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Breitbrunn
Kommunalwahlen

"Bürgergemeinschaft" Breitbrunn hat genug Unterschriften

Die Breitbrunner Liste hat genug Unterschriften, ebenso ist es mit der neuen Sander Liste "öha". Es gibt viele Beispiele für ein Miteinander im Wahlkampf.
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Eines der Beispiele, wo es verhältnismäßig harmonisch zugeht. In Zeil haben sich die SPD (im Hintergrund am Kreisel), die CSU (links) und die Überparteiliche Zeiler Liste (rechts) am Wochenende getroffen, um gemeinsam Wahlplakate aufzustellen. Man kennt sich und man hilft sich.  Foto: Brigitte Krause
Eines der Beispiele, wo es verhältnismäßig harmonisch zugeht. In Zeil haben sich die SPD (im Hintergrund am Kreisel), die CSU (links) und die Überparteiliche Zeiler Liste (rechts) am Wochenende getroffen, um gemeinsam Wahlplakate aufzustellen. Man kennt sich und man hilft sich. Foto: Brigitte Krause

Wenn's jetzt in den Kommunalwahlkampf geht, muss nicht zwangsläufig die "heiße Phase" beginnen. Dass es auch anders geht, beweisen Kommunen im Landkreis. Zum Beispiel die Stadt Zeil, in der die Abordnungen der drei im Stadtrat Zeil vertretenen Parteien am Wochenende gemeinsam und mit gegenseitiger Unterstützung und Absprache die ersten Großwahlplakate an drei Stellen in Zeil aufbauten. "Miteinander nicht gegeneinander" lautete das Motto dieser Aktion, wie der Altbürgermeister Christoph Winkler dazu verlauten ließ.

Breitbrunner Probleme

Oder Breitbrunn, momentan prickelndes Beispiel für die Schwierigkeit, einen ehrenamtlichen Bürgermeister zu finden. Hier hat man wohl weniger Angst vor Aggressionen und Handgreiflichkeiten als vielmehr vor der Arbeitsbelastung, das ein solches Amt mit sich bringt.

Im Gemeinderat jedenfalls scheint es durchaus so etwas die Harmonie zu geben. Auf Initiative der bisherigen Bürgermeisterin Gertrud Bühl hat sich die Liste "Bürgergemeinschaft" gebildet, in der jede der vorher vier Listen (CSU, Freie Wähler, Bürgernahe Lite, Unabhängige Kandidaten) je sechs Kandidaten unterbringen. Noch letzte Woche hatte Gertrud Bühl davon gesprochen, dass noch 40 Unterschriften für die Anerkennung der neuen Liste in der Verwaltungsgemeinschaft Ebelsbach fehlen.

Auf Nachfrage in der Verwaltung konstatierte Matthias Klauda: "Die waren am Freitag schon voll", grünes Licht also für die Bürgergemeinschaft Breitbrunn. Hier ist im Gegensatz zu der Suche nach einem neuen Bürgermeister alles glatt gelaufen. Die Bürger können sich auf der neuen Liste ihre Kandidaten heraussuchen und ihre Kreuzchen vergeben.

Nach dem 23. Januar steht auch fest, dass die Breitbrunner ein weiteres, für eine Kommunalwahl höchst ungewöhnliches Recht haben werden: Sie dürfen eine Person angeben, die sie sich als Bürgermeister wünschen. Vorsicht, wer jetzt denkt, "Daniel Düsentrieb" wäre okay, der kickt sich ins Aus - der Wahlzettel ist mit solchen Späßen dann ungültig.

Würden - "theoretisch", wie Matthias Klauda sagt, 51 Prozent einen Kandidaten angeben, so wäre der tatsächlich (wenn er will) als Bürgermeister gewählt. Ist ein solches klares Mehrheitsvotum nicht erkennbar, steht eine weitere Neuwahl an. Die beiden Personen, die die höchste Stimmenzahl haben, werden von der Gemeindewahlleiterin Gertrud Bühl gefragt, ob sie den Job machen würden. Wollen beide, gibt es eine Stichwahl, will nur einer, muss in drei Monaten eine Neuwahl angegangen werden.

Übrigens: Aufatmen kann seit diesem Montag um 12 Uhr auch die neue Sander Gruppierung "ökologisch humorvoll anders", kurz "öha". Auch diese Liste bekam, wie auf Nachfrage in der Verwaltung deutlich wurde, als Neuling in der Gemeinde genügend Unterschriften zusammen, um antreten zu dürfen. Damit wetteifern um die Gunst der Sander Wähler die öha, CSU/Freie Sander Wähler, SPD und Freie Wähler/Freie Sander Bürger.

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