Maroldsweisach
Besichtigung

Birkenfeld hat ein neues Schmuckstück

Der Maroldsweisacher Bauausschuss lobte den sanierten Brunnen und besprach weitere Themen vor Ort.
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Eine schöne Anlage: das Kriegerdenkmal und der sanierte Brunnen in Birkenfeld. Der Bauausschuss lobte das gelungene Werk. Helmut Will
Eine schöne Anlage: das Kriegerdenkmal und der sanierte Brunnen in Birkenfeld. Der Bauausschuss lobte das gelungene Werk. Helmut Will
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Umfangreiches Programm für den Bau- und Umweltausschuss der Marktgemeinde Maroldsweisach am Freitagnachmittag: Insgesamt elf Ortseinsichten in Maroldsweisach und in fünf Orten der Kommune standen auf der Tagesordnung. Besonders gelungen ist der Brunnen in Birkenfeld, wovon sich die Mitglieder des Gremiums überzeugen konnten.

Der Sandsteinbrunnen am Kriegerdenkmal zieht die Blicke auf sich. Gemeinderat Rupert Fichtner (CSU) erläuterte, dass man anfangs eigentlich "keinen Plan" hatte, wie der Brunnen und dessen unmittelbares Umfeld einmal aussehen sollten. "Das kam uns so nach und nach im Laufe der Arbeiten", sagte der Förster. Der Brunnen beeindruckt mit seinen behauenen Sandsteinen und die Gestaltung des näheren Umfeldes ist auch gelungen. "Der Brunnen ist 17 Meter tief und hat einen Wasserstand von vier Metern", sagte Fichtner. Lob für diese Maßnahme gab es von Bürgermeister Wolfram Thein (SPD) und dem gesamten Gremium.

Auch das Problem in Birkenfeld, dass Wasser an der Südwestseite des Schlosses von der Verbindungsstraße nach Ditterswind in die Gemäuer des Schlosses eindringt, ist gebannt, wie Bauamtsleiter Andre Grüner erläuterte. "Die Mitarbeiter unseres Bauhofes haben da ganze Arbeit geleistet", sagte Grüner. In der Straße wurde eine Leitung verlegt, die das Wasser über Schächte und einen Straßendurchstich in den Ermetzbach leitet.

An der neuen Treppe im Friedhof in Ditterswind wurde deutlich, dass der Bauhof der Gemeinde leistungsfähig ist. "Bald wird die Treppe ganz fertig sein", sagte Bauhofleiter Gerd-Peter Schmidt. Er und Andre Grüner erklärten, dass die Treppe über die gesamte Länge des Leichenhauses mit Blockstufen versehen wurde. Bürgermeister Wolfram Thein sagte, dass die Ditterswinder den Weg, der neben dem Leichenhaus steil bergab führt, verbreitert haben möchten. Es sei stets ein Problem, über diesen Weg den Leichenwagen zu bewegen, erklärte er.

In Marbach sollen gegenüber dem Eingang zum Friedhof drei oder vier Parkplätze befestigt werden. Bürger aus Marbach haben das angeregt. Allerdings sei hier erst das Einverständnis des Besitzers der Fläche einzuholen, sagte Bürgermeister Thein. Andre Grüner meinte, dass das mit dem Ziel eines Kaufes der Fläche verbunden werden sollte. Dazu sagte Zweiter Bürgermeister Harald Deringer, dass er nicht unbedingt ein Erfordernis hierfür sehe. "Das klappt doch bis jetzt ganz gut", sagte er.

Leer stehende Gebäude und Wohnungen der Marktgemeinde im Mehrzweckgebäude in Todtenweisach und in der ehemaligen Schule in Marbach bereiten ob des schlechten Zustandes Probleme. Vor 16 Jahren wurde die Wohnung in Todtenweisach einem Mieter überlassen, mit dem es den Angaben zufolge viele Probleme gegeben habe und der die Wohnung in denkbar schlechtem Zustand verlassen habe. Nun stellt sich die Frage, wie die Wohnung künftig genutzt werden soll. "Klar ist, dass wir etwas machen müssen, wenn wir die 75 Quadratmeter große Wohnungen vermieten wollen", sagte Bauamtsleiter Andre Grüner. Boden, Türen und vieles mehr müssten erneuert werden. Ein Kostenvoranschlag soll zeigen, was die Gemeinde investieren müsste.

In der ehemaligen Schule in Marbach besteht das gleiche Problem. Hier ist eine Förderung zu erwarten. Architektin Renate Schubarth-Eisenhardt erläuterte, dass eine Renovierung einschließlich Dacherneuerung etwa 270 000 Euro kosten würde. 86 Quadratmeter groß ist die Wohnung dort. Weitere Schritte sollen laut Grüner, auch was künftige Heizkosten betrifft, mit dem Haßbergverein in Marbach besprochen werden.

Gesucht wird in Marbach eine Fläche für einen Spielplatz. "Definitiv wird in Marbach der nächste Spielplatz kommen", sagte Bauamtsleiter Grüner. Die Kosten hierfür seien relativ hoch und ein geeigneter Platz sei noch nicht gefunden. Er zeigte eine private Fläche am Gerichtsweg gegenüber der alten Schule, die im Privatbesitz ist. Mit dem Eigentümer soll gesprochen werden.

In Voccawind ist an eine Gestaltung im Bereich des Feuerwehrhauses und des dortigen Lindenbaumes gedacht. "Es wäre möglich, dass die Voccawinder gemeinsam mit dem Bauhof Maroldsweisach diese Maßnahme angehen", so Grüner. Kostenmäßig wird sich das Projekt nach seinen Angaben in Grenzen halten.

In Augenschein wurde der Baufortschritt im Neubaugebiet "Bleichäcker" genommen. "Damit können wir zufrieden sein", so der Bürgermeister. Thein ergänzte, dass man im Zeitplan liege, die Versorgungsleitungen angebunden werden könnten, die Fahrbahnhöhe sei ausnivelliert und der Standort der Leuchten stehe fest.

In der Vorstadtstraße/Einmündung "Zur Weisach" in Maroldsweisach zeigte der Bürgermeister die beiden Trafohäuschen, davon eines privat für die Biogasanlage, die gut gelungen seien und sich dort einpassten. Die Einmündung sei zufriedenstellend hergerichtet worden, hieß es. Schließlich erläuterten Thein und Grüner anhand eines Plans die Planungen für den Kernweg zur Entlastung der Vorstadtstraße, was vor allem den Landwirten mit ihren großen Maschinen entgegenkommt.

Im Sitzungssaal des Rathauses stand die Beratung für einen Grundsatzbeschluss an, der den Verkauf von Grundstücken in der Marktgemeinde betrifft. Dazu sagten Geschäftsleiter Renè Schäd und Bauamtsleiter Andre Grüner, dass die Gemeinde noch Baugrundstücke habe, allerdings Baugrundstücke sich schon Jahre in privaten Händen befänden, die nicht bebaut wurden. Bei Neuverkäufen solle eine Klausel eingeführt werden, wonach Grundstücke, die innerhalb von drei Jahren nicht bebaut werden, wieder von der Gemeinde zurückgekauft werden können. Dafür sprachen sich die Gemeinderäte Dieter Hepp (CSU) und Herbert Baum (parteilos) aus. "Am ,Heiligenberg' ist eine entsprechende Klausel vorhanden, wonach nach fünf Jahren bei Nichtbebauung die Grundstücke wieder zurückgekauft werden könnten", sagte Grüner. Er betonte das Wort "könnte", was heißt, dass man dies eigentlich nicht wolle, aber als eine Option offenhalten möchte. Bei anderen Baugebieten im Marktbereich seien solche Klauseln nicht vorhanden, wurde weiter mitgeteilt. Was nun geschieht, muss der Gemeinderat beschließen.

Bürgermeister Wolfram Thein informierte, dass die Telekom ein Förderprogramm auflege, um eine Breitbandversorgung für unterversorgte Gebiete zu erreichen. "Davon könnten bei uns die Ortschaften Birkenfeld, Dippach, Marbach, Wasmuthhausen, Dürrenried und auch Hafenpreppach profitieren", so der Bürgermeister. Dazu sei ein Beschluss des Gemeinderates nötig, sagte Renè Schäd.

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