Zeil am Main
Kommunalwahl

CSU steht hinter Wilhelm Schneider

Nach dem Willen der Christsozialen soll der amtierende Landrat weiter an der Spitze des Landkreises stehen. Er wurde in Zeil fast einstimmig nominiert.
Artikel drucken Artikel einbetten
"Politik für alle" auch nach einer Wiederwahl versprach Wilhelm Schneider bei seiner Vorstellung.  Christian Licha
"Politik für alle" auch nach einer Wiederwahl versprach Wilhelm Schneider bei seiner Vorstellung. Christian Licha
+4 Bilder

Mit einer überwältigenden Mehrheit von 99,33 Prozent ist Landrat Wilhelm Schneider am Donnerstagabend erneut als Landratskandidat der CSU nominiert worden. Die 152 Delegierten im Saal der Brauereigaststätte Göller in Zeil gaben bei der Wahl, die der stellvertretende Kreisvorsitzende Holger Baunacher als Wahlausschussvorsitzender leitete, 150 gültige Stimmen ab. Davon lauteten 149 auf Wilhelm Schneider, ein Stimmzettel war mit dem Wort "Nein" versehen. Mit diesem Zeichen der Geschlossenheit läutete die CSU gleichzeitig den Wahlkampf für die Kommunalwahl am 15. März 2020 ein.

"Obwohl er schon 60 Jahre alt ist, steckt unser Landrat voller Energie", sagte der CSU-Kreisvorsitzende Steffen Vogel, der der Nominierungsversammlung Wilhelm Schneider als einzigen Kandidaten vorschlug. Der Landtagsabgeordnete kann sich, wie er sagte, niemanden vorstellen, der das Amt besser ausfüllen könnte. Mit einem Seitenhieb auf Mitbewerber anderer Parteien erklärte Vogel, dass Schneider nach seiner jetzigen Amtszeit und den vorausgegangenen zwölf Jahren als Bürgermeister von Maroldsweisach sehr große politische Erfahrung und Führungserfahrung mitbringe.

In die Fußstapfen von Wilhelm Schneider will Heidi Müller-Gärtner treten. "Aber nicht als Landrätin, sondern als Bürgermeisterin von Maroldsweisach", wie die stellvertretende Kreisvorsitzende bei ihrer Begrüßung berichtete. Als Kandidatin für das höchste Amt der Marktgemeinde betonte sie, dass es unter Wilhelm Schneider keinen Stillstand gegeben habe.

"Wilhelm, wir schaffen das." Mit diesen an ein Zitat der Bundeskanzlerin Angela Merkel angelehnten Worten hieß der Zeiler Ortsvorsitzende Andreas Diehm die Versammlung in seiner Heimatstadt willkommen. Wilhelm Schneider sei besonders "nah am Menschen" und erfülle damit die persönliche Kompetenz, mit den Bürgern über ihre Anliegen kommunizieren zu können.

"Es ist kaum zu glauben, wie schnell die fünfeinhalb Jahre vergangen sind", sagte Wilhelm Schneider bei seiner Vorstellung. Sein Tatendrang, den er am Anfang der Legislaturperiode hatte, sei bis heute in sehr großem Maße erhalten geblieben. "Ich habe nicht einen Tag bereut, die große Herausforderung angenommen zu haben, für unsere Bürgerinnen und Bürger einen kleinen Beitrag zu einem starken, zukunftsfähigen Landkreis leisten zu dürfen", so der amtierende Landrat, der auch in den sechs Jahren nach der Kommunalwahl sein Bestes geben wolle. "Ich möchte weiterhin eine Politik für alle machen und dabei optimistisch in die Zukunft schauen", versprach Schneider und dankte nicht zuletzt seiner Frau Larissa, die ihn immer bei seiner Arbeit unterstütze und viele Termine gemeinsam mit ihm wahrnehme.

Gemeinsam mit den Bürgermeistern des Landkreises, die manchmal naturgemäß unterschiedliche Interessenslagen haben, sei er häufig auf einer Linie, erklärte Wilhelm Schneider. In deren Situation könne er sich aufgrund seiner politischen Vergangenheit sehr gut hineinversetzen und versuche auch, immer beide Seiten zu berücksichtigen. Viele gemeinsame Aufgaben wurden laut Schneider erfolgreich umgesetzt, wie zum Beispiel der Bau des Tierheims, die Breitbandversorgung, die Erweiterung des Radwegenetzes und die Herausforderungen der Flüchtlingsproblematik im Jahre 2015.

Für seine bisherige Amtszeit hatte Schneider versprochen, die Kreisumlage möglichst konstant zu halten, was auch gelungen sei. Dieses Versprechen erneuerte der Landrat für das Jahr 2020. Sofern die Bezirksumlage keine Kapriolen schlage, sei auch eine leichte Senkung möglich, stellte er in Aussicht. Weiterhin solle der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) mit Linienergänzungen und flexiblen Modellen mit den Gemeinden gestärkt werden. Für das geplante Hallenbad im Maintal sagte Schneider die Unterstützung des Landkreises zu. Auch für das Technologietransferzentrum für neue Materialien und Kunststoffe macht sich der Kommunalpolitiker stark. Schließlich seien von 4800 Arbeitsplätzen in dieser Branche in ganz Mainfranken alleine 4000 im Landkreis Haßberge angesiedelt.

Die anderen Parteien und Wählergruppen haben bisher keine eigenen Kandidaten nominiert. Die SPD Haßberge will am Samstag den Namen ihres Bewerbers (ihrer Bewerberin) bekanntgeben. Wer das sein wird, ist bislang nicht bekannt. Bei den Grünen hat sich der Zeiler Oliver Kunkel schon mehrfach ins Gespräch gebracht und wird wohl auch aufgestellt werden.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren