Eltmann
Grossveranstaltung

"Das wär' doch was..."

Die Fußballer der SG Eltmann zeigen Leistung auf dem Platz: Bei der BR1-Disco morgen aus der Mainhalbinsel muss alles klappen. Das wird es.
Artikel drucken Artikel einbetten
Da kommt Arbeit zusammen Günther Preissner zeigt den Ordner, den er für die BR1-Disco angelegt hat. Im Hintergrund Gattin Andrea (rechts) und Björn Gehring (links). Die BR1-Disco findet am Samstag, 15. Juli, ab 21 Uhr auf der Mainhalbinsel statt (Einlass ab 20 Uhr). Fotos: Brigitte Krause
Da kommt Arbeit zusammen Günther Preissner zeigt den Ordner, den er für die BR1-Disco angelegt hat. Im Hintergrund Gattin Andrea (rechts) und Björn Gehring (links). Die BR1-Disco findet am Samstag, 15. Juli, ab 21 Uhr auf der Mainhalbinsel statt (Einlass ab 20 Uhr). Fotos: Brigitte Krause
Günther Preissner grinst. Ja, das ist ein Coup, den Bayerischen Rundfunk nach Eltmann zu bringen. Wenn jetzt die 2000 Besucher kommen wie geplant, dann wird das "für uns und für Eltmann ein Top-Event", sagt Preissner. Termin ist am Samstag, 15. Juli, 21 Uhr, auf der Mainhalbinsel.


Beim Autofahren hört er gerne BR1

Unterm Tag ist er in Bayern unterwegs, verkauft Baumaterial für Außenfassaden. Da hört man Radio. Bei Günther Preiss-ner ist es BR 1, die Mischung aus gediegenen Hits und regionalen Informationen gefällt ihm.

Niederbayern, Oberbayern, Schwaben, warum nur dort? "Das wär' für uns und Eltmann ein Top-Event", dachte sich Günther Preissner letztes Jahr im Herbst und klickte sich im Internet kurzentschlossen durch die Bewerbung für die BR1-Disco. Freilich hatte er sich beim Eltmanner Bürgermeister Michael Ziegler grünes Licht geholt. Eine solche Veranstaltung wuppt man nicht mal eben so.


Erstes Erschrecken

"Die haben gleich an mehr Leute gedacht", erinnert sich Preissner an die erste Reaktion der Polizei bei den Sicherheitsgesprächen. Der Schreck legte sich, denn früh war schon für die Fußballer klar gewesen: Es gibt 2000 Eintrittskarten, wenn die weg sind, kommt keiner mehr rein, und "wir sind hochzufrieden. So eine Veranstaltung hat man nicht jeden Tag - darum mach' ich das auch", schildert Preissner die Beweggründe, die ihn vor allem im letzten halben Jahr beflügelt haben.

Ein Glück, dass er sich seine Arbeitszeit einteilen kann. Mindestens vier Sicherheitsgespräche gab es alleine mit der Polizei, dazu kamen Gespräche mit Stadt und Bauhof ("unheimlich wichtig", so Preissner) und natürlich vereinsinterne Sitzungen, in denen Aufgaben verteilt, Verantwortliche benannt wurden.

"Was mich abgeschreckt hat", berichtet Preissner vom ersten Sicherheitsgespräch Ende April, das war, dass alles niedergeschrieben werden musste. "Das hab' ich vorher noch nie gemacht."

Die Fußballfamilie Preissner ist mit ihrem Helferstamm nicht gerade unerfahren. Das "Ab auf die Insel" gibt es seit 2009, die Handgriffe sitzen. Ein Glück, dass man nicht nur begabte Spieler, sondern auch noch andere Talente hat. Julius Kremer tüftelte mit Preissner die Veranstaltungsdokumentierung mit Sicherheitskonzept aus. Als sich die Behördenvertreter das mehr als 20-seitige Werk anschauten, waren sie beeindruckt: "Die Polizei will es als Muster-Sicherheitskonzept verwenden," verrät Preissner.


Sogar mit Luftaufnahmen

In der Tat, es ist unglaublich, was alles angesprochen wird, wer alles benannt und was beschrieben wird. Pikobello mit Luftaufnahmen und eingezeichneten Markierungen. Man merkt: Da hat sich jemand genau Gedanken gemacht über Lokalität, Schutzziele, Auflagen, Gefährdungsanalyse von der Massenpanik über Waldbrandgefahr bis hin zu Unwetter, Amoklauf, Lebensmittelvergiftung, Terror.


Selbst die Autobahn spielt eine Rolle

BRK, Feuerwehr, Wasserwacht sind eingebunden, letztere wird Main und Yachthafen abfahren, die Feuerwehr hält die Bundesstraße für eventuelle Autobahnunfälle frei. Parkplätze sind ausgewiesen. Im "Entfluchtungsplan" ist akribisch verzeichnet und in der Realität sauber mit Lichtbändern und Flutlicht ausgeleuchtet, wohin die Menschen im Fall des Falles (weg-)laufen können. Bürokratie ja, Sicherheit eben auch.

Günther Preissner ist der Stolz anzumerken, dass er sich der Sache gestellt hat. Der Mann hat seine Fußballer mit Stellvertreter Florian Buschbacher wie eine Eins hinter sich stehen. Neben ihm steht gerade, während die Jungen trainieren, seine "rechte Hand" in der SG-Fußballabteilung, Björn Gehring. Die beiden verbindet nicht nur der gleiche Musikgeschmack, sie sind auch seit Jahrzehnten "Fußballmenschen". Gehring grinst: "Klar, so viel Leute haben wir noch nicht da gehabt. Wenn's dann rum ist, ist man schon erleichtert." Bleiben "nur" noch die "Biertage"... "und das Helferfest im August" ergänzt Gattin Andrea Preissner. Dann geht's in Urlaub!

Am Ende, hoffen alle, hat sich ihr Einsatz im Zeichen des Ehrenamts gelohnt: Die Erlöse aus den Veranstaltungen fließen in Trainingsmaterialien, in den Erhalt der Anlage. Vor allem in die Jugend. Schließlich wollen die Eltmanner Fußballer die Zukunft meistern. 2019 steht das "100-Jährige" ins Haus.
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren