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Gymnasium Ebern

"Brasilien" holt sich beim Kickerturnier in Ebern den WM-Pokal

Eine "Weltmeisterschaft" am Eberner Gymnasium endet mit einem Favoritensieg, Zugewinn fürs Schulklima und einer Spende.
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Fredi Engelbrecht (kariertes Hemd) und Nicolas Einbecker sicherten sich als Team "Brasilien" den Titel bei der ersten "Kicker-WM" am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern.  Foto: Rudolf Hein
Fredi Engelbrecht (kariertes Hemd) und Nicolas Einbecker sicherten sich als Team "Brasilien" den Titel bei der ersten "Kicker-WM" am Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern. Foto: Rudolf Hein
Brasilien ist rehabilitiert! Mit 10:6 im entscheidenden Spiel sicherte sich der Favorit die Weltmeisterschaft. Zumindest die kleine, auf einem knapp einen Quadratmeter großen Spielfeld im Friedrich-Rückert-Gymnasium in Ebern. Dort wurde, parallel zum Turnier der weltbesten Teams in Brasilien, eine 1. Kicker-WM ausgetragen. Der Wettbewerb, an dem 46 Teams- darunter neun Lehrer-Mannschaften - beteiligt waren, erstreckte sich über vier Wochen. Keine zehn Tage nach der demütigenden 1:7-Niederlage gegen Lahm, Götze, Neuer und Co. hatte "Brasilien" nun also doch Grund zum Feiern.

Das Los entschied

Der Teamname war dem Lehrer-Gespann Fredi Engelbrecht und Nicolas Einbecker zugelost worden. Der Zufallsentscheid führte auch dazu, dass der Endspielgegner ausgerechnet "Australien" hieß. Ein Nobody? Mitnichten! Mit den Schülern Dominik Eirich und Tobias Klehr (beide Q11) hatten die tischfußball-technisch versierten "Brasilianer", die den Ball teilweise tatsächlich "Samba" tanzen ließen, mächtig zu kämpfen, ehe sie sich in drei Spielen (8:10, 10:4, 10:6) durchsetzten. Das spannende Finale fand mitten in der Aula, umringt von einer Traube von Schülern, mit Moderator und Live-Übertragung an die Beamerleinwand statt.

"Deutschland" und "Argentinien" hatten sich schon früher aus dem Wettbewerb verabschiedet und auch die "Niederlande" spielten am Ende keine entscheidende Rolle. Im Spiel um Platz drei musste sich das jüngste Schülerteam "Frankreich" (Steffen Seifert und Lucca Fuchs aus der achten Klasse) gegen "Honduras" (Lukas Ender und Lukas Middelstaedt, Q11) geschlagen geben.

Vier Wochen lang wurde zuvor nach einem festgelegten Spielplan - vergleichbar dem der Fußball-WM - in der Aula der Schule gekickert. Die Schüler trainierten eifrig in Freistunden, vor und nach dem Unterricht, um dem Titeltraum näher zu kommen. Fußballfieber pur also, unter Schülern und Lehrern.

Ein Gewinn

Für die Organisatoren Fredi Engelbrecht, Martin Wolf und Thomas Beck ein durchschlagender Erfolg: "Es sind keine größeren Verletzungen wie Kreuzbandrisse oder Knochenbrüche bekannt geworden", scherzen sie. Neben dem sportlichen Erfolg heben sie hervor, dass Schüler unterschiedlicher Jahrgangsstufen und Klassen, mit denen sie sonst nichts zu tun gehabt hätten, "plötzlich miteinander kickerten". Auch die Duelle Lehrer gegen Schüler hätten die Atmosphäre an der Schule positiv beeinflusst.

Das Ganze hatte einen positiven Nebeneffekt. Als zusätzlichen Ansporn für die Schüler hatte der Rektor, Oberstudiendirektor Klauspeter Schmidt, 30 Cent pro Tor "ausgeschrieben". Bei 913 Treffern im gesamten Turnier kamen 273,90 Euro zusammen, die er berappen muss. Über die "Pro-Kinderhilfe.de" unterstützt das Gymnasium als Unesco-Projektschule mit diesem Betrag die Aktion "Football & Education". Schirmherr ist Nationalspieler Jerome Boateng.

Der "Schul-Weltmeister" erhielt übrigens eine Nachbildung des WM-Pokals, der nun als Wanderpokal am Eberner Gymnasium ausgestellt wird. Womöglich soll künftig zum Ende jedes Schuljahres ein großes Turnier stattfinden.


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