Eltmann
Sammlerbörse

Bierkrüge als Objekt der Begierde

Brauerei-Werbemittel stehen am Samstag, 12. August, in und an der Eltmanner Stadthalle im Fokus.Der Organisator Herbert Bott besitzt zahlreiche Raritäten.
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Herbert Bott veranstaltet am Samstag, 12. August, in und an der Eltmanner Stadthalle von 7.30 bis 14 Uhr zum siebten Mal eine Bierkrugsammelbörse der "Fördergemeinschaft von Brauerei-Werbemittel-Sammlern". Dort gibt es auch wieder seltene Exemplare zu bestaunen. Etwa den 0,9-Literkrug der ehemaligen Stettfelder Brauerei Hertlein aus den 1930er- oder 40er-Jahren.  Foto: Ralf Naumann
Herbert Bott veranstaltet am Samstag, 12. August, in und an der Eltmanner Stadthalle von 7.30 bis 14 Uhr zum siebten Mal eine Bierkrugsammelbörse der "Fördergemeinschaft von Brauerei-Werbemittel-Sammlern". Dort gibt es auch wieder seltene Exemplare zu bestaunen. Etwa den 0,9-Literkrug der ehemaligen Stettfelder Brauerei Hertlein aus den 1930er- oder 40er-Jahren. Foto: Ralf Naumann
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Eltmann "Ein richtiger Sammler ist schon auf dem Rückzug, wenn die sonstigen Besucher erst kommen", lacht Herbert Bott. Aus Erfahrung weiß der 75-Jährige, dass zum offiziellen Beginn um 7.30 Uhr viele Geschäfte schon erledigt sind. Wer also eine Rarität ergattern will, sollte sich frühzeitig auf den Weg nach Eltmann machen. Es geht um die mittlerweile siebte Ausgabe einer "Bierkrugsammelbörse" der "Fördergemeinschaft von Brauerein-Werbemittel-Sammlern", die am Samstag, 12. August, in der und um die Stadthalle in Eltmann stattfindet.
Zahlreiche Liebhaber aus ganz Deutschland haben sich zu der "Stüchtl FvB-Tauschbörse" angekündigt. Getauscht werden teils schon viele Jahrzehnte alte Krüge und Gläser ebenso wie Etiketten oder Bierfilze.

Zu sehen gibt es auch wieder "Brauereiwerbemittel" aller Art, die auf Campingtischen in der Halle, auf Autodächern oder im Kofferraum zur Schau gestellt werden.


Seit 51 Jahren

Die Förderergemeinschaft von Brauerei-Werbemittel-Sammlern e. V. (FvB) gibt es bereits seit 51 Jahren. Mit der Gründung wurde das Bierdeckel-Magazin (BDM), das seit 1963 eine vereinsunabhängige Sammlerzeitung war, als Vereinszeitung übernommen.

Zweck des Vereins ist es, das Sammeln von Brauerei-Werbemitteln aller Art wie Bierdeckel, Etiketten, Krüge, Gläser, Kartenspiele, Dosen, Flaschenöffner, Brauereischilder und so weiter, zu fördern.
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Veranstaltung von Tauschbörsen, der Herausgabe des Fachblattes "Bierdeckel-Magazin", der Vermittlung von Tauschkontakten, der Beschaffung von Neuheiten, der Übernahme von Patenschaften und der Pflege, Förderung und Unterstützung von Brauerei-Verzeichnissen.


Hohe Auszeichnung

Mitte der 70er-Jahre begann Herbert Bott mit dem Sammeln von Bierkrügen und ist in der Szene inzwischen natürlich bestens bekannt. Der gelernte Brauer und Mälzer, der sich sehr auf das Treffen und Wiedersehen mit alten Bekannten freut, erhielt 2015 auf Vorschlag der FvB-Fördergemeinschaft unter anderem für seine umfangreiche Sammlung sogar die höchste Auszeichnung, den "Goldenen Bierdukaten". Zurecht, denn seine Kellerregale beziehungsweise die Garage sind beträchtlich gefüllt. "Das müssten so um die 1600 sein", lautet seine Schätzung. Genau weiß er es nicht. Doch dahinter steckt "sehr viel Arbeit". Um seine "Schmuckstücke" vor Staub zu schützen, hat sie Herbert Bott nämlich mit durchsichtigen Folien bestückt. "Vorher wurden sie aber alle nochmals durchgespült".


Unikum aus Neuschleichach

Unter seinen Sammelstücken sind Krüge aus Ostdeutschland, Oberbayern, Schwaben und seit 17 Jahren auch Franken, inklusive einiger Exemplare aus den Brauereien Strätz und Hertlein in Stettfeld, der "Weiß Rössl" (vormals "Rose Bräu") in Roßstadt oder den Brauerei Franz Wörtmann und Walfisch in Haßfurt (circa 1895 und 1955). Nicht zu vergessen die Brauerei Bäuerlein in Fabrikschleichach, die um 1900 lediglich zwischen fünf und zehn Jahre gebraut hat, sowie zwei Krüge aus der Jahrhundertwende von der Brauerei Joseph Vogt - einer aus "Hainert", einer aus "Heinert".

Außergewöhnlich sind auch sein etwa 97 Jahre alter Krug von der Brauerei Ankenbrand Neuschleichach mit einem Fassungsvermögen von 0,9 Liter, der 7/4-Liter-Krug von der "Eckardt´s Brauerei" Zeulenroda in Thüringen sowie der 8/10-Liter-Krug der ehemaligen Pflug-Bräu "Wilhelm Meyer" in Rottweil.


Wer hat noch was?

Botts Sammlung "fränkischer Werke" wird auch immer größer. Und in der "Rumpelkammer" stehen immer noch viele verpackte Kisten.Wer in Eltmann und Umgebung (Eschenbach, Roßstadt, Dippach, Limbach, Sand, Weißbrunn, Ebelsbach, Gleisenau, und so weiter) beziehungsweise dem ganzen Haßbergkreis noch interessante und alte fränkische Bierkrüge, Gläser oder Bierdeckel im Regal stehen hat oder auch im Keller beziehungsweise Dachboden aufbewahrt, kann sich - wie schon vor den ersten sechs Tauschbörsen - mit Herbert Bott unter der Telefonnummer 09522/5662 in Verbindung setzen. Sein Interesse an neuen Krügen sowie Brauerei-Werbemitteln ist nach wie riesengroß.
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