Eltmann
Fairer Handel

Damit andere Menschen eine Chance bekommen

Die Vertreter der Weltläden aus Unterfranken kamen in Eltmann zu ihrer Regionalkonferenz zusammen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bei bester Laune und Sonnenschein trafen sich am Freitag in Eltmann die Leitungsteams der mainfränkischen Weltläden zu ihrer Regionalkonferenz.  Sabine Weinbeer
Bei bester Laune und Sonnenschein trafen sich am Freitag in Eltmann die Leitungsteams der mainfränkischen Weltläden zu ihrer Regionalkonferenz. Sabine Weinbeer
+1 Bild

Zu ihrer Regionalkonferenz trafen sich die Leitungen der Weltläden in Mainfranken am Freitag in Eltmann. Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) freute sich über diese Zusammenkunft in Eltmann, sei es doch auch eine Würdigung der Fair-Trade-Stadt Eltmann.

Ziegler betonte das hohe Engagement im Weltladen Eltmann. Das Team um Elisabeth Müller-Förtsch sei wesentlich der Motor dafür gewesen, dass Eltmann Fair-Trade Stadt wurde. Der Bürgermeister ist stolz, dass nach der Wallburg-Realschule und der Grundschule nun auch die Mittelschule Eltmann auf dem Weg zur Fair-Trade-Schule ist. Denn bei den Kindern müsse das Bewusstsein dafür geweckt werden, "dass wir nicht allein sind auf dieser Welt, dass unser Wohlstand auch auf Ungerechtigkeit an anderen Orten der Welt begründet ist". Für ihn sei eine Missionsreise mit Pfarrer Rolf Laumann nach Südkorea vor über 20 Jahren sehr prägend gewesen, berichtete er. Ziegler dankte allen, die sich in den Weltläden und für den fairen Handel engagieren, "weil Sie anderen eine Chance geben".

Vertreten waren die Weltläden aus Marktheidenfeld, Gemünden und Karlstadt über Würzburg, Wiesentheid, Gerolzhofen und Schweinfurt bis Bad Kissingen, Haßfurt, Ebern und natürlich Eltmann. Ganz neu war das Team des neu eröffneten Weltladens in Rottendorf. Die Regionalkonferenzen dienen dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung sowie der Planung gemeinsamer Veranstaltungen. So findet in diesem Jahr wieder eine Mainfrankenmesse statt und da wollen die Weltläden wie immer vertreten sein. Allerdings wird der Messestand diesmal um einiges kleiner ausfallen, wie die Leiterinnen Christina Schlembach und Rita Scheiner ankündigten.

Erstmals in diesem Kreis stellte sich die neue Eine-Welt-Promotorin vor. Katharina Lang ist seit drei Monaten im Amt und hat sich als ersten Schwerpunkt das Thema "Fairer Handel und globales Lernen" gesetzt. Sie bereitet derzeit Lehrer-Fortbildungen vor und sucht den Kontakt zu Unternehmen, um dort den Blick für nachhaltige Beschaffung zu schärfen. Sehr erfreulich sei es, dass das Bewusstsein für fairen Handel wachse. 30 Fair-Trade-Städte gibt es nach ihren Worten inzwischen in Unterfranken und da fünf von neun Landkreisen ebenfalls das Fair-Trade-Siegel tragen, sei der Gedanke an den ersten Fair-Trade-Bezirk gar nicht abwegig, sagte Lang.

Die Teilnehmer der Regionalkonferenz bereiteten neben der Mainfrankenmesse auch die nächste gemeinsame Aktion vor, die zum Advent stattfinden soll. Außerdem wurde auf die bayerischen Eine-Welt-Tage hingewiesen, die am 19. und 20. Juli in Augsburg stattfinden und mit der Fair-Handels-Messe Bayern verbunden sind.

Elisabeth Müller-Förtsch hatte eingangs mit ihrem Team den Weltladen Eltmann vorgestellt und berichtete von den vielen Aktivitäten, die sich in der Fair-Trade-Stadt Eltmann in den vergangenen Monaten entwickelt haben. Sehr beeindruckt war sie davon, wie ernsthaft und intensiv sich die Grundschüler mit dem Thema Kinderarbeit auseinandersetzen. "Das ist sehr beeindruckend, wie die Kinder das behandeln", erzählte sie.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren