Königsberg in Bayern

Bittenbrünn tritt jetzt als "Freier" an: CSU-Ortsverband Königsberg hat nominiert

Der CSU-Ortsverband Königsberg hat den amtierenden Rathauschef erneut als Bürgermeisterkandidaten nominiert.
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Bürgermeister Claus Bittenbrünn (früher FWG) kandidiert als unabhängiger und parteiloser Kandidat auf der Liste der CSU wieder für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Königsberg.  Foto: Gerold Snater
Bürgermeister Claus Bittenbrünn (früher FWG) kandidiert als unabhängiger und parteiloser Kandidat auf der Liste der CSU wieder für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Königsberg. Foto: Gerold Snater

Reibungslos ging am Donnerstagabend im Schützenhaus in Unfinden die Nominierungsversammlung des CSU-Ortsverbandes Königsberg für die Stadtratswahl 2020 über die Bühne. Die Begrüßung der Teilnehmer, darunter auch Landrat Wilhelm Schneider und Bürgermeister Claus Bittenbrünn, lag in den Händen von Vorsitzender Stefanie Hümpfner, die sich zu Beginn erfreut darüber zeigte, dass alle 16 Kandidaten und der Ersatzmann der Liste zu der Versammlung gekommen waren. "Ein starkes Signal" für eine breit gefächerte Liste, auf der die drei Bürgermeister der noch laufenden Wahlperiode, drei Frauen und Kandidaten aus fast allen Königsberger Stadtteilen vertreten sind.

Als Ziel für 2020 gab sie an, die bisherige Anzahl von sieben Stadtratsmitgliedern zu halten und den Bürgermeister zu stellen. Für die Bürgermeisterkandidatur hatte sich im Vorfeld der parteilose und unabhängige Bittenbrünn bereit erklärt. Diesen stellte Landrat Wilhelm Schneider in seinem kurzen Grußwort als einen konsequenten Politiker vor, der an der Basis eine hervorragende Arbeit geleistet hat.

Einhelliges Votum

Als Bürgermeisterkandidat der CSU wurde Bittenbrünn dann offiziell vom derzeitigen Zweiten Bürgermeister der Stadt Königsberg Alexander Krauser (CSU) vorgeschlagen. Bittenbrünn selbst stellte sich den Versammlungsteilnehmern vor und zeigte zunächst auf, was während seiner Amtszeit in Königsberg und seinen Stadtteilen geleistet wurde und was in Zukunft angepackt und vollendet werden soll. Über sich selbst meinte er: "Ich lebe das, was ich hier vorstelle".

Da es keinen Gegenkandidaten gab, wurde Bittenbrünn unter der Wahlleitung von Landrat Schneider in geheimer Wahl einstimmig zum Kandidaten der CSU für die Bürgermeisterwahl am 15. März 2020 gewählt. Bittenbrünn nahm die Wahl an: "Ich trete gern für die CSU an und freue mich, dass ihr mich unterstützt."

Projekte für 2020 vorgestellt

Informiert wurde auch über die Ziele der CSU für die nächste Wahlperiode. So sollen die im Stadtgebiet laufenden Dorferneuerungsmaßnahmen fortgeführt und baldmöglichst abgeschlossen werden.

Für Hellingen soll eine entsprechende Dorferneuerungsmaßnahme, vor allem hinsichtlich der Ortsdurchfahrtsstraße, beantragt werden. Viele kleine und größere Maßnahmen müssen zusammen mit den Bürgern in allen Ortsteilen abgearbeitet werden.

Weitere Schwerpunkte sind Straßensanierungen in Königsberg, wie an der Schloßsteige, dem Römershöfer Weg und der Thomas-Klingg-Steige, sowie eine bessere Begehbarkeit des Altstadtpflasters.

Die generelle Sanierung der Kanal- und Wasserversorgungsleitungen im Siedlungsbereich der Stadt muss angegangen werden.

Die Schulsanierung, für welche ja bereits eine Förderzusage vorliegt, soll durchgeführt werden. Auch die Nassräume der Turnhalle bedürfen einer dringenden Sanierung.

Das Neubaugebiet Obere Mühle 2 mit 17 Bauplätzen wird ab 2020 erschlossen, und weitere Baumöglichkeiten in vielen Ortsteilen sind in Planung.

Erneuerbare Energien, Klima- und Naturschutz sollen in der Zukunftsplanung der Stadt durch einen Arbeitskreis erarbeitet werden.

Die Nahwärmeversorgung in Unfinden wird dabei die vordringliche Maßnahme sein."Wir brauchen keine Prestigeobjekte in unserer Stadt. Wir müssen an erster Stelle Projekte nach ihrer Notwendigkeit, zum Wohle aller Bürger, realisieren", so der Grundsatz. Auch über die Kandidatenliste für die Stadtratswahl und den Ersatzkandidat wurde in geheimer Wahl abgestimmt. Die Liste wurde ebenfalls ohne Gegenstimme angenommen. Dass auf dieser Kandidatenliste der Bürgermeisterkandidat Bittenbrünn auf Platz eins steht, ist nicht ungewöhnlich. Das wird inzwischen zur Absicherung bei Wahlen in den Fällen oft so gehandhabt, wo der Bürgermeisterkandidat bei der Wahl einen Gegenkandidaten hat - was in Königsberg der Fall ist. Die Stimmen, die dieser bei der Wahl erhält, kommen, im Fall seiner Wahl, dann der Liste zugute, auf der er kandidiert.

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