Dankenfeld
Baumaßnahme

Bürger werden beim Ausbau der Ortsdurchfahrt Dankenfeld nicht zur Kasse gebeten

Auf großes Interesse stieß die Bürgerversammlung in Dankenfeld, bei der es um die Neugestaltung der Ortsdurchfahrt ging.
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Die Staatsstraße 2274 soll ab dem Jahr 2020 in Dankenfeld erneuert werden. Foto: Christian Licha
Die Staatsstraße 2274 soll ab dem Jahr 2020 in Dankenfeld erneuert werden. Foto: Christian Licha

Über 70 interessierte Bürger hatten sich im Festsaal der Gastwirtschaft Böllner versammelt und ließen sich von Bürgermeister Thomas Sechser (CSU) und den eingeladenen Experten über die geplante Neugestaltung der Ortsdurchfahrt informieren.

Die Von-Ostheim-Straße, Hauptverkehrsader von Dankenfeld, soll bei ihrer Sanierung auch durchgehende, genügend breite Gehwege erhalten, damit auch Eltern mit Kinderwägen, ältere Menschen mit Rollator und Schulkinder sich gefahrloser bewegen können. Susanne Grohme vom Ingenieurbüro SRP Schneider & Partner erläuterte die geplante Gestaltung. Barrierefreie Bushaltestellen, mehr Grünflächen, Beseitigung von Straßenschäden und Verbesserung der Entwässerung sind weitere Zielsetzungen. Die Straße soll sechs Meter breit werden und die Gehwege auf jeder Seite eineinhalb Meter. Geplant sind insgesamt vier Engstellen mit einer Straßenbreite von 4,75 Metern. Diese sind notwendig, um an den entsprechenden Stellen die Gehwegbreite sicherzustellen. Außerdem soll damit der Verkehr langsamer durch das Dorf rollen.

Baudirektor Manfred Rott vom Staatlichen Bauamt Schweinfurt betonte aber, dass es wohl nicht die absolute Verkehrsberuhigung werde, weil dazu der Gegenverkehr, der die Autofahrer vor den Engstellen zum Bremsen bringen könnte, einfach zu gering sei. Die Auswahl der Pflastersteine erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Teilnehmergemeinschaft Dankenfeld.

Bezüglich der Bushaltestellen fand eine Ortseinsicht mit der Polizei und dem Busunternehmer statt. Aus Gründen der Verkehrssicherheit und damit genug Platz für die barrierefreie Gestaltung verfügbar ist, wird die jetzige Haltestelle in der Dorfmitte rund 150 Meter weiter in Richtung Kirchaich verlegt. Der Gehweg wird an den Bushaltestellen um über 20 Zentimeter erhöht. Damit die Steigung nicht zu groß ausfällt, werden jeweils auf vier Meter Länge sanfte Auf- und Abgänge gestaltet.

Mehr Grün soll einfließen

Einer Anregung aus dem Publikum, mit Schwellen auf der Fahrbahn den Verkehr zusätzlich zu beruhigen, erteilte Rott eine Absage. In ganz Bayern gebe es auf Bundesstraßen und Staatsstraßen, wie sie auch die Ortsdurchfahrt ist, keine solchen Hindernisse, sagte er. Grund dafür sei, dass sonst die für den Rettungsdienst vorgegebene Zeit von zehn Minuten, gerechnet von der Abfahrt bis zum Einsatzort, nicht gewährleistet werden könnte.

Zu einer weiteren Frage, ob sogenannter Flüsterasphalt verbaut werden kann, sagte Rott, dass dieser für Ortsdurchfahrten technisch ungeeignet sei. Er werde aber prüfen, ob eventuell eine spezielle Dünnschicht aufgetragen werden kann, die zumindest die Abrollgeräusche der Fahrzeuge halbieren würde.

Auch mehr Grün soll in die Neugestaltung einfließen. Gemeinderat Dieter Dümmler stellte einen Plan vor, nach dem der Platz vor dem Buswartehäuschen an der Abzweigung nach Neuhausen attraktiver gestaltet werden soll. Unter anderem ist hier die Neupflanzung von drei Bäumen vorgesehen. An anderen Stellen der Straße gebe es wenig Möglichkeiten auf öffentlichem Grund, sagte Dümmler. Wünschenswert wäre es, wenn Anwohner bereit wären, zum Beispiel mit Fassadenbegrünung oder anderen Maßnahmen, zur Verschönerung beizutragen. Interessenten werden gebeten, sich mit der Gemeindeverwaltung in Verbindung zu setzen.

Baubeginn soll im Jahr 2020 sein. Zur Dauer der Baumaßnahme lasse sich momentan noch keine konkrete Zeitangabe nennen, erklärte Baudirektor Rott. Die Kanalsanierung und die Verlegung von Glasfaseranschlüssen bestimmten maßgeblich die Bauzeit, nicht der reine Straßenbau. Eine Vollsperrung werde auch notwendig werden, aber auch hier sei der Zeitraum noch nicht absehbar.

Zum Kanal erklärte Bürgermeister Sechser, dass sich dieser in einem guten Zustand befinde. Deshalb müsse dieser nicht komplett erneuert, sondern nur einzelne Schadstellen müssten ausgebessert werden.

Die Kosten für die Erneuerung der Ortsdurchfahrt tragen die Teilnehmergemeinschaft Dankenfeld, die Gemeinde Oberaurach und das Staatliche Bauamt. Die Anlieger müssen sich nicht daran beteiligen.

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