Ebern
Planungen

Das Eberner Freibad ist gut in Schuss

Der Bauausschuss Ebern informierte sich über den Zustand der Freizeitanlage. Großes Firmen-Hochregallager entsteht.
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Vor dem Start der Badesaison ließen sich Bürgermeister Jürgen Hennemann (Fünfter von rechts) und der Bauausschuss von Bademeister Klaus Hanke (Dritter von rechts) über die Saison-Vorbereitungen und den Zustand der Anlage informieren. Helmut Will
Vor dem Start der Badesaison ließen sich Bürgermeister Jürgen Hennemann (Fünfter von rechts) und der Bauausschuss von Bademeister Klaus Hanke (Dritter von rechts) über die Saison-Vorbereitungen und den Zustand der Anlage informieren. Helmut Will
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Das Freibad in Ebern ist für die kommende Badesaison gerüstet. Davon überzeugte sich der Bauausschuss des Stadtrates Ebern am Mittwochabend in seiner Sitzung. Bademeister Klaus Hanke informierte das Gremium bei einer Ortseinsicht. Auch die Baustelle an der ehemaligen Berufsschule zwischen Mozart- und Albrecht-Dürer-Straße wurde in Augenschein genommen.

"Vorarbeiten und die Auswinterung unseres Freibades sind zum größten Teil erledigt", sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) und fuhr fort: "Wir können stolz auf unser mittlerweile 49 Jahre altes Freibad sein, es ist noch sehr gut in Schuss." Allerdings müsse man zittern, dass keine großen Investitionen nötig werden. "Eine umfassende Sanierung können wir uns gegenwärtig nicht leisten", so der Bürgermeister.

Bademeister Klaus Hanke führte das Gremium zunächst in den Umkleidebereich für Damen. Dort wurde eine spezielle Matte im Gang verlegt, die einer Verschmutzung der Fließen entgegenwirken soll. Die Bitte des Bademeisters an die Damenwelt: "Bitte zieht eure Schuhe aus, bevor ihr den Umkleidebereich betretet!" Die Wasserqualität im Freibad sei perfekt, der Hygieneparameter hervorragend, besser gehe es nicht, sagte Hanke. "Das liegt auch daran, dass wir von ehemaligen Brunnen der Stadt Ebern im Jahr etwa 3000 bis 3500 Kubikmeter Frischwasser zuführen können."

Der Rasen könnte etwas besser sein, aber das werde man auch in den Griff bekommen, sagte er. Das Bad werde seit drei Tagen beheizt. Allerdings gingen aufgrund der kalten Nächte 30 Prozent von dem, was am Tag hochgeheizt wurde, über Nacht verloren. Der Bademeister und Bürgermeister Jürgen Hennemann lobten die Mitarbeiter im Freibad und vom Bauhof, die viele Arbeiten erledigen. "Was geht, wird in Eigenregie erledigt", so der Bürgermeister.

Stadtrat Markus Fausten wollte wissen, ob heuer wieder mit dem Eichenprozessionsspinner zu rechnen sei. Dazu erklärte Hennemann, dass präventiv gespritzt wurde mit Stoffen, die sich biologisch abbauen. "Ich denke, damit wird kein Eichenprozessionsspinner kommen, hoffen wir jedenfalls", sagte er.

Ein weiterer Außentermin wurde an der Baustelle der ehemaligen Berufsschule wahrgenommen. Hier entsteht eine Kindertagesstätte. "Zunächst sind vier Gruppen vorgesehen, die auf sechs erweiterbar sind", erklärte Hennemann. In der ersten Juni-Woche soll mit den Rohbauarbeiten begonnen werden. "Das ist schon ein bedeutendes Projekt für unsere Stadt", so Hennemann.

Martin Lang vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Ebern sagte, dass das Gebäude 74 Meter lang werde. Es ziehe sich entlang der Albrecht-Dürer-Straße von der Beethovenstraße bis zum Franz-Schubert-Weg. Unterhalb des Neubaus entstehe eine Freispielanlage. "Das Restgelände ist für Wohnbebauung vorgesehen", sagte der Bürgermeister. Deshalb werde der weiter unten gelegene Bolzplatz an der Beethovenstraße dem Vorhaben zum Opfer fallen. Über den Spielplatz, der sich unterhalb des Bolzplatzes befindet, werde noch zu diskutieren sein, da dort eventuell auch Baugelände entstehen könne. "Wir haben uns gedacht, dass wir die Spielgeräte dieses Platzes beim Kleinspielfeld in der Coburger Straße aufstellen können", sagte der Bürgermeister und zeigte eine Karte mit den in Ebern vorhandenen Spielplätzen.

Stadtrat Rainer Kaffer (JL) gab zu bedenken, dass dann die Kinder aus dem Siedlungsgebiet die Coburger Straße überqueren müssten. Dazu entgegnete Hennemann, dass am Kreisverkehr in der Nähe eine sichere Querungshilfe vorhanden sei. Gemeinderat Manfred Fausten (CSU) fragte, wie es sich mit Parkplätzen an der neuen Kindertagesstätte verhalte. Solche Flächen würden nach dem Neubau genügend zur Verfügung stehen, sagte Hennemann.

Eine Anzahl von Bauanträgen wurde im Bauausschuss behandelt, darunter auch ein Antrag für ein geplantes Hochregallager der Firma Uniwell in Eyrichshof. Die Firma Uniwell erweitert nordöstlich ihrer derzeit vorhandenen Firmengebäude in Richtung Metzgerei Fuchs zur Johann-Georg-Meusel-Straße hin. Hier soll ein "gewaltiges Hochregallager" in zwei Bauabschnitten entstehen, wie Martin Lang vom Bauamt der VG Ebern sagte. Es soll 227 Meter lang und 21 Meter hoch werden. Wie er weiter sagte, ist festgelegt, dass in diesem Bereich eigentlich nur Gebäude bis zu einer Höhe von zehn Metern errichtet werden dürfen. "So ein hohes Firmengebäude haben wir bisher in Ebern noch nicht." Lang erläuterte den Bauausschuss die Details. Der Bauausschuss hatte bereits in seiner Sitzung am 11. April 2019 einen Aufstellungsbeschluss gefasst und billigte nun mit mehreren Einzelbeschlüssen den Vorentwurf des Bebauungsplanes "Gewerbegebiet Eyrichshof". "Damit bringen wir alles auf den Weg", fasste Bürgermeister Jürgen Hennemann zusammen.

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