Ibind
Feierstunde

Das "Grüne Klassenzimmer" erweitert

Eine deutliche Aufwertung erfuhr die Einrichtung in Ibind durch den Bau eines Steges, von dem aus man ein angrenzendes Feuchtbiotop beobachten kann.
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Michael Hofmann aus Ibind überreichte an den Bürgermeister Hermann Niediek das Namensschild.Klemens Albert
Michael Hofmann aus Ibind überreichte an den Bürgermeister Hermann Niediek das Namensschild.Klemens Albert
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Hermann Niediek (CSU), der Bürgermeister von Burgpreppach, zeigte auf, dass die Kosten für den neuen Steg zum Teil von der Gemeinde Burgpreppach getragen worden seien und dass Ibinder Bürger und der Gemeindebauhof tüchtig mit Hand angelegt hätten, vor Ort stets auch unterstützt von dem betreuenden Förster Wolfgang Meiners. Ein großer Teil sei aber auch als Fördermittel von staatlicher Seite und durch den Naturpark Haßberge beigesteuert worden.
Niediek ermunterte dazu, auch über die Landkreisgrenzen hinaus dieses Angebot zu nutzen. Zweck des Hauses wie auch des jetzt angelegten Stegs sei es, es zu ermöglichen, Wald und Natur kennenzulernen.


"Heile Umwelt erhalten"

Susanne Vodde, Schulrätin am staatlichen Schulamt Haßberge, führte gerade diesen Gedanken weiter aus. "Für mich ist dieser Ort fester Bestandteil von Schule und Unterricht", lautete ihr Bekenntnis zu diesem Angebot. Ihren Worten nach dürften Fragen des Natur- und Umweltschutzes über das Leben in der Zukunft der nächsten Generation mitentscheiden. Jeder einzelne Mensch müsse dazu beitragen, dass eine heile Umwelt erhalten beziehungsweise erreicht wird, denn mit Verordnungen von oben sei dies nicht zu schaffen.
Umweltbildung müsse möglichst früh im fächerübergreifenden Unterricht vermittelt werden. Je praxisbezogener den Schülern ökologische Grundlagen wie das Zusammenspiel von Pflanzen- und Tierwelt vermittelt werden, desto nachhaltiger könnten sie daraus für ihr Leben Einstellungen gewinnen. Vor Ort könnten hier die Kinder in spielerischem Umgang mit der Natur beobachten, experimentieren und forschen.
Wolfgang Borst (CSU), Bürgermeister von Hofheim und VG-Vorsitzender, bezeichnete das "Grüne Klassenzimmer" mit dem neuen Steg als eine "super Geschichte". Er verband damit die Hoffnung, dass die Einrichtung durch möglichst viele Nutzer mit Leben erfüllt werde.
Seitens der Ibinder Bevölkerung, die sich bei der Errichtung des Steges in sehr hohem Maße engagiert hatte, überreichte Michael Hofmann ein Namensschild, das er auch gleich eigenhändig über dem Eingang zum Klassenzimmer anbrachte.
Schließlich gestaltete Pastoralreferent Norbert Zettelmeier eine kleine kirchliche Segensfeier, wobei ihn die Kinder der Grundschule mit Liedern tatkräftig unterstützten. Die Verköstigung der zahlreichen Gäste hatten Bürger aus Ibind übernommen.


"Grünes Klassenzimmer" buchen

Das "Grüne Klassenzimmer" kann von Schulen, Kindertageseinrichtungen und sonstigen Bildungsträgern nach Terminvereinbarung mit Bürgermeister Hermann Niediek (Rufnummer 09534/812 oder 0171/6909285) genutzt werden. Schulrätin Susanne Vodde weist darauf hin, dass das Schulamt in enger Kooperation mit der Waldpädagogin Forstwirtin Kathrina Schafhauser (www.die-foersterin.de) steht. Diese gestaltet einerseits Lehrerfortbildungen, andererseits veranstaltet sie für Schulklassen Themen-Module, die genau zum jeweiligen Klassenlehrplan passen. Das Schulamt begrüße und unterstütze diese naturnahe Unterrichtsgestaltung.
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