Ebern
Stadtratsentscheidung

Blockheizkraftwerk kommt hinter Schulzentrum

Die Zentrale für das Eberner Nahwärmenetz, die mit Biogas befeuert wird, soll noch heuer östlich des Schulzentrums gebaut werden. Der Eberner Stadtrat segnete die entsprechenden Pläne der Gasuf ab. Der Wärmepreis liegt bei 8,9 Cent je Kilowattstunde.
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In diesem Bereich östlich der Mittelschule (in Richtung Glöckner-Haus) soll das Blockheizkraftwerk mit einer Größe von 20 auf 15 Metern sowie einer Höhe von fünf Meter in den Hang gebaut werden.  Foto: Ralf Kestel
In diesem Bereich östlich der Mittelschule (in Richtung Glöckner-Haus) soll das Blockheizkraftwerk mit einer Größe von 20 auf 15 Metern sowie einer Höhe von fünf Meter in den Hang gebaut werden. Foto: Ralf Kestel
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Das Blockheizkraftwerk, das künftig die Wärme für viele öffentliche Gebäude im Stadtgebiet liefern und gleichzeitig Strom erzeugen soll, kommt auf die bislang landwirtschaftlich genutzte Fläche östlich der Mittelschule.

Diesen Standort legte der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstagabend bei zwei Gegenstimmen fest. Das Kraftwerk soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen und zunächst Mittelschule und Gymnasium versorgen. Damit kommen die Betreiber noch in den Genuss günstiger Einspeisevergütungen. Im nächsten Jahr erfolgt dann der Rohrbau bis Meisterschule, Ämtergebäude und Haßbergklinik (siehe Plan).

Bau schneller als Hallenbad

Damit sind alle anderen Standort-Alternativen aus dem Rennen. So das Freibad wegen der zu langen Leitungen. Auch die Idee, das Blockheizkraftwerk ans künftige Hallenbad anzugliedern.
"Wir wollen heuer noch vorankommen und müssen deshalb von der Hallenbad-Idee abweichen, weil noch unklar ist, wann und wohin es gebaut wird", sagte der Geschäftsführer der Gasversorgung Unterfranken (Gasuf), Dipl.-Ing. Thomas Merker. Auch die anderen Alternativen - hinter dem Kreiskrankenhaus, am Freibad oder vor dem TV-Sportheim - seien aus optischen bzw. technischen Gründen ausgeschieden.

Das nun auserkorene Grundstück gehört dem Schulverband und man plane den Erwerb von 500 Quadratmetern. Die Kosten für das Nahwärmenetz, das von der Biomassewärme Ebern GmbH betrieben wird, schätzt Merker auf 2,5 Millionen Euro.

40 Prozent davon werden aus Eigenmitteln finanziert, wozu das Kapital der Gesellschaft um 880.000 Euro auf 1,23 Millionen Euro erhöht werden muss. Dazu steuert die Stadt als 51-Prozent-Gesellschafter 448.000 Euro bei. Den Rest trägt die Gasuf, die 49 Prozent zeichnet. "Die Mittel sind im Haushalt verfügbar", wusste Bürgermeister Robert Herrmann (CSU) aufgrund erster Etat-Planungen.

Verträge bis Ende April

Bis Ende April, so der Zeitplan, sollen laut Gasuf-Geschäftsführer Merker die Wärmelieferungsverträge mit Landkreis und Schulverbänden abgeschlossen sein. Dass dies gelingt, hält Bürgermeister Herrmann für realistisch: "Es gibt entsprechende Signale."

Dann werde das Blockheizkraftwerk bestellt, das eine Lieferzeit von sechs Monaten habe. So gelinge es, noch in diesem Jahr ans Netz zu gehen. Nach Gymnasium und Mittelschule erfolge der weitere Ausbau des insgesamt zwei Kilometer langen Rohrnetzes im nächsten Jahr jeweils während der Ferien.

Für das Finanzamt, wo eine Erneuerung der Heizung ansteht, werde eine entsprechende Übergangslösung angeboten, bis der Anschluss verwirklicht ist. Ab 2014 hält Merker auch den Anschluss von Privatanwesen, die an den Leitungstrassen liegen, für möglich.
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