Haßfurt
Mediennutzung

Computer bewegen die Schüler

Es war ein Elternabend, wie er am Schulzentrum noch nicht stattfand. Im Mittelpunkt standen Themen wie die Sicherheit im Netz und Fake News.
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Computerspielen muss nicht immer nur Sitzen bedeuten, auch das zeigte der Elternabend "Medien miteiander checken" aller drei Schulen am Schulzentrum Haßfurt, der großen Zuspruch fand.Anke Männer
Computerspielen muss nicht immer nur Sitzen bedeuten, auch das zeigte der Elternabend "Medien miteiander checken" aller drei Schulen am Schulzentrum Haßfurt, der großen Zuspruch fand.Anke Männer
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Er war eine logistische Herausforderung, aber in der Bilanz ein außerordentlich erfolgreiches Projekt, der schulübergreifende Elternabend "Medien miteinander checken", den Gymnasium, Mittelschule und Realschule am Schulzentrum Haßfurt erstmals gestalteten. Die Veranstaltung setzte komplett neue Akzente, nicht nur, weil sich der "Elternabend" gleichermaßen an die Schüler wandte.

"Wir wollten keine Ängste schüren, sondern Sorgen ausräumen", erklärte MiB-Tutorin -MiB: Medien- und Informationstechnische Beratung - Anke Männer bei der Nachbesprechung. Alle Schulen beteiligten sich an Vorbereitung und Umsetzung und es gelang, eine enorme Kompetenz zusammen zu bringen, vom Medienfachberater des Bezirksjugendrings Unterfranken Lambert Zumbrägel über die Kommunale Jugendpflegerin Eva Pfeil, die MiB-Tutoren aller Schulen, bis zu Kriminaloberkommissar Roland Schmied.


Schüler als Workshopleiter

Und auch Schüler fungierten als Workshopleiter. Auch das war eine Zielsetzung des Abends: "Eltern zeigen, dass ihre Kinder durchaus Kompetenzen haben und nicht kopflos im Netz surfen - aber auch den Kindern deutlich machen, dass die Eltern sich durchaus dafür interessieren, was sie da machen", erklärte Angelika Reinhart von der Schulpastoral.

Bei ihr im "Living Room", der Mittagsbetreuung am Schulzentrum, wurde die Idee zu diesem Informationsabend geboren, bei den Schulleitungen rannte sie damit offene Türen ein, denn Themen wie Internetrecherche, Sicherheit im Netz, sichere Passwörter oder das Erkennen von Fake-News sind Themen, die sich durch den gesamten Schulalltag ziehen, ob in Grund- und Mittelschule, wo Marko Aumüller zuständig ist, oder am Gymnasium, vertreten durch Roland Baumann.


Wiederholung geplant

Sehr beeindruckt zeigten sich die Organisatoren auch von den Schülern Felix Hußlein, Jens Heyn, Elena Apolenkin und Sarah Seufert, die Workshops leiteten. "Es passte natürlich ganz gut, dass bei uns in der Realschule die Zehntklässler Workshops für die sechsten Klassen erarbeiten, die den Internet-Führerschein erwerben", so Anke Männer.

120 Eltern und Schüler hatten sich angemeldet, die Herausforderung war, sie so auf die Workshops zu verteilen, dass jeder jedes Thema belegen konnte. Das gelang, weil jeder Workshop viermal lief. "Die Atmosphäre war sehr positiv, sicher hat der Abend auch manches Eltern-Kind-Verhältnis entspannt", ist Eva Pfeil überzeugt. In der Schulsozialarbeit ist sie ständig mit dem Thema Mediennutzung befasst.

Nach der umfassend positiven Resonanz auch der Teilnehmer, ist der Organisatorenkreis überein gekommen, eine solche Veranstaltung regelmäßig alle zwei bis drei Jahre anzubieten.
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