Kirchlauter

Brühl bekommt 100 Prozent

Die SPD im Kreis steht hinter ihrem Landratsfavoriten aus Eltmann.
Artikel drucken Artikel einbetten
48 Delegierte stimmten über die Bewerber der Landrats- und Kreistagswahl ab.
48 Delegierte stimmten über die Bewerber der Landrats- und Kreistagswahl ab.
+3 Bilder

Mit einem überzeugenden Ergebnis von 100 Prozent ist Wolfgang Brühl zum Landratskandidaten der SPD nominiert worden. Die 48 Delegierten sprachen dem 51-Jährigen am Samstag im Oskar-Kandler-Zentrum in Kirchlauter ihr vollstes Vertrauen aus. "Auch wenn es ein sozialistisches Ergebnis ist, nehme ich die Wahl selbstverständlich gerne an", kommentierte Brühl mit einem Augenzwinkern das Ergebnis.

Kreisvorsitzende Johanna Bamberg-Reinwand zeigte sich zuversichtlich, bei den Kommunalwahlen ein gutes Ergebnis erreichen zu können. Neben dem Landratskandidaten Wolfgang Brühl stelle man auch eine Reihe Bürgermeisterkandidaten. In Haßfurt möchte Stephan Schneider zukünftig an der Spitze der Stadt stehen, genauso wie Martin Horn in Ebelsbach, Steffen Kropp in Rentweinsdorf und Melanie Kaufhold in Stettfeld. Mit Thomas Stadelmann (Zeil), Karl-Heinz Kandler (Kirchlauter), Wolfram Thein (Maroldsweisach), Jürgen Hennemann (Ebern) und Helmut Dietz (Untermerzbach) habe man bereits gezeigt, dass die SPD engagierte Bürgermeister stellt, die ihr Amt wieder verteidigen werden.

Eine gute Mischung

Für die Kreistagswahl habe man neben den bisherigen Kreisräten auch viele neue Gesichter, quer durch alle Alters- und Berufsgruppen sowie aus allen Ecken des Landkreises, die zukünftig ihre Heimat politisch mitgestalten wollen.

Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann, der auch Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag ist, stellte die Arbeit der aktuell zwölf SPD-Kreisräte in dem Gremium vor. Gleichzeitig hob er Wolfgang Brühl als einen hervorragenden Kandidaten hervor, der als Kreisrat, Stadtrat in Eltmann und Mitglied des Verwaltungsausschusses der Haßberg-Kliniken bereits über eine umfangreiche kommunalpolitische Erfahrung verfüge.

Mit einem Zehn-Punkte-Plan stellte Brühl seine Absichten vor, den Landkreis in Zukunft lenken zu wollen. Besonders am Herzen liegt Brühl als Ausbildungsleiter beim BRK Haßberge das Thema Gesundheit, wie er erwähnte. Für die Haßberg-Kliniken müsse man sich Zukunftsmodelle überlegen, damit die heimischen Krankenhäuser nicht zwischen großen Kliniken in Schweinfurt, Bamberg und Coburg zerrieben werden. Als kleines Haus sei man aber sehr wohl gut für die Zukunft aufgestellt, um eine altersgerechte medizinische Versorgung bieten zu können.

Kommunen müssen mehr tun

In Sachen Hausarztversorgung müssten die Kommunen mehr Leistungen einbringen, damit die Standorte attraktiver für den Ärztenachwuchs gestaltet werden können, so Brühl. Auch der Landkreis müsse hierzu beitragen. Der Katastrophenschutz könne ebenfalls effektiver gestaltet werden. Etwa bei einem Massenanfall von Verletzten bekomme jeder Patient eine manuell ausgefüllte Sichtkarte, die auf die Schwere der Verletzung hinweist. Dies könne mit Einführung technischer Hilfsmittel, die es bereits auf dem Markt gibt, wesentlich zügiger gestaltet werden. Als potenzieller neuer Landkreischef wolle Brühl auch die Koordination zum Bau eines gemeinsamen Hallenbades im Maintal zusammenführen und nicht nur Entscheidungen abnicken. Nur gemeinsam sei eine Realisierung zu schaffen.

Die Stadt Haßfurt als glänzendes Beispiel bei der umweltverträglichen Energieversorgung stellte Brühl ebenfalls heraus. Wasserstoff als überlegene Technologie würde er auch an anderen Standorten im Landkreis als Pilotprojekt einführen wollen.

Außerdem stehen die Themen altersgerechtes Wohnen, Bildung, Kompetenzzentrum, Mobilität, Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie die flächendeckende Versorgung von Mobilfunk und schnellem Internet auf der Agenda des einstige SPD-Kreisvorsitzenden, der 13 Jahre die Geschicke der Partei im Landkreis erfolgreich führte.

Kommentare (1)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren