Fatschenbrunn
Natur

Besucher staunten: "Ist's in Fatschenbrunn immer so schön?"

Das kleine Fatschenbrunn hat die Herausforderung "Tag der offenen Gartentür" am Sonntag bravourös gemeistert.
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Dass sich Formschnittgehölze und ein bienenfreundlicher Garten nicht ausschließen müssen, zeigt der Blick über den Gartenzaun von Thomas Viering. Foto: Sabine Weinbeer
Dass sich Formschnittgehölze und ein bienenfreundlicher Garten nicht ausschließen müssen, zeigt der Blick über den Gartenzaun von Thomas Viering. Foto: Sabine Weinbeer
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"Ganz Fatschenbrunn ist ein großer Garten." Diese Aussage von Kreisfachberater Guntram Ulsamer unterschreibt wohl jeder, der am Sonntag zum Tag der offenen Gartentür in das kleine Steigerwalddorf fuhr. Sicher über zehntausend Besucher nahmen den Weg durch die offenen Gärten, holten sich Tipps und Anregungen und ließen viel Lob und Anerkennung da.

Mit einem Freiluftgottesdienst im Hutzel-Hof Hümmer begann ein Tag, wie er nicht viel schöner hätte sein können: Just nach dem Gottesdienst, den Pastoralreferent Johannes Simon und die Fatschenbrunner Kirchenband "Octa-Voice" gestalteten, riss die Wolkendecke auf, bei moderaten Temperaturen und ohne besorgten Blick nach oben wurde der Rundgang durch das Dorf zu einem einzigen Genuss.


Unglaubliche Vielfalt


"Welch eine Vielfalt, das hätten wir in so einem Dorf nicht erwartet", solche Aussagen waren an allen Ecken zu hören. Wohngärten mit und ohne Teich, Wirtschaftsgärten, in denen Brombeere und Duftwicke ein friedliches Miteinander pflegen, Buchsbaum-Alleen, ein japanischer Garten, das Wildblumenparadies der Familie Scholtens - der Facettenreichtum war enorm, so, wie es Landrat Wilhelm Schneider in seiner Eröffnungsrede angekündigt hatte.

Der Tag der offenen Gartentür habe sich zu einem echten Renner entwickelt, erklärte Schneider für den Kreisverband für Gartenbau und Landespflege. Er bedankte sich bei der Dorfgemeinschaft Fatschenbrunn, die die Ausrichtung in diesem Jahr übernommen hatte, obwohl es hier gar keinen Obst- und Gartenbauverein gibt.


Helfer kamen auch aus Nachbarorten


Guntram Ulsamer hatte die Fatschenbrunner bei ihrer so erfolgreichen Teilnahme im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft" begleitet - und seitdem wünschte er sich, dass dieser Tag auch einmal in Fatschenbrunn sein sollte. Alle packten mit an, damit das in einem solch kleinen Ort auch gelingen kann. Nicht einmal 300 Einwohner hat Fatschenbrunn, doch Helfer kamen auch aus den Nachbarorten. Die Hälfte aller Oberauracher Feuerwehrleute war im Einsatz, um den Verkehr zu ordnen.

Der Landrat dankte allen, die halfen, diese Herausforderung zu stemmen - und auch den Gartenbesitzern, denn es sei alles andere als selbstverständlich, seine Privatsphäre aufzugeben und Tausende Menschen durch seinen Garten laufen zu lassen. Den Gästen versicherte Wilhelm Schneider: "Fatschenbrunn hat sich für diesen Tag nicht eigens herausgeputzt, hier ist es immer so schön".

Dieser Aussage widersprach Bürgermeister Thomas Sechser natürlich nicht. Er lobte den tollen Gemeinschaftsgeist in Fatschenbrunn und die Tatsache, dass es hier keinen einzigen Leerstand gibt - weil alle jungen Fatschenbrunner auch hier bleiben wollen. Sechser würdigte auch den Einsatz um den Erhalt der Hutzelkultur, vor allem durch Franz Hümmer und seine Familie.


Dickes Lob für das ganze Dorf


Der Dank des Bürgermeisters galt dem Organisationskomitee um Franz Hümmer und dessen Schwiegertochter Ruth Hümmer-Hutzel, dem Ortssprecher Reiner Renner und dem Kreisfachberater Guntram Ulsamer, der Fatschenbrunn nun schon seit Jahren begleite.

Auch Ruth Hümmer-Hutzel dankte den vielen Helfern, die den großen Besucheransturm ganz hervorragend bewältigten, für eine große kulinarische Vielfalt sorgten und allen, die auch das Rahmenprogramm mitgestalteten. So gab es Fachvorträge, der Imker führte zu den Bienenweiden, über das ganze Dorf verstreut fanden sich Marktstände mit allem, was das Gärtnerherz höher schlagen lässt, von der Pflanze bis zum dekorativen Rosenstecker. Die Gartenbesitzer gaben gerne ihre Pflegetricks weiter, einschließlich der Bauanleitungen für die unterschiedlichen Hochbeete.
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