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Zeil am Main
Lungenkrankheit

Coronavirus im Kreis Haßberge: Zahl der Infizierten auf 62 gestiegen

Das Coronavirus breitet sich auch im Landkreis Haßberge weiter aus. Der aktuelle Stand der Fallzahlen hier im Ticker
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Coronavirus
Auch in den Haßbergen gibt es Coronavirus-Infizierte. Symbolfoto: picture alliance/dpa Foto: Bodo Marks (dpa)

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So wie in ganz Deutschland steigt die Zahl der Infizierten mit dem gefährlichen Lungenvirus.

Auch die Region in den Haßbergen ist betroffen. Den aktuellen Stand der COVID-19-Fälle erfahren Sie in unserer Karte - inklusive Stand der Aktualisierung.

Update vom 31.03.2020, 15.35 Uhr: Weiterer Anstieg an Corona-Infizierten

Wie das Landratsamt Haßberge am Dienstag (31. März 2020) mitteilt, ist die Fallzahl der Corona-Infizierten im Landkreis Haßberge inzwischen auf 62 gestiegen. Davon befinden sich 54 Menschen in Isolation, sechs von ihnen in stationärer Behandlung in einem Krankenhaus. Ein Patient wird intensivmedizinisch betreut. "Alle anderen Erkrankten zeigten bislang entweder keine oder nur milde Symptome in Form grippeähnlicher Beschwerden", heißt es in der Mitteilung. Acht Patienten konnten bereits gesund aus der Quarantäne entlassen werden. Derzeit befinden sich noch 177 Bürgerinnen und Bürger in häuslicher Isolation. 

Update vom 30.03.2020, 17.00 Uhr: Zahl der Infektionen im Landkreis auf 50 gestiegen

Im Landkreis Haßberge gibt es aktuell 50 positiv auf Covid-19 getestete Personen (Stand: Montag, 30.03.2020, 16.00 Uhr). Dies geht es ein Mitteilung des Landratsamts hervor. Demnach befinden sich 169 Personen in häuslicher Quarantäne. 

Zudem weist das Landratsamt darauf hin, dass der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege den für Sonntag, 28. Juni, in Ebelsbach geplanten „Tag der offenen Gartentüre“  auf Grund der Corona-Pandemie abgesagt hat. 

Update vom 29.03.2020, 13.00 Uhr: Fünf neue Fälle, jetzt 47 Corona-Positive im Landkreis

Die Zahl der bestätigten Corona-Erkrankten steigt im Landkreis Haßberge auf 47. Das Gesundheitsamt hat am Sonntag fünf neue Covid-19-Fälle im Kreis bestätigt (Stand: 29. 03.2020, 12.00 Uhr). Rund 160 Menschen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne, das sind etwas mehr als am Vortag.

Weiterhin gilt: Wer sich krank fühlt und grippeähnliche Symptome hat und nicht direkten Kontakt mit einer Person hatte, bei der der Corona-Virus nachgewiesen wurde, soll sich telefonisch bei seinem Hausarzt melden. Dieser entscheidet dann über eine Krankschreibung. Patienten mit begründetem Verdacht sollen dringend den Fahrdienst beziehungsweise den Bereitschaftsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung kontaktieren. Die Nummer ist 116 117.

Update vom 28.03.2020, 13.15 Uhr: Jetzt 42 Fälle im Landkreis Haßberge - Genussfestival in Oberschwappach abgesagt

Die Zahl der bestätigten Corona-Erkrankten steigt im Landkreis Haßberge auf 42. Das Gesundheitsamt hat am Samstag acht neue Covid-19-Fälle im Kreis bestätigt (Stand 28. März, 12.00 Uhr). Die Zahl der Personen, die sich derzeit in häuslicher  Quarantäne befinden, ist hingegen weiter gesunken - auf 154 Personen. 

Das Landratsamt weist zudem mit Mitteilung vom Samstag auf die Regelungen für die Notfallbetreuung der Kinder in den Osterferien hin: Die Notfallbetreuung werde im Bedarfsfall von der Schule in der ersten Ferienwoche von Montag bis Donnerstag und in der zweiten Ferienwoche von Dienstag bis Freitag aufrechterhalten. Sie erstreckt sich bedarfsgerecht auf den Zeitraum von 8 bis 16 Uhr. Ganztags- und Mittagsbetreuungsangebote stehen in diesem Zeitraum nicht zur Verfügung.

Aufgrund der Corona-Krise wird  auch das für Samstag  (18. April) geplante Genussfestival rund ums heimische Bier in Oberschwappach abgesagt. Die Veranstaltung der Brauereien von „Natürlich von hier“ findet dann erst im nächsten Jahr am Samstag, 17. April 2021 in Eltmann statt. 

Das Landratsamt appelliert nochmals an die Bevölkerung, die in Bayern geltenden Ausgangsbeschränkung ernst zu nehmen. Verstöße von Unbelehrbaren werden laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) konsequent sanktioniert. Bayern hat am Freitag einen neuen Corona-Bußgeldkatalog erlassen.

Update vom 27.03.2020, 13.25 Uhr: Zwei weitere Corona-Fälle - Quarantäne-Zahlen fallen

Im Landkreis Haßberge sind zwei weitere Personen positiv auf das neuartige Cornavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Dies teilte das zuständige Landratasamt am Freitag (27.03.2020) mit. Damit liegt die Gesamtzahl bei derzeit 36 Fällen (Stand 27.03.2020, 13 Uhr). 257 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Quarantäne. 

Das Bürgertelefon ist nach wie vor unter der Telefonnummer 09521/27-600 erreichbar - an Wochentagen von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr sowie am Samstag und Sonntag von 9 bis 14 Uhr. Es wird um Verständnis gebeten, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu medizinischen Fragen keine Auskunft geben können. 

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie ist eine geeignete Schutzausrüstung das Allerwichtigste, um zu vermeiden, dass Ärzte, Pfleger, Sanitäter und Rettungskräfte selbst zu Überträgern des Virus werden. Leider sind Schutzanzüge, Einmalhandschuhe, Desinfektionsmittel und Masken FFP 1, 2 oder 3, Gesichtsschutz in Form von Brillen oder ganzheitlicher Gesichtsschutz und immer noch Mangelware.

Der Landkreis Haßberge ruft deshalb ihre Firmen und Unternehmen auf: Wer dringend benötigte Schutzanzüge, Masken, Einmalhandschuhe und Desinfektionsmittel hat, die zurzeit nicht benötigt werden, möge bitte ein Angebot per E-Mail an fuegk-material@landratsamt-hassberge.de senden. 

 

Update vom 26.03.2020, 16.30 Uhr: Vier neue Corona-Fälle

Insgesamt sind nun 34 Menschen aus den Haßbergen mit dem Coronavirus infiziert. 282 befinden sich aktuell in häuslicher Quarantäne.

Update vom 26.03.2020, 10.00 Uhr: 30 Infizierte in den Haßbergen

Im Landkreis Haßberge gibt es einen neuen Stand der Entwicklungen rund um das Coronavirus: Mittlerweile gibt es 30 Infizierte dort. Insgesamt befinden laut Angaben des Landratsamtes 271 Menschen in häuslicher Isolation beziehungsweise Quarantäne. 

Ein Infizierter wird demnach aktuell in einer Klinik betreut. Das örtliche Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der Betroffenen. 

Update vom 24.03.2020, 16.05 Uhr: Vier neue Corona-Fälle

Das Gesundheitsamt Haßberge bestätigt vier weitere Fälle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 24 erkrankte Personen (Stand: 24. März, 14.30 Uhr). Insgesamt 280 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Qua-rantäne.

Update vom 22.03.2020, 12.00 Uhr: Zwei neue Corona-Fälle

In den Haßbergen gibt es neue Coronavirus-Infektionen. Das bestätigte das Gesundheitsamt am Montag (23. März 2020).

Aktuell befinden sich rund 240 Menschen aus dem Landkreis in Quarantäne. 20 Infizierte gibt es insgesamt in der Region. 

Auch ein Arzt der Haßberg-Kliniken, Haus Ebern, wurde positiv getestet. Die Klinik hat sofort alle nötigen Vorkehrungen getroffen. Der Mediziner befindet sich in häuslicher Isolation

Bei Fragen stehen Beamte über  das Bürgertelefon unter 09521/27600 zur Verfügung.  

Update vom 21.03.2020, 10.45 Uhr: Jetzt 16 Coronavirus-Infektionen in den Haßbergen

Mittlerweile gibt es 16 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Haßberge. Das gab das Landratsamt am Samstagmorgen (21. März 2020) bekannt. 

Zum Wochenende wurden rund 230 Menschen aus der häuslichen Quarantäne entlassen. Somit befinden sich aktuell noch 220 Menschen in Isolation. 

Update vom 20.03.2020, 15.35 Uhr: Zahl der bestätigten Fälle steigt auf 15 - Teststation "überrannt"

Im Landkreis Haßberge sind vier weitere Personen positiv auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Dies teilt das Landratsamt am Freitagnachmittag (20.03.2020) mit. Damit liegt die Gesamtzahl kreisweit bei insgesamt 15 bestätigten Fällen. Das Gesundheitsamt Haßberge ermittelt wie gewohnt routiniert mögliche Kontaktpersonen und Infektionsquellen. Aktuell werden weitere begründete Verdachtsfälle überprüft. Rund 450 Personen befinden sich derzeit in häuslicher Isolierung.

Wie das Landratsamt außerdem berichtet, ist die für den KVB in Haßfurt neu eingerichtete zentrale Teststation am Donnerstag förmlich überrannt worden. Was eigentlich als Ergänzung und zur Entlastung der mobilen Testteams, die mutmaßlich Erkrankte zu Hause besuchen, und der Hausärzte gedacht war, sah sich mit einem nicht zu bewältigenden Andrang konfrontiert. Hauptgrund sei gewesen, dass die KVB ein neues elektronisches System zur Terminvergabe getestet habe. Leider sei der zugeteilte Code sowie der Standort der Teststation innerhalb weniger Minuten über Facebook, Whatsapp und sonstige soziale Medien weiter verbreitet worden. Binnen einer Stunde war der Ansturm enorm. Zudem fuhren zahlreiche Bürger aus eigener Initiative zur Screening-Station – auch aus benachbarten Landkreisen.

Der hohe Andrang – rund 350 Personen waren vor Ort - führte zu langen Rückstaus und Wartezeiten über mehrere Stunden. Landrat Wilhelm Schneider appelliert eindringlich an die Vernunft der Bürgerinnen und Bürger: „Wir befinden uns in einer Krise, hier sind alle gefordert.“  Personen, die keinen Termin für die Abstrichentnahme über die Telefonnummer 116 117 vereinbart haben, haben an der Teststation nichts zu suchen.“ Der Landkreis Haßberge trifft verschiedene Vorkehrungen, damit der Betrieb auch an der zweiten Teststation ordnungsgemäß ablaufen kann. Die Probenahme-Einrichtung, die vom KVB genutzt wird, wird an einem anderen Standort aufgebaut.

Es wird noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass an den zentralen Teststationen nur Rachenabstriche von Personen genommen werden, die vorher einen Termin erhalten, aus dem Landkreis Haßberge kommen und Symptome haben.

Update vom 19.03.2020, 19.00 Uhr: Zwei neue Coronavirus-Fälle in den Haßbergen

Mittlerweile gibt es elf bestätigte Coronavirus-Infektionen im Kreis Haßberge: Alle Informationen dazu finden Sie hier.

Update vom 19.03.2020, 10.45 Uhr: So verfahren wir mit Aktualisierungen

Aufgrund der hohen Dynamik der Infektionszahlen aktualisieren wir die Fallzahlen nicht mehr mehrmals am Tag. Daher kann es vorkommen, dass die letzten Zahlen von Angaben an anderer Stelle abweichen. Regelmäßig überprüfen wir die Zahl der Infizierten im Landkreis und vermelden sie dann hier in unserer Frankenkarte. Sollte es besondere Entwicklungen geben wie etwa Maßnahmen, die speziell den Landkreis betreffen oder andere Informationen, die über das Vermelden von Fallzahlen hinausgehen, aktualisieren wir den Artikel. 

Aktuelle Informationen zur Entwicklung des Coronavirus in Deutschland erfahren Sie in unserem Newsticker.

Update vom 19.03.2020, 08.00 Uhr: Neun Fälle von Coronavirus in den Haßbergen

Im Landkreis Haßberge gibt es einen weiteren neuen Corona-Fall. Die Gesamtzahl liegt bis zum Stand Mittwoch, 18. März, 14 Uhr, bei neun Fällen. Ein Patient wird nach wie vor in einer Klinik betreut und versorgt. Die acht weiteren Betroffenen befinden sich in häuslicher Quarantäne; ihnen geht es gut, sie sind nicht schwer erkrankt.

Für rund 470 Bürger wurde mittlerweile die häusliche Isolation angeordnet. Aktuell werden begründete Verdachtsfälle überprüft. Die Auswertung der Rachenabstriche kann bis zu zwei Wochen dauern. Das Ergebnis wird dem Betroffenen auf alle Fälle mitgeteilt.

Update vom 16.03.2020, 17.15 Uhr: Zahl der Infizierten steigt auf acht

Im Landkreis Haßberge sind zwei weitere Personen positiv auf das neuartige Coronavirus SARS-CoV-2 getestet worden. Damit liegt die Gesamtzahl kreisweit bei derzeit acht Fällen. Bei den neuen Fällen ermittelt das Gesundheitsamt aktuell mögliche Kontaktpersonen.

 

Das Virus wurde bei einer Schülerin des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt festgestellt. Sie besucht dort die Klasse Q12. Den Lehrern und Schülern dieser Klasse wird empfohlen sich für 14 Tage häuslich zu isolieren und den Kontakt zu weiteren Personen zu minimieren. Wer Symptome aufweist, bitte den Hausarzt oder den Bereitschaftsdienst unter 116117 kontaktieren.

Die direkten Kontaktpersonen der Schülerin wurden dem Landratsamt übermittelt und werden nun durch das Gesundheitsamt kontaktiert.

Der zweite neue Fall betrifft einen Mann aus der Gemeinde Aidhausen.

Für über 400 Bürgerinnen und Bürger wurde mittlerweile die häusliche Isolation angeordnet. Diese werden täglich angerufen und bei Bedarf beraten. Mittlerweile sind im Landratsamt Haßberge rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter damit beschäftigt, die aktuelle Corona-Situation zu bewältigen. Unter anderem trifft sich der Krisenstab täglich, in dem das weitere Vorgehen besprochen wird, um die Bevölkerung bestmöglich zu schützen und zu betreuen.

Update vom 15.03.2020, 16.30 Uhr: 350 Menschen in Isolation

Im Landkreis Haßberge gibt es aktuell (Sonntag, 15.03.20, 13.30 Uhr) keinen weiteren neuen Coronafall. Die Gesamtzahl liegt damit kreisweit bei derzeit sechs Fällen. Bei allen positiv getesteten Patientinnen und Patienten hat das Gesundheitsamt Haßberge mittlerweile alle Kontaktpersonen ermittelt und telefonisch informiert.

Für über 350 Bürgerinnen und Bürger wurde die häusliche Isolation angeordnet. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass diese Personen auch mit dem Corona-Virus infiziert sind. Die Quarantäne ist eine Präventionsmaßnahme, um die Ausbreitung der Infektion möglichst zu verlangsamen.

Die Quarantäne ist wichtig. Sie dient dem eigenen Schutz und dem Schutz von uns allen vor Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus und soll die Verbreitung der Erkrankung verhindern. "Es ist wichtig, dass die Quarantäne auch eingehalten wird", betont Landrat Wilhelm Schneider. Dies gilt auch für Betroffene, die keine Beschwerden haben sollten. Zu beachten ist: Verstöße gegen eine angeordnete Quarantäne können mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

Die häusliche Quarantäne wird überwacht, das heißt konkret: die über 350 Personen, die sich in häuslicher Isolation befinden, werden täglich vom Gesundheitsamt angerufen. Neben der Abfrage des gesundheitlichen Zustands dient der Anruf auch der Kontrolle, ob die angeordnete Quarantäne eingehalten wird. Bestehen Zweifel, dass sich die betroffene Person nicht an die Quarantänevorgaben hält, kann die Einhaltung der Vorgaben von der Polizei überprüft werden.

Erst das Gesundheitsamt hebt die Quarantäne auf - auch bei einem negativen Testergebnis.

Die Labors arbeiten mit Hochdruck, dennoch kann es bis zu 14 Tage dauern, bis den Betroffenen das Testergebnis mitgeteilt werden kann. Vorrangig werden die Personen telefonisch informiert, deren Test ein positives Ergebnis ergab.

Landrat Wilhelm Schneider bedankt sich bei allen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis, die sich vorbildlich verhalten, die Lage ernst nehmen, aber nicht in Panik verfallen und vor allem ein enormes Engagement in der Nachbarschaft an den Tag legen.

 

 

Update vom 13. März, 18.10 Uhr:

Das Haßfurter Landratsamt bestätigte am Freitagnachmittag, dass sich drei weitere Personen aus dem Landkreis Haßberge mit dem Coronavirus infiziert haben. Betroffen sind ein ein Ehepaar aus Haßfurt sowie ein Patient aus Riedbach. Welche Auswirkungen die Ansteckungsgefahr auf den Schul- und Kindergartenbetrieb im Landkreis Haßberge hat und welche Veranstaltungen bereits abgesagt wurden, lesen Sie hier.

Außerdem: Das ärztliche Rettungssystem ist mit Corona am Limit angekommen. Ein Insider erzählt, warum das KVB-Bereitschaftstelefon ständig besetzt ist, warum der Bereitschaftsarzt über das Ergebnis der Abstriche nicht Bescheid sagen kann und warum die Leute einfach mehr Geduld haben müssen.

Update vom 13. März 2020, 12:45 Uhr:

Momentan erreichen die Redaktion im Minutentakt Absagen von Veranstaltungen. So wird zum Beispiel die Auftaktveranstaltung zum 900. Jubiläum des Königsberger Stadtteils Altershausen, die am Samstag, 14. März in der dortigen Haßberghalle mit der Charity Band der Realschule Hofheim stattfinden sollte, auf Grund der neuen Situation abgesagt.

In den Schulen des Landkreises herrscht noch Hochbetrieb. Die Leitungen beraten über Maßnahmen für die nächste Woche, am Nachmittag sind erste Informationen zu erwarten.

Um 14 Uhr findet im Landratsamt ein Treffen der Bürgermeister aus dem Landkreis beim Landrat Wilhelm Schneider statt. Die Gemeinde- und Stadtchefs werden über den aktuellen Stand informiert. Eine Pressemitteilung kündigte für den späten Nachmittag die Pressesprecherin des Landratsamtes Monika Göhr an.

Im Kreis Haßberge hat am Dienstag (10. März 2020) große Aufregung geherrscht. Der erste Corona-Fall des Landkreises sorgte buchstäblich für Chaos. Zunächst ging man davon aus, dass ein 16-jähriges Mädchen, eine Schülerin in Eltmann, sich mit dem Coronavirus infiziert hatte. Kurze Zeit später wurde revidiert: Die Proben seien vertauscht worden. Am Mittwochnachmittag, die Nachricht aus dem Landratsamt: Der erste bestätigte Corona-Fall im Landkreis kommt doch aus Eltmann! Der Nachtest hat ergeben, das Mädchen aus der Realschule Eltmann ist infiziert. Das Ergebnis ihrer Schwester in Hofheim steht noch aus.

Update vom 11.03.2020, 16.16 Uhr: Zentrale Anlaufstelle vor Eltmanner Freibad errichtet

Um von den Kontaktpersonen der Schülerin aus Eltmann Abstriche entnehmen zu können, wurde am Mittwochnachmittag eine zentrale Anlaufstelle vor dem Eltmanner Freibad aufgebaut. Mit Hilfe des THW Haßfurt wurden dort Stromleitungen verlegt und ein Anhänger aufgestellt. Die betroffenen Personen wurden durch das Gesundheitsamt informiert. Es werden "dort nach Terminplan ausschließlich die als Kontaktpersonen ermittelten Personen getestet, die einen direkten Bezug zu dem aktuellen Fall haben", ließ Landrat Schneider verlauten.

Ein Teil der Dr.-Georg-Schäfer-Straße wurde halbseitig gesperrt, um einen Parkplatz für die zu testenden Personen zu improvisieren.

Update vom 11.03.2020, 15.37 Uhr: Landratsamt gibt Entwarnung für Hofheim

Für "die Realschule Hofheim kann Entwarnung gegeben werden. Der Unterricht läuft dort am Donnerstag wie gewohnt weiter.", heißt es vom Landratsamt Haßberge. Damit findet der Unterricht in Eltmann und Hofheim am Donnerstag wieder statt. Ausnahme ist die Wallburg-Realschule Eltmann, diese bleibt bis mindestens 20. März geschlossen.

Update vom 11.03.2020, 14.44 Uhr: Erster bestätigter Corona-Fall ist aus Eltmann, erklärt das Landratsamt

Das 16-jährige Mädchen aus der Wallburg-Realschule Eltmann wurde positiv auf Corvid-19 getestet, informierte am Mittwochnachmittag das Landratsamt Haßberge. Gestern hatte es Verwirrung darüber gegeben, ob die Probe von ihr und der 13-jährigen Schwester aus Hofheim vertauscht worden sind. Am Mittwochnachmittag bestätigte ein zweiter Test den ersten Verdacht. Das Mädchen aus Sand, das in Eltmann zur Schule geht, ist der erste bestätigte Corona-Fall im Landkreis Haßberge. Sie zeigt keine Symptome und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Jetzt ermittelt das Gesundheitsamt Kontaktpersonen, die mit der Schülerin in engerem Kontakt standen. Das Testergebnis ihrer Schwester steht noch aus, wird aber im Laufe des Nachmittags erwartet.

Das Landratsamt bittet um Mithilfe:

"Um den Kreis der Kontaktpersonen der erkrankten Schülerin einzugrenzen, wird darum gebeten, dass sich alle Gäste, die am Freitag, 6. März, bei einer Geburtstagsfeier im Anglerheim in Sand waren, sich an das Bürgertelefon wenden sollen, um sich registrieren zu lassen, Telefon 09521/27-600. Unter der gleichen Rufnummer sollen sich bitte auch alle Personen melden, die vom 2. bis 6. März, mit dem Bus mitgefahren sind, der morgens um 7.30 Uhr am Kriegerdenkmal in Sand und am Nachmittag um 13.12 Uhr an der Haltestelle, Limbacher Straße in Eltmann, abfährt."

In Eltmann wird eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, um bei Betroffenen mit Symptomen Rachenabstriche zu nehmen. "Landrat Wilhelm Schneider weist ausdrücklich darauf hin, dass dort nach Terminplan ausschließlich die als Kontaktpersonen ermittelten Personen getestet werden, die einen direkten Bezug zu dem aktuellen Fall haben. ", heißt es in der Pressemitteilung.

Information zur Schließung der Schulen

Die Wallburg-Realschule Eltmann bleibt bis mindestens 20. März geschlossen. "In der Grund- und Mittelschule Eltmann läuft der Unterricht ab Donnerstag wie gewohnt weiter. Dies gilt auch für die Grund- und Mittelschule in Hofheim.", teilt das Landratsamt mit. Informationen zur Realschule Hofheim stehen noch aus.

Update vom 10.03.2020, 15.22 Uhr: Realschule Eltmann hat morgen geschlossen, Landrat ordnet Nachuntersuchung an

Es gibt bislang keinen nachgewiesenen Fall von Corona an der Wallburg-Realschule. Dennoch entschloss Schulleiterin Manuela Küfner zu einer Vorsichtsmaßnahme, die die Schule um 14.50 Uhr auf ihrer Internetseite vermeldete: So fällt der Unterricht für alle Schüler am Mittwoch, 11. März, aus.

Praktikanten sollten eine selbstständige Krankmeldung beim Arbeitgeber abgeben und am Mittwoch auch daheim bleiben. Die Wallburg-Realschule bittet Kinder, Jugendliche und Eltern, regelmäßig die Homepage zu besuchen und nach aktuellen Meldungen zu schauen.

Als Vorsichtsmaßnahme empfahl das Landratsamt Haßberge am späten Dienstagnachmittag, dass am Mittwoch folgende Schulen nicht für den Betrieb geöffnet sind: In Hofheim: die Mittelschule, die Realschule und die Grundschule. In Eltmann: die Realschule, die Mittelschule und die Grundschule. Eltern ist an diesem Tag somit gestattet, auch ohne Rücksprache mit den Schulen ihre Kinder daheim zu lassen und eigenständig zu betreuen.

Das Landratsamt Haßberge meldete am Dienstagnachmittag, dass auf Grund der vertauschten Proben, immer noch Unsicherheit über das tatsächliche Ergebnis bestehe. Um Klarheit zu schaffen, ordnete Landrat Wilhelm Schneider eine Nachuntersuchung an, teilte Pressesprecherin Monika Göhr mit. Sobald das Ergebnis feststeht, informiere das Landratsamt unmittelbar.

Update vom 10.03.2020, 12.30 Uhr: Kommt jetzt Quarantäne in Hofheim?

Bis zur Stunde weiß der Direktor der Jacob-Curio-Realschule Hofheim, Stefan Wittmann, noch nichts von seinem "Glück", das ergab ein Anruf der Redaktion an der Schule. Gleichwohl wird hier aber dann genauso gehandelt wie in solchen Fällen vorgesehen. Die Schüler der betroffenen Klassen bleiben mindestens bis zum Wochenende zuhause, auch die Lehrer bleiben in Quarantäne. Was an der Hofheimer Realschule sicherlich nicht einfach ist. Hier werden 260 Schüler in elf Klassen durch 25 Lehrer (auch in Teilzeit) unterrichtet.

Schon seit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung des bayerischen Gesundheitsministeriums vom 6. März 2020 hat die Realschule Hofheim sich an die dort beschriebenen Maßnahmen gehalten. Realschuldirektor Wittmann spricht von zwei bis drei Eltern, die sich nach der Rückkehr aus Risikogebieten gemeldet haben. Dementsprechend bekamen die Kinder 14 Tage schulfrei, um eventuelle Ansteckungen zu verhindern.

Update vom 10. März 2020, 12.15 Uhr: Schule in Eltmann doch nicht geschlossen

Die Eltmanner Realschule plus Mittel- und Grundschule müssen doch nicht geschlossen werden. Auch die 60 Schüler und elf Lehrer, die gestern noch in Quarantäne geschickt wurden, dürfen morgen wieder in die Schule.

Bei der ersten Corona-Infizierten im Landkreis handelt es sich um ein 13-jähriges Mädchen aus Hofheim, sie besucht dort die 7. Klasse der Realschule.

Update vom 10. März 2020, 11 Uhr: Pressekonferenz zum ersten Corona-Fall im Kreis Haßberge

Die mit dem Corona-Virus infizierte Schülerin kommt aus Hofheim und ist die Schwester der ursprünglich für infiziert gehaltenen 16-jährigen Schülerin aus Eltmann. Die Proben wurden vertauscht. Bisher zeigt die Infizierte nur sehr leichte Symptome. Zusammen mit ihrer Familie hatte sie in den Faschingsferien einen Skiurlaub in Südtirol verbracht. Die anderen vier Familienmitglieder wurden negativ getestet. Außerdem gibt es fünf weitere Verdachtsfälle im Landkreis.

Das Landratsamt bittet um Mithilfe, um alle Kontaktpersonen der Hofheimerin ausfindig zu machen, um damit eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Dazu sollen in Eltmann und Haßfurt zwei Testzentren eingerichtet werden (Details, Adressen, etc. folgen).

Die Familie der infizierten 13-Jährigen hat am 6. März eine Geburtstagsfeier im Anglerheim in Sand besucht. Dazu wird in Kürze eine Bürgerhotline geschalten.

Ursprünglicher Artikel zur Wallburg-Realschule Eltmann (Dienstag Vormittag)

Die Aufregung im Schulsekretariat der Wallburg-Realschule Eltmann war groß: Das Telefon klingelte Sturm, nachdem Radio Bamberg die Nachricht vom Corona-Verdachtsfall an der Schule verbreitet hatte. Die Sekretärin wiederholte gebetsmühlenartig die wenigen Informationen, die ihr zur Verfügung stehen:

Die 60 Schüler der beiden zehnten Klassen bleiben bis auf weiteres daheim. Ja, auch ihre Geschwisterkinder. Elf Lehrer, die mit dem Infizierten Kontakt hatten, wurden nach Hause geschickt. Für die restlichen Schüler und Lehrer gehe der Unterricht am Dienstag (10. März 2020) bis 13 Uhr wie gewohnt weiter.

Im Risikogebiet angesteckt

Schulleiterin Manuela Küfner sagt: "Wir warten auf die Anweisungen des Gesundheitsamt. Das wurde vom Kultusministerium so geregelt und daran müssen wir uns halten." Klar sei nur, dass sich der vermutlich infizierte Schüler in einem Risikogebiet aufgehalten habe. Auch, wenn die Stimmung angespannt ist, hieß es erst einmal warten: Warten, ob es sich um einen tatsächlich bestätigten Corona-Fall oder einen Verdachtsfall handelt. Warten, wie man sich weiter verhalten soll.

Bei einer Pressekonferenz soll es dann weitere Informationen zu dem Fall geben. Die Schule will die Eltern über das weitere Vorgehen auf Ihrer Homepage auf dem Laufenden halten.

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