Sand am Main
Verkehr

Das Sander Ortsschild "wandert" in Richtung Knetzgau

Der Sander Gemeinderat erfuhr von der Ortstafel-Versetzung, die zunächst unmöglich erschien.
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Das Ortseingangsschild wird demnächst, aus Richtung Knetzgau kommend, vor den Kreisel versetzt.  Christian Licha
Das Ortseingangsschild wird demnächst, aus Richtung Knetzgau kommend, vor den Kreisel versetzt. Christian Licha
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Die Ortstafel am westlichen Ortseingang von Sand wird vor den Kreisel versetzt. Somit gilt von Knetzgau kommend bereits ab dort Tempo 50. Diesen Erfolg konnte Bürgermeister Bernhard Ruß (SPD) am Donnerstagabend in der jüngsten Sander Gemeinderatssitzung verkünden. "Es war ein langes hin und her mit dem Landratsamt", erinnerte er an den langen Kampf für die Versetzung des Ortsschildes. Die Behörde wollte das nicht genehmigen, weil angeblich keine Bebauung links und rechts der Straße einen Ortseingang signalisiert. Erst durch das Einschalten von Staatssekretär Gerhard Eck (CSU), dessen Engagement der Bürgermeister in den höchsten Tönen lobte, lenkte das Landratsamt ein und genehmigte das Vorhaben. Mit den Häusern auf der einen und dem Gewerbegebiet auf der anderen Seite sei nämlich sehr wohl eine zusammenhängende Bebauung gegeben.

Nach einer langen Diskussion lehnte der Gemeinderat einstimmig den Antrag des 1. FC Sand auf Benutzung der Sport- und Kulturhalle für eine Faschingsparty am Donnerstag vor dem Faschingswochenende 2019 ab. Der Verein wollte den Altweiberfasching, der bisher immer im Sportheim stattfand, aus Platzgründen verlegen. Bürgermeister Bernhard Ruß fühlte sich durch den kurzfristigen Antrag etwas überrollt und auch alle Gemeinderäte hatten Vorbehalte gegen die Genehmigung der Veranstaltung im großen Stil. So seien der Abbau und die Lüftung der Halle bis zum nächsten Tag problematisch, denn am darauffolgenden Tag findet bereits eine weitere, schon vor Monaten genehmigte Faschingsveranstaltung des SKK Alle Neun statt. Auch könne es den Anwohnern nicht zugemutet werden, den Trubel unter der Woche zu ertragen, zumal es erfahrungsgemäß beim Altweiberfasching "etwas härter" zur Sache geht und sich die Feierlichkeiten bis in die frühen Morgenstunden hinziehen, wie es hieß. Der Gemeinderat verständigte sich darauf, dass mit beiden Vereinen das Gespräch gesucht wird und die Möglichkeit einer gemeinsamen Veranstaltung im Jahr 2020 ausgelotet wird.

Auch sehr heftig ging es zur Sache, als die Aussprache über den Antrag der CSU-Fraktion auf Beheizung der Aussegnungshalle am Friedhof anstand. Eine flächendeckende elektrische Beheizung sei technisch nicht möglich, ermittelte die Verwaltung. Deshalb wurden Infrarot-Fußbodenmatten vorgeschlagen, die aber einem Fleckerlteppich gleichen würden, da hiervon mehrere benötigt würden. Die Gemeinderäte zeigten sich nicht glücklich mit dieser Lösung.

Bürgermeister Bernhard Ruß bezweifelte, ob es überhaupt Bedarf gebe, denn die Aufenthaltsdauer in der Aussegnungshalle sei sehr gering. Außerdem sei es "ein Luxus, den 40 Jahre niemand vermisst hat". Zweiter Bürgermeister Gerhard Zösch widersprach und hob hervor, dass viele Trauergäste sich schon sehr frühzeitig vor der Beerdigung einfinden, um einen Platz zu bekommen. Dritter Bürgermeister Paul Hümmer schlug schließlich vor, als Übergangslösung einen großen Teppich als Dämmung von unten auszulegen. Bürgermeister Ruß ließ darüber als erstes abstimmen - mit dem Ergebnis, dass sich neun Gemeinderäte dafür und zwei dagegen aussprachen. Gerhard Zösch monierte, dass der Vorschlag der CSU-Fraktion eigentlich als erstes zur Abstimmung hätte stehen müssen. Dies folgte dann im Anschluss. Mit sechs Ja- und fünf Nein-Stimmen beschloss das Gremium auch, dass eine Planung und Kostenermittlung für die Installation einer Deckenheizung vollzogen werden sollen.

Zur Finanzierung des geplanten Themenparks "Erlebniswelt Fränkischer Sandstein" bat die Gemeinde Breitbrunn alle zehn Kommunen der "Lebensregion plus" im südlichen Landkreis Haßberge um eine finanzielle Unterstützung von jeweils 5000 Euro sowie eine Mitgliedschaft im Förderverein mit einem Jahresbeitrag von 60 Euro. Gemeinderat Gerhard Zösch sprach sich für eine Beteiligung aus, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass der Gemeinde Sand keine Folgeverpflichtungen entstehen würden. Einstimmig wurde die einmalige Zahlung des Zuschusses und die Mitgliedschaft im Förderverein beschlossen.

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