Untermerzbach
Gemeinderat

Bei der Synagoge geht es voran

Das Gremium vergab weitere Arbeiten im Rahmen der Sanierung des historischen Gebäudes in Gleusdorf.
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Wo an der Front der Synagoge in Gleusdorf (links) zugemauert wurde, soll sich der Toraschrein befunden haben, der aus dem Mauerwerk hervorstand. Teile der Umrandung wurden vor der Synagoge gefunden. Sie sollen sichtbar hervorgehoben werden. Rechts das Gebäude der "Judenschul", wie es in Gleusdorf genannt wird. Helmut Will
Wo an der Front der Synagoge in Gleusdorf (links) zugemauert wurde, soll sich der Toraschrein befunden haben, der aus dem Mauerwerk hervorstand. Teile der Umrandung wurden vor der Synagoge gefunden. Sie sollen sichtbar hervorgehoben werden. Rechts das Gebäude der "Judenschul", wie es in Gleusdorf genannt wird. Helmut Will
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In der letzten Gemeinderatsitzung vor der Sommerpause am Montagabend im Rathaus Untermerzbach wurden Schreinerarbeiten für die Synagoge Gleusdorf mit einer Auftragssumme von 23 000 Euro an eine Schreinerei aus der Gemeinde Itzgrund im Landkreis Coburg vergeben. Der Ansatz bei der Kostenaufstellung lag bei 22 000 Euro. Insgesamt vergab das Gremium Aufträge in Höhe von 67 000 Euro.

Wie Bürgermeister Helmut Dietz (SPD) dazu sagte, hätten sechs von acht Firmen, die angeschrieben wurden, Angebote abgegeben. Das höchste Angebot lag bei 28 500 Euro. Mit den veranschlagten 23 000 Euro liege man etwa im Rahmen der dafür veranschlagten Summe.

In diesem Zusammenhang fragte Norbert Lohneiß, Ortssprecher von Gleusdorf, was es mit dem Thoraschrein auf sich habe. Dieser war an der Vorderseite der Synagoge, dort wo nun zugemauert ist, nach außen erhaben vorhanden. Die Umrisse davon konnten vor der Synagoge freigelegt und gefunden werden, sodass man eine Vorstellung hat, wie weit das Mauerwerk von der übrigen Wand früher herausragte. Das soll nach den Worten des Bürgermeisters nach Rücksprache mit dem Denkmalschutzamt sichtbar gemacht werden. In jeder Synagoge gab es einen Thoraschrein. In diesem Schrank bewahren Juden die Thorarollen auf. Die Thora enthält für Juden die Botschaft Gottes und ist daher der heiligste Gegenstand im Judentum.

Aussegnungshalle für Gereuth

Am Friedhof von Gereuth wird es eine neue Aussegnungshalle geben, was von den Bürgern schon viele Jahre gefordert wurde. Ausgeschrieben wurden hier vom Büro Gerhard Vornberger die Arbeiten für die Rohbauarbeiten. Fünf von zwölf angeschriebenen Firmen gaben ein Angebot ab. Das günstigste lag bei 44 000 Euro, der Auftrag geht an eine Baufirma aus Marbach im Landkreis Haßberge.

Die Firma Rösler in Memmelsdorf hat eine neue Werkszufahrt geschaffen. Deshalb sollen die jetzige Anlieferungszone und der Hauptzugang neu gestaltet und dabei das Bürogebäude III erweitert werden. "Neue Arbeitsplätze entstehen hierdurch nicht", sagte der Bürgermeister. Es gehe nur darum, die Platzverhältnisse innerbetrieblich zu erweitern. Zudem sei beabsichtigt, den jetzigen Hauptzugang nur für Gäste und Kunden als Empfangsbereich anzupassen. Zu beiden Bauvorhaben wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.

Mehr Geld für die Musikschule

Wie Dietz sagte, sei in einer nichtöffentlichen Sitzung im Juni beschlossen worden, für die Musikschule Ebern einen Höchstbetrag von 2700 Euro zu geben. Mehr Lehrpersonal mache es aber nötig, diesen Betrag zu erhöhen. Das soll in einem Vertrag mit der Musikschule geregelt werden. Es wurde beschlossen, den Betrag auf 3600 Euro jährlich zu erhöhen. Vorher hatte der Bürgermeister gesagt, dass man den Zuschuss nicht zu "eng fassen" sollte, da zu erwarten sei, dass aufgrund der kommenden Schülerzahlen auch aus dem Bereich Untermerzbach Kinder vermehrt die Musikschule besuchen werden.

Ein Beschluss, der für den Glasfaserausbau der Grundschule Untermerzbach gefasst war, wurde wegen nicht gegebener Wirtschaftlichkeit aufgehoben. Es werden neue Angebote eingeholt. Man erwartet sich günstigere Konditionen.

Gemeinderat und Jugendreferent Martin Mölter (SPD) wies darauf hin, dass das Ferienprogramm in der Gemeinde gestartet wurde. Mehr als 30 Kinder nehmen daran teil.

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