Dankenfeld
Bürgerversammlung

Dankenfeld wird eine Baustelle

Die Dankenfelder erhielten umfassende Informationen über den Ausbau der Ortsdurchfahrt.
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In den kommenden zwei Jahren wird die Ortsdurchfahrt in Dankenfeld komplett saniert. Neben der Fahrbahn und den Gehwegen wird auch der Kanal erneuert und Glasfaseranschlüsse bis zu jedem Haus gelegt.  Christian Licha
In den kommenden zwei Jahren wird die Ortsdurchfahrt in Dankenfeld komplett saniert. Neben der Fahrbahn und den Gehwegen wird auch der Kanal erneuert und Glasfaseranschlüsse bis zu jedem Haus gelegt. Christian Licha

Die bevorstehende Erneuerung der Ortsdurchfahrt war das Hauptthema bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend in Dankenfeld. Als erste Maßnahme werde im kommenden Jahr der Kanal saniert, erläuterte Peter Ruck vom Technischen Büro Werner aus Eltmann den 65 Anwesenden im Saal des Gasthauses Böllner. Wie sich bei einer Kanaluntersuchung herausstellte, müssen alle Hausanschlüsse erneuert werden. Dafür sind an 70 Stellen Aufgrabungen notwendig. Rund ein Dreivierteljahr Bauzeit sei dafür veranschlagt, so der Ingenieur.

"Wir können nicht dauerhaft zwei Jahre die Straße sperren", erklärte der Oberauracher Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) zur Frage, warum nicht die Straße und der Kanal gleichzeitig gemacht werden. Die Belastung für die Anwohner wolle man so gering wie möglich halten. Deshalb werde die Straße bei den Kanalarbeiten auch immer halbseitig befahrbar sein, so Sechser. Die Kosten in Höhe von geschätzten 550 000 Euro werden laut Sechser über die Abwassergebühren finanziert, für die aktuell aber keine Erhöhung anstehe.

Gleichzeitig mit dem Kanal werden auch Glasfaseranschlüsse zu jedem Haus in der Von-Ostheim-Straße verlegt. Dafür zuständig ist die Überlandzentrale Mainfranken, deren verantwortlicher Elektrotechniker für Netzplanung und -projekte das Anschlussverfahren erläuterte. Demnach wird an jedem der beiden Ortseingänge ein Verteilerschrank installiert, von wo aus die Kabel bis an die jeweilige Grundstücksgrenze gehen. Die Weiterführung des Glasfaseranschlusses auf dem Privatgrundstück obliegt dann dem Grundstückseigentümer. Die Netzinfrastruktur wird den Angaben zufolge von der Überlandzentrale Mainfranken eigenwirtschaftlich auf deren Kosten verlegt. Für die eigentliche Versorgung mit DSL ist dann die Telekom zuständig.

Für das Jahr 2021 ist dann die Straßensanierung geplant, die voraussichtlich ein halbes Jahr dauern wird. Das sagte Baudirektor Manfred Rott vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt in der Bürgerversammlung. In zwei Bauabschnitten wird dann die Staatsstraße jeweils unter Vollsperrung eines Abschnittes erneuert. Grenze hierfür ist die Kreuzung an der Oberst-Klarmann-Straße. Für den Durchgangsverkehr wird dann eine Umleitungsstrecke ausgeschildert, wobei die Anwohner aber jederzeit die Möglichkeit haben, direkt zu ihren Häusern zu fahren. Nur an einigen Tagen bei den Asphaltarbeiten ist dies nicht möglich. Wie Rott erläuterte, muss der Asphalt nämlich in einem Stück aufgebracht werden, um die optimale Qualität zu gewährleisten. Die Anwohner werden dann aber zu gegebener Zeit darauf hingewiesen. Wöchentlich findet vor Ort ein Jour-fixe statt, bei dem die ausführenden Firmen, Architekten und Behördenvertreter die aktuelle Situation der Baumaßnahme besprechen. Bürger seien hierzu willkommen, sagte Rott und versprach, eventuelle Probleme einvernehmlich mit den Anwohnern lösen zu wollen.

Ein Bürger regte an, das Ortsschild, von Schindelsee kommend, weiter ortsauswärts zu versetzen. An dieser Stelle ist seit der dortigen Straßensanierung der Gehweg verlängert worden, was die Akzeptanz der Autofahrer fördere, langsamer zu fahren. Dies bestätigte Baudirektor Rott, verwies aber gleichzeitig an die Straßenverkehrsbehörde, die dafür zuständig sei. Bürgermeister Thomas Sechser erklärte daraufhin spontan, einen entsprechenden Antrag zu stellen und die Bürger über das Ergebnis informieren zu wollen.

Eine Treppenstufe vor dem Eingang der Dankenfelder Kirche war bisher für manche älteren Leute ein Hindernis. Dies wurde nun von Mitgliedern der Kirchenverwaltung und einem freiwilligen Helfer beseitigt. In 90 Arbeitsstunden pflasterten und erhöhten die Ehrenamtlichen den Eingangsbereich, so dass jetzt ein barrierefreier Zugang möglich ist. Bürgermeister Sechser dankte ausdrücklich allen Helfern für ihr Engagement für die Allgemeinheit und vergaß auch nicht, die Nachbarn in seinen Dank einzubeziehen, die die Arbeiter mit Kaffee und Kuchen verpflegten.

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