Haßfurt
Bildung

Chile-Apfel reist 12 250 Kilometer

Regionale Erzeuger und Direktvermarkter trafen sich an der Haßfurter Berufsschule zum Essen. Eine Abschlussklasse befasste sich mit der nachhaltigen Ernährung.
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Sehr gelassen und gut organisiert legten die Fachschülerinnen letzte Hand an das Vier-Gänge-Menü, zu dem die Lieferanten eingeladen waren.
Sehr gelassen und gut organisiert legten die Fachschülerinnen letzte Hand an das Vier-Gänge-Menü, zu dem die Lieferanten eingeladen waren.
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Engen Kontakt zu seinen Kunden ist Müllermeister Jochen Schor gewöhnt. Aber dass er von ihnen zum Essen eingeladen wird, ist eher selten. Umso erfreuter nahm er die Einladung in die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung in Haßfurt an. Die Abschlussklasse servierte dort als Abschluss ihres Projekts "Genuss aus der Region - nachhaltig wirtschaften" ein Vier-Gänge-Menü, das keine Wünsche offen ließ. Ergänzend dazu gab es Informationen rund um die Themen "regional Einkaufen", "Fairer Handel" und "Klimaschutz".

Transport verbraucht viel Energie

Zu jeder Jahreszeit findet der Konsument heute ein breites Obst- und Gemüseangebot in Supermärkten. Lebensmittel aus aller Herren Länder sind zur Selbstverständlichkeit geworden.
Dabei vergisst der Kunde häufig die Belastung für die Umwelt, ob durch Transport oder aufwändige Verpackung.
Für die Berufsfachschule ist es wichtig, ihre Absolventen sensibel zu machen für eine regionale und ökologische Auswahl der Lebensmittel, wie bei der kleinen Feier deutlich wurde. Fleisch, Eier und Gemüse von heimischen Erzeugern zu beziehen, schont nicht nur die Umwelt, sondern kurbelt die regionale Wirtschaft an.
Gleichzeitig erhält der Verbraucher Einblick in die Produktion und kann sich von der Qualität der Lebensmittel überzeugen.

Alles aus der Region

So erkannte die Abschlussklasse "Hauswirtschaft" das Thema "Nachhaltige Ernährung" als spannendes Thema für ihr drittes Projekt. Fünf Wochen dauerte die Planungs- und Vorbereitungsphase, bis dann als Abschluss zum Vier-Gänge-Menü geladen wurde.
Die Landwirte, Direktvermarkter und Lebensmittelproduzenten, bei denen für das Projekt eingekauft wurde, waren geladen und wurden zunächst mit einem Aperitif und einem Gruß aus der Küche begrüßt. Im frühlingshaft dekorierten Speisesaal der Schule servierten die jungen Berufsschüler dann mit Feldsalat mit Putenspießen an Kartoffeldressing und Gratinierter Zwiebelsuppe zwei Vorspeisen.

Haßfurter Speckmantel

Als Hauptgang wurde Tretzendorfer Damwildrücken im Haßfurter Speckmantel mit Goßmannsdorfer Karotten gereicht. Und in den Spätzle steckte das Mehl von Müllermeister Schor aus Untereuerheim, ebenso in den Waffeln, die als Nachspeise auf Hagebuttensoße und mit Walnusseis gereicht wurde. Die Milch dazu kam aus Ottendorf.
Die Schülerinnen hatten ihr Menü so organisiert, dass sie sich mit ihren Gästen zu Tisch setzen konnten, und im Tischgespräch konnte der zweite Aspekt des Projekts vertieft werden: die Ausstellung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung Landwirtschaft und Forsten zum Thema Nachhaltige Ernährung, durch die die Schülerinnen ihre Gäst
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