Pünktlich zum Glockenspiel um 10 Uhr erreichte die Reisegruppe aus Sand, die von Heinrich Schmitt und Robert Brückner organisiert wurde, den Marienplatz. Eine kleine Stadtführung führte zum Mittagessen in den Hofbräukeller.

Im Landtag empfing MdL Fahn die Gäste aus Sand und stellte zunächst die Arbeit der Fraktion, vor allem in den Ausschüssen vor, wo die eigentliche Landtagsarbeit stattfindet. Fahn freute sich über das rege Interesse der Gäste, die auch die örtlichen Anliegen vorbrachten. So dankte Heinrich Schmitt dafür, dass die FW-Landtagsfraktion von Beginn an die Bevölkerung im Steigerwald im Kampf gegen den Nationalpark unterstützte. Die Sander erklärten, dass der Steigerwald gut strukturiert und gepflegt sei, Gäste wie Einheimische fühlten sich dort wohl. "Wir wollen das Erbe unserer Vorfahren erhalten und weiter pflegen", so Heinrich Schmitt.

Auch die Umweltbelastungen durch die Firma Loacker in Wonfurt wurden angesprochen. Fahn erklärte, was dazu bisher im Landtag vorgelegt wurde. Wichtig für das weitere Vorgehen seien aussagekräftige Ergebnisse. Leider sei die Bevölkerung in Wonfurt enorm verunsichert, fühle sich falsch informiert und sei in ihrem Vertrauen auf Behörden und Politik erschüttert. Fahn erhofft sich eine Verbesserung der Situation von der Informationsveranstaltung am 26. Juni. Nur durch offene Kommunikation könne der Vertrauensverlust wieder wett gemacht werden, so seine Überzeugung.

"So kann das nicht ablaufen", erklärte Fahn zu der Gleichstellung des Sander Blasorchesters (BOS) mit gewerblichen Musikschulen. Diese Gleichstellung führte bekanntlich dazu, dass das Blasorchester 12 000 Euro an die Künstlersozialkasse nachzahlen musste. Damit werde das Ehrenamt und die vorbildliche Nachwuchsarbeit des Blasorchesters torpediert, meinten nicht nur die Freien Sander Bürger, sondern auch MdL Fahn. Der will mit dem BOS einen Lösungsvorschlag erarbeiten mit der Zielsetzung, das Geld für die Jugendarbeit zurückzuholen.

Auf der Besuchertribüne des Plenarsaals erlebten die Sander schließlich noch die namentliche Abstimmung zur dritten Startbahn in München, bevor sie den Heimweg antraten.