machte zum Stand der aktuellen Entwicklung klar, dass die Eigner darin Wohnungen einrichten wollen - ein Vorhaben, das auf Seiten der Gemeindeverwaltung auf Gegenliebe stoße, denn in Ermershausen sind Mietwohnungen knapp.


Mobilfunkstation am Tennisplatz

Pfeiffer zufolge denkt man dabei an eine staatliche Förderung, eventuell mit dem Förderprogramm "Innen statt Außen", doch dafür müsste das Gebäude im Besitz der Gemeinde sein. Wie der Bürgermeister darlegte, wären die Eigentümer für eine Rückübertragung an die Gemeinde offen, doch konkret sei noch nichts. Andreas Dellert, Geschäftsführer der VG Hofheim, räumt einem solchen Unterfangen allerdings wenig Chancen ein. Man wolle aber dran bleiben, so der Bürgermeister.

Wie schon in der vorausgegangenen Sitzung angesprochen, hat sich die Deutsche Telekom nach einem Standort für eine Mobilfunkstation umgeschaut. Sie soll am Tennisplatz errichtet werden. Für die weiteren Planungen soll eine Kontaktaufnahme mit dem Sportverein erfolgen.

In den nächsten Wochen sollen zwei Mitfahrerbänke geliefert und aufgestellt werden. Eine Bank soll am Birkenfelder Weg, eine andere am Wiegehäuschen in der Ortsmitte aufgestellt werden.


Warnung vor Käfern

Bürgermeister Günter Pfeiffer warf noch einmal einen Blick zurück auf den kürzlich erfolgten Waldbegang. Da habe man noch sagen können, dass keine Schäden durch "den Käfer" zu beklagen seien. Doch mittlerweile habe sich die Situation dahingehend geändert, dass in den Waldabteilungen "Schillingschlag" und "Rehberg" Käferbefall festgestellt worden sei. Die Entwicklung werde durch Förster Wolfgang Meiners überwacht. Der Bürgermeister richtete einen Appell an Privatwaldbesitzer und Spaziergänger, verstärkt zu kontrollieren und zu beobachten und festgestellte oder vermutete Käfernester zu melden. Außerdem machte er auf die wegen der andauernden Hitze erhöhte Waldbrandgefahr aufmerksam.

Künftig müssten, wie der Bürgermeister darstellte, jährlich in den Haushalt Mittel für die Erhaltung der Brücken eingestellt werden. Eine Überprüfung habe nämlich ergeben, dass derzeit keine Brücke im Gemeindebesitz ohne Mängel sei. Zwei Holzstege wiesen erhebliche Mängel auf, einen davon habe man für die weitere Nutzung sperren müssen. Meistens seien es die Handläufe, die repariert oder neu erstellt werden müssen. In der Regel könnten aber die Mängel in Eigenleistung behoben werden. In Zukunft sei die Gemeinde verpflichtet, jährlich ihre Bachübergänge zu kontrollieren und gegebenenfalls instand zu setzen. Im Turnus von drei Jahren erfolge eine überörtliche Prüfung.


Hausaufgabenbetreuung läuft gut

Schließlich teilte der Bürgermeister noch mit, dass das Angebot des Kindergartens bei der Hausaufgabenbetreuung so gut angenommen werde, dass der zur Verfügung stehende Raum nicht mehr ausreiche. Deshalb sollen in der Pension Karin die nötigen Räume angemietet und entsprechend umgestaltet werden. Pläne und Konzepte liegen vor, der Besitzer sei, so Pfeiffer, mit der Nutzungsänderung seines Gebäudes einverstanden.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren