Breitbrunn
Neujahrsempfang

Breitbrunn ist eine aktive Kommune

Die Gemeinde Breitbrunn würdigte ehrenamtliches Engagement und zeichnete verdiente Bürger aus.
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Die Vorschulkinder des Kindergartens Breitbrunn begeisterten die Gäste des Neujahresempfangs.  Sabine Weinbeer
Die Vorschulkinder des Kindergartens Breitbrunn begeisterten die Gäste des Neujahresempfangs. Sabine Weinbeer
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Rund 200 Bürger, "die mehr tun, als sie müssten", hatte Breitbrunns Bürgermeisterin Gertrud Bühl (FW) am Sonntag zum Neujahrsempfang für die Ehrenamtlichen in das Gemeindezentrum eingeladen. Einige von ihnen wurden für besondere Leistungen ausgezeichnet; allen gemeinsam dankte die Bürgermeisterin dafür, dass sie Freizeit und Herzblut investieren, um Breitbrunn zu einer lebenswerten Gemeinde mit einem besonderen Gemeinwesen zu machen.

Seit 2009 gibt es diesen Neujahrsempfang in Breitbrunn, weil so viel im Gemeinwesen von Ehrenamtlichen getragen werde, so Gertrud Bühl. Wenn die Ehrenamtlichen einmal streiken würden, dann würde es seht still in der Gemeinde, auf den Sportanlagen, in den Kirchen und im menschlichen Miteinander. Ehrenamtliche in Breitbrunn, das sind Feuerwehrleute und Sporttrainer, Bürgerbusfahrer und Trikotwäscherinnen, Gemeinderatsmitglieder, Organisten, Mesner und Büchereihelferinnen, Aktive im Bürgerdienst oder rund um den Kreuzweg, Heimatforscher, Musiker, Schauspieler und viele mehr. Sie alle waren eingeladen zu einem bunten Rahmenprogramm, gestaltet vom "Sängerkranz" Zeil, den Vorschülern des Kindergartens, der Ballettgruppe "Magical Moves" und dem klassischen Gitarristen Julian Dünninger, der mit seiner Familie jetzt in Breitbrunn lebt. Dazu gab es ein Buffet und die Gelegenheit, sich auszutauschen.

Die Bürgermeisterin dankte den 36 Tänzerinnen, die unter dem Dach des VfR Hermannsberg-Breitbrunn als "Magical Moves" mehrfach pro Woche trainieren. Kathi und Franzi Hofmann, Annkathrin und Madeleine Schleicher, Jule Moritz und Johanna Lang bewarben sich mit einem Video beim DAK-Dance-Contest in Ingolstadt. Unter 5000 Bewerbern schafften sie es über ein Online-Voting in den Wettbewerb, tanzten klassisch ein Stück von David Garrett und holten sich damit bei den Teens den zweiten Platz. Zudem waren sie die beste bayerische Teilnehmergruppe. Die gesamte Truppe in allen Altersklassen zeigte später beim Empfang, was sie beim Training in der alten Schule so erarbeiten.

Zu den Tänzerinnen gehört auch Annalena Hofmann. Die 15-Jährige aus Lußberg war außerdem auch als Eiskunstläuferin erfolgreich. In der Kür der Figurenläufer sicherte sie sich bei der unterfränkischen Meisterschaft im Eiskunstlauf den dritten Platz.

Elf Jahre alt und ein zierliches Mädchen ist Jule Greul. Die Elfjährige ist jedoch eine Senkrechtstarterin im Kickboxen, das sie in der Sportschule Schorn in Ebern lernt. Durch zahlreiche Titel und vordere Platzierungen, unter anderem drei zweite Plätze bei der Weltmeisterschaft in Florida und zwei erste Plätze bei den "Black Belt Masters" in Worms, holte sie sich Platz eins der deutschen Wertungsrangliste im Pointfighiting gleich in zwei Gewichtsklassen, nämlich bis 28 und bis 32 Kilogramm. Damit belegt Jule Greul aus Breitbrunn den sechsten Platz der Weltrangliste im Pointfighting ihrer Altersklasse, der Jugend B. Sie ist Mitglied im A-Nationalkader und im Bayernkader.

Auch Dariusz Strätz ist Kickboxer. 2013 wurde er Weltmeister, auch 2016 sammelte er viele Erfolge, die ihm in der Jugend A bis 63 Kilogramm den vierten Platz der deutschen Wertungsrangliste einbrachten. Auch er ist Mitglied im A-Nationalkader und im Bayernkader.

Judo, Fußball und Klavierspielen sind die Hobbys von Tom Frank. Deutsch ist sein Lieblingsfach, aber ausgezeichnet wurde er für seine Erfolge als Mathematik-Crack. Er wurde Kreissieger im Landkreis Haßberge und beim Bezirksentscheid in Würzburg holte er den vierten Platz.

Gleich zweimal 40 Jahre ehrenamtliches Engagement kann Ludwig Bühl vorweisen. Die Bürgermeisterin ehrte ihn vor allem als Vorsitzenden des Sportanglervereins, dem Bühl seit der Gründung vorsteht. Im Sommer begeht der Verein sein 40-jähriges Bestehen. Ebenso lange ist Ludwig Bühl als Schiedsrichter für den VfR Hermannsberg-Breitbrunn tätig, in dem er auch andere Funktionen wahrnahm. Über 30 Jahre lang leitete der frühere Gemeinderat und aktive Fußballer dort den Altherren-Fußball.

Monika und Manfred Gapon engagieren sich im Tennisverein, der ebenfalls zum VfR gehört. Sie ist seit 25 Jahren im Vorstand aktiv, seit 23 Jahren Vorsitzende, Manfred Gapon gehört der Vorstandschaft seit 1990 an und ist dort als Sportwart tätig. Als Platzwart ist Herbert Käb seit 1988 beim Tennisverein verantwortlich. Außerdem war er aktiv beim Bau des Kreuzwegs und gehört heute zum Rasenpflege-Team. Seine Frau Annemarie unterstützt er bei deren Tätigkeit für die VHS. Seit zehn Jahren ist sie zuständig für die Erwachsenenbildung und packt auch bei der Bewirtung verschiedener Veranstaltungen wie dem Generationencafé an. Über 20 Jahre lang war sie in der Pfarrbücherei tätig und engagierte sich in der Jugendarbeit. Für den Kreuzweg engagiert sie sich ebenso wie Magda Künnell, die für 30 Jahre an führender Position in der KAB ausgezeichnet wurde. Sie hat die Frauentreffs aktiv begleitet, die Seniorenehrungen organisiert und seit ihrem Eintritt in den Ruhestand ist sie Ansprechpartnerin für den Breitbrunner Bürgerdienst mit vielfältigen Koordinationsaufgaben.

Alfons Griebel wurde geehrt für seine 30-jährige Tätigkeit im Wasserzweckverband Veitensteingruppe und für sein ehrenamtliches Engagement bei der Feuerwehr Kottendorf; nach 18 Jahren als Zweiter wurde er vor zehn Jahren Erster Kommandant der Wehr.

Ein weiteres Dankeschön galt Irmhilde Sauer, die im Sommer in den Ruhestand gehen wird - kurz bevor sie 40 Jahre lang Leiterin des Kindergartens Breitbrunn wäre. Sie habe sich vor allem auch in organisatorischen Dingen bei verschiedenen Umbaumaßnahmen eingesetzt, lobte Bürgermeisterin Gertrud Bühl.

Viele der Geehrten "wollen eigentlich gar nicht gelobt werden", so die Bürgermeisterin. Dazu gehören auch die Schulweghelfer, die täglich dafür sorgen, das die Schulkinder an den Bushaltestellen gefahrlos über die Straße kommen. Dafür erhalten sie einen kleinen Obolus von der Gemeinde -und den sammeln sie ein und spenden ihn regelmäßig für die Gestaltung der gemeindlichen Spielgeräte. Die 650 Euro, die in den vergangenen zwei Jahren zusammenkamen, übergaben die aktuellen Schulweghelfer am Sonntag an die Bürgermeisterin.



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