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Breitbrunn
50-Jahr-Feier

CSU Breitbrunn: Konservativ und fortschrittlich

Der CSU-Ortsverband in Breitbrunn hat über ein halbes Jahrhundert hinweg die Gemeinde entscheidend mitgeprägt. Bei einer Feier wurde eine glänzende Bilanz vorgelegt und auch Ehrennadeln blitzten auf.
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Für ihre langjährige Treue zur CSU wurden diese Mitglieder von CSU-Kreisvorsitzendem Steffen Vogel (links) und CSU-Ortsvorsitzenden Günther Geiling und CSU-Landratskandidat Wilhelm Schneider (von rechts) geehrt. Foto: privat
Für ihre langjährige Treue zur CSU wurden diese Mitglieder von CSU-Kreisvorsitzendem Steffen Vogel (links) und CSU-Ortsvorsitzenden Günther Geiling und CSU-Landratskandidat Wilhelm Schneider (von rechts) geehrt. Foto: privat
Die CSU Breitbrunn könne stolz auf sich sein. Was sie in 50 Jahren für die Bürger und die Gemeinde geleistet hat, sei aller Ehren wert, lobte der CSU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Steffen Vogel beim Jubiläumsabend zum 50-jährigen Bestehen des Ortsverbandes. "Deswegen wird die CSU Breitbrunn auch weiterhin gebraucht und es ist wichtig, dass dem Wähler bei Wahlentscheidungen eine Alternative geboten wird."
Vogel dankte den Mitgliedern und Wählern für die Unterstützung bei den Landtagswahlen und stellte klar, dass alle in der Union ein gemeinsames Ziel verfolgen: " Der Einsatz für die Partei erfolge ja auch gleichzeitig für die Gemeinschaft."

Mit Blick auf die letzten Jahrzehnte stellte der Kreisvorsitzende heraus, dass die CSU Weichen gestellt und rechtzeitig Infrastrukturmaßnahmen in der Gemeinde umgesetzt habe. Die Gemeinde stehe heute gut da "und ohne die CSU gäbe es heute zum Beispiel kein Gemeindezentrum in Breitbrunn".

Von unten nach oben

Vogel hält es für wichtig, dass Politik von unten nach oben gestaltet wird. "In unserem Kreisverband sind wir über 1800 Mitglieder und damit die größte Bürgerinitiative, die sich dauerhaft für unsere Heimat einsetzt," betonte er mit Stolz, "und ihr gehört zu dieser großen Bürgerbewegung".

Dabei unterstrich er die Bedeutung der CSU für die Zukunft, denn sie trage Verantwortung von den Gemeinden über die Landes- und Bundespolitik bis hinauf nach Europa. "Dabei liegen wir in allen vergleichbaren Daten besser als andere. Ich lasse mir auch auf kommunaler Ebene meine Heimat nicht schlecht reden. Wir sind im Krippenausbau, bei den Schulen, bei den Arbeitslosen und in vielen anderen Bereichen besser als die anderen Bundesländer."

Bewusst konservativ

Das konservative, bewahrende Element der CSU gewinne vielleicht in Zukunft noch mehr an Bedeutung. In diesem Zusammenhang kritisierte er die Vorschläge zur Abschaffung des Martinstages und die Tatsache, dass es in Berlin schon keine öffentlichen christlichen Veranstaltungen geben solle.
Dies wolle man nicht hinnehmen und das Konservative bewahren, mit dem man durchaus auch fortschrittlich sein kann. Hinter den christlichen Werten stünden auch Organisationen wie die Caritas, und man könne sich das Gemeinwesen ohne deren Einrichtungen gar nicht vorstellen. Jeder CSU-ler kämpfe damit auch für christliche Grundeinstellungen, sagte Vogel.

CSU-Landratskandidat Wilhelm Schneider erinnerte daran, dass die CSU Breitbrunn im Laufe ihrer Geschichte viele Dinge in die Wege geleitet habe, von welchen die Gemeinde heute noch profitiere. Als Beispiele nannte er den rechtzeitigen Kanalbau und die Abwasserbeseitigung mit Anschluss an die Verbandskläranlage in Eltmann, den Anschluss an die Trinkwasserversorgung der Veitensteingruppe sowie die Ausweisung von Bauland und die Dorferneuerung in allen Ortsteilen Der Bürgermeister von Maroldsweisach: "Die CSU war ohne Zweifel eine tragende Säule im Ort."

Auch er unterstrich die gute Struktur der Partei von der Kommunalpolitik zu allen anderen Bereichen in Bund und Land. Dabei sei es ein großer Vorteil, dass man überall Ansprechpartner habe, die verlässlich sind. Wilhelm Schneider stellte sich den Mitgliedern mit sienen Vorstellungen für eine künftige Arbeit im Landkreis vor und ging auch auf die Kandidatenliste der CSU für die Kreistagswahl ein, die er als "sehr kompetent" bezeichnete.

Rückschau

Das jüngste Mitglied des Ortsverbandes, die 21-jährige Cynthia Derra, stellte die 50-jährige Geschichte der CSU Breitbrunn in einer Bildpräsentation vor. Mit dem Rücktritt von Bundeskanzler Adenauer und Übernahme des Amtes durch den damaligen Wirtschaftsminister Ludwig Erhard sowie auch der Ermordung von John F.Kennedy und dem Tod von Papst Johannes XXIII sei 1963 ein sehr ereignisreiches Jahr gewesen.
Mit zehn Mitgliedern habe man den Ortsverband gegründet, wobei der damalige Kreisrat Rudolf Geiling zum Vorsitzenden und Kilian Kirchner aus Kirchlauter zu dessen Stellvertreter gewählt wurde.

Auch die Pfarrer mischten mit

Da C im Namen der Partei sei auch dadurch zum Ausdruck gekommen, dass sowohl der damalige Pfarrer Werner Bernhard und Kaplan Wehner und später auch Pfarrer i.R. Hermann Baum Mitglieder gewesen seien. 1971 sei die Junge Union gegründet, die lange Zeit sehr aktiv gewesen sei. Die 70er und 80er Jahre seien die "hohe Zeit" beider Verbände gewesen. Man habe immer wieder Politiker zu Versammlungen eingeladen und die Gemeindepolitik geprägt.

Im Rahmen der Gebietsreform, bei der Breitbrunn als damals kleinste Gemeinde des Landkreises selbständig geblieben ist, hätten sich die Kirchlauterer Mitglieder mit dem CSU-Ortsverband Neubrunn zusammengeschlossen. Bereits 1982 habe Günther Geiling den Vorsitz übernommen, den er bis heute inne hat.
Bei der Wende hätten CSU und Kommune gemeinsam Kontakte mit der Gemeinde Breitenbrunn im Erzgebirge aufgenommen. Der Haßbergverein Veitenstein Breitbrunn ging sogar mit dem dortigen Erzgebirgsverein eine Patenschaft ein, die er bis heute noch pflege.

Günther Geiling war im Jahre 1990 als Nachfolger von Erhard Brünner in das Amt des Bürgermeisters gewählt worden, das er bis 2008 inne hatte. Angefangen vom Bau des Gemeindezentrums über viele Infrastrukturmaßnahmen, der Hochwasserfreilegung in Lußberg und Dorferneuerungsmaßnahmen in allen Ortsteilen bis hin zur Ausweisung von ausreichendem Baugelände habe die Gemeinde trotz einer schwachen Finanzkraft einen enormen Aufschwung genommen.

Große Leistung fürs Gemeinwohl

Die CSU-Mitglieder und Gemeinderäte hätten in all den Jahren die Kommunalpolitik mitbestimmt. Erst in diesem Jahr habe der CSU-Ortsverband mit seinem Vorsitzenden Günther Geiling in Zusammenhang mit Vereinbarungen zu den Schulgebäuden im Bereich des Schulverbandes Kirchlauter die Gemeinde vor einer schwerwiegenden finanziellen Belastung von jährlich fast 20 000 Euro bewahrt. Auch hierin zeige sich die große Verantwortung für die Gemeinde, hieß es am Ende des Rückblicks über 50 Jahre CSU-Geschichte.

Zum Jubiläum gratuliertem die Vorsitzenden der umliegenden Verbände, Martin Wasser (Ortsverband Ebelsbach), Helmut Schöpplein (Stettfeld) und Jochen Steppert (Kirchlauter-Neubrunn) in Grußworten .
Bei der Ehrung von langjährigen Mitgliedern hob Vorsitzender Günther Geiling das Engagement der einzelnen Mitglieder hervor. Beispielhaft nannte er Richard Kuchenmeister, der 24 Jahre lang Stellvertretender Ortsvorsitzender und Andreas Virnekäs, der ebenfalls 24 Jahre lang Schatzmeister gewesen sei.

Ehrungen

Die Auszeichnung mit der goldenen Ehrennadel der CSU für über 40-jährige Mitgliedschaft ging an Günther Geiling, Alfred Gehring und Willibald Reich.

Für 35-jährige Mitgliedschaft geehrt wurden Franz Behütuns, Elisabeth Geiling, Johann Hofmann, Leo Hofmann, Richard Kuchenmeister, Alfons Strätz, Andreas Virnekäs, Evi Hubert, Karl Zehendner, Ludwig Zöttlein und Anton Strohmenger

Das silberne Ehrenzeichen für 25-jährige Mitgliedschaft erhielt
Otto Schlee.

Auf eine 15 bis 20-jährige Mitgliedschaft brachten es bislang Isolde Kuchenmeister, Renate Derra und Heinrich Baum.






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