Rügheim

Dekanatsempfang in Rügheim: Mitarbeiter für ihr ehrenamtliches Wirken ausgezeichnet

Beim Dekanatsempfang wurden sieben verdiente Mitarbeiter geehrt. Außerdem gab es einen Festvortrag zu dem Thema "Diakonie in Kirche und Gesellschaft.
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Dekan Jürgen Blechschmidt sowie die Synodalpräsidenten Gisela Schott und Gerhard Koch zeichneten beim Dekanatsempfangs im Martin-Luther-Haus in Rügheim  verdiente Persönlichkeiten für deren 25- bzw. 50-jähriges ehrenamtliches Wirken aus. Fotos: Jens Fertinger
Dekan Jürgen Blechschmidt sowie die Synodalpräsidenten Gisela Schott und Gerhard Koch zeichneten beim Dekanatsempfangs im Martin-Luther-Haus in Rügheim verdiente Persönlichkeiten für deren 25- bzw. 50-jähriges ehrenamtliches Wirken aus. Fotos: Jens Fertinger
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Am Gedenktag der Reformation hat das Evangelisch-Lutherische Dekanat zu einem Festabend eingeladen, der einen Gottesdienst mit Referat und einen Empfang mit Grußworten und Ehrung verdienter Mitarbeiter beinhaltete.

Musikalisch wurde der Gottesdienst umrahmt und ausgestaltet durch den Bezirksposaunenchor unter der Leitung von Jürgen Koch und von Dekanatskantor Matthias Göttemann an der Orgel. Den liturgischen Teil übernahmen in bewährter Weise neben Dekan Jürgen Blechschmidt die beiden Synodalpräsidenten Gisela Schott und Gerhard Koch.

In seinem geistlichen Impuls ging Blechschmidt auf einen Abschnitt aus dem Römerbrief ein, bei dem es schwerpunktmäßig um die Nächstenliebe geht, wie überhaupt für den Apostel Paulus christlicher Glaube und Dienst am Mitmenschen untrennbar zusammengehören.

Ähnlich beschreibt es Martin Luther in seinem Werk "Von der Freiheit eines Christenmenschen", aus dem die beiden oft zitierten bekannten Kernsätze "Ein Christenmensch ist ein freier Mensch und niemandem untertan" beziehungsweise "Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan" stammen. Der Dienst am Nächsten ist somit keine Bedingung, sondern eine Folge christlichen Glaubens, so die Gedanken von Dekan Blechschmidt.

Der Referent des Abends, Pfarrer Jochen Keßler-Rosa, leitender Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Schweinfurt sowie stellvertretender Vorsitzender des Diakonischen Rates Bayern, bezog sich in seinen Ausführungen auf zwei wichtige Fragen: 1. Was prägt unser Handeln: Ist es Innere Mission und Barmherzigkeit oder wirtschaftliches Handeln mit christlichen Wurzeln? 2. Will Diakonie eher Partnerin und Auftragsnehmerin der öffentlichen Hand sein oder freie Unternehmerin auf dem Markt der Sozialwirtschaft?

Viele engagierte Menschen

Landrat Wilhelm Schneider schlug einen Bogen zu den Ausführungen von Dekan Blechschmidt und Pfarrer Keßler-Rosa und zeigte sich erfreut darüber, "dass es bei uns im Landkreis sehr viele engagierte Menschen gibt, die christlichen Glauben leben und in Taten umsetzen, Verantwortung übernehmen, Haltung zeigten, sich mutig einbringen und in ihrem Alltag Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe praktizieren". Schneider dankte allen, die täglich in den diakonischen Einrichtungen arbeiten und so die Welt ein Stück besser machen.

Hofheims Bürgermeister Wolfgang Borst strich die Dorfgemeinschaft Rügheim lobend heraus, die in vorbildlicher Weise die Aufgaben von Kirche und Gesellschaft verbinde. In einer Zeit, in der Werte verloren gehen sei soziales Engagement umso mehr gefragt.

Und, obwohl es uns so gut geht wie nie zuvor, breitet sich Unzufriedenheit stärker als je zuvor aus. Da sich seiner Meinung nach Kirche durch das soziale Engagement definiert, ist es wichtig, dass man sich gerade um die Schwachen in der Gesellschaft kümmert.

Den Nachbarkirchenkreis Hildburghausen-Eisfeld vertrat Judith Jurgiet-Priesch. Seitens der katholischen Kirche sprach der Vorsitzende des Caritasverbandes Haßberge Johannes Simon. Er sagte in seinem Grußwort: "Diakonie ist das, was wir am Menschen als Kirche insgesamt - trotz konfessioneller Unterschiede - tun können und sollen."

Die Ehrungen der langjährigen Mitarbeiter beim Dekanatsempfang 2018

Ehrungen Im Mittelpunkt des Dekanatsempfangs stehen traditionell die Ehrungen verdienter und langjähriger Mitarbeiter. Gerade diejenigen, die 25 und 50 Jahre im Dienste der Kirche ehrenamtlich tätig sind, sollen bei dieser Gelegenheit ausgezeichnet werden. Acht Personen standen zur Ehrung an, von denen sieben anwesend waren und die jeweilige Urkunde sowie die Tontafel mit dem Segenswunsch des Dekanats und dem Siegel des Lammes erhielten.

Karin Meyer-Jungclaussen (Kirchengemeinde Ebern und Jesserndorf) betätigt sich seit 25 Jahren als nebenamtliche Organistin und bringt sich besonders bei der Durchführung und Planung von Konzerten ein.

Gudrun Geier (Kirchengemeinde Hofheim-Lendershausen-Eichelsdorf) bekleidet seit einem Vierteljahrhundert das Amt der Mesnerin und ist zudem "kleiner Kirchenpfleger" in ihrer Gemeinde.

Kerstin Geuß und Manfred Stubenrauch (beide Kirchengemeinde Dörflis) sind seit 25 beziehungsweise 50 Jahren aktive Mitglieder im Posaunenchor.

Elke Niklaus (Oberlauringen) bekleidet seit 25 Jahren das Amt einer Kirchenvorsteherin und Ilse Rödel (KG Rentweinsdorf) ist genauso lange als Leselektorin tätig.

Liselotte Fertinger (Kirchengemeinde Ditterswind) arbeitet seit 25 Jahren im Team der Dekanatsfrauen mit.

Nicht teilnehmen konnte Carolin Koch (Thundorf).

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