Ebern
Abwasseranlagen

Baumaßnahmen im Eberner Ortsteil Kurzewind sind fast abgeschlossen

Bei der Baumaßnahme im Eberner Ortsteil Kurzewind entstanden Mehrkosten von zehn Prozent der Bausumme von 447 000 Euro. Insgesamt wurden 580 000 Euro verbaut.
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Zufrieden zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses des Stadtrates Ebern mit dem Ergebnis der Baumaßnahmen im Stadtteil Kurzewind. Hier, am Rückhaltebecken (rechts), erläuterten Bauamtsleiter Martin Lang und Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Brandt (Zweiter und Dritter von links) dem Bauausschuss mit Bürgermeister Jürgen Hennemann (Zweiter von rechts) die Maßnahmen im Einzelnen.Helmut Will
Zufrieden zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses des Stadtrates Ebern mit dem Ergebnis der Baumaßnahmen im Stadtteil Kurzewind. Hier, am Rückhaltebecken (rechts), erläuterten Bauamtsleiter Martin Lang und Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Brandt (Zweiter und Dritter von links) dem Bauausschuss mit Bürgermeister Jürgen Hennemann (Zweiter von rechts) die Maßnahmen im Einzelnen.Helmut Will
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Bis auf geringe Restarbeiten ist die Baumaßnahme im Ortsteil Kurzewind abgeschlossen. 580 000 Euro wurden verbaut, sagte Bürgermeister Jürgen Hennemann (SPD) bei der Ortseinsicht des Bauausschusses des Eberner Stadtrates am Mittwochabend in Kurzewind. Es gab zwar Mehrkosten von zehn Prozent der Bausumme von 447 000 Euro, wie der Leiter des Bauamtes, Martin Lang, erklärte, allerdings sei auch ein Zuwendungsbescheid des Wasserwirtschaftsamtes über 118 000 Euro für diese Maßnahme eingetroffen.
Wichtig erschien es dem Bürgermeister, zu verkünden, dass mit Abschluss dieser Maßnahme in Kurzewind und der in Bischwind a.R. die Gemeinschaftsanlagen für das Abwasser im Eberner Stadtgebiet komplett in Ordnung seien. "Damit ist ein großer Schritt in Richtung Reinhaltung der Gewässer getan", meinte der Bürgermeister.


41 000 Euro in Straßenausbau investiert

Hennemann wies noch darauf hin, dass Kurzewind mit Breitband sehr gut versorgt sei. Leerrohre wollte die Telekom für Glasfaser nicht verlegen. "Wir haben hier Glasfaseranschluss bis zur Verteilerstation, und von dort gehen Kupferleitungen zu den Hausanschlüssen. Wer es noch schneller haben möchte, kann an die Oberleitung anschließen", erklärte Hennemann.
41 000 Euro wurden außerdem in den Straßenausbau investiert, teilweise in einen Vollausbau, teilweise in Erhaltungsmaßnahmen.
Vor Ort erläuterten Diplom-Ingenieur Hans-Joachim Brandt vom Büro SRP Schneider & Partner in Zeil und Martin Lang vom Bauamt der Stadt Ebern die in Kurzewind ausgeführten Maßnahmen. Brandt wies darauf hin, dass das Rückhaltebecken am Ortsteingang, aus Richtung Gereuth kommend, ein Fassungsvermögen von 315 Kubikmetern habe. Auf Frage von Stadtrat Manfred Fausten (CSU) sagte Brandt, dass darauf geachtet werden müsse, dass das Becken nicht durch Verschlammung im Volumen reduziert wird.


Wo Kostenmehrungen herkommen

Martin Lang erläuterte dem Gremium, dass die Schlussabnahme durch einen privaten Sachverständigen erfolgt sei. "Es sind noch geringe Restarbeiten wie zum Beispiel das Anbringen eines Geländers zu erledigen, was die Firma in absehbarer Zeit erledigen wird", sagte Lang. Das Ganze befinde sich in der "Anlaufphase", aber in etwa drei Wochen "müsste alles passen".
Positiv und kostensenkend sei auch gewesen, dass Bodenaushub vom Bau des Regenbeckens zum größten Teil verbaut werden konnte. "Ein enorm positiver Kostenfaktor", sagten Lang und Brandt unisono. Trotzdem sei es zu Kostenmehrungen von zehn Prozent gekommen.
Martin Lang zeigte beim Rundgang durch den Ort auf, welche Maßnahmen zu diesen Kostenmehrungen führten: "Es musste die Trinkwasserleitung an einigen Stellen abgesenkt werden, damit sie nicht mit dem Kanal kollidierte, und Oberflächenentwässerung musste gefasst werden, was notwendige Aufwendungen waren", sagte Lang.


Hochwassersituation verbessert

Bürgermeister Hennemann erläuterte, dass es sich bei den Hausanschlüssen um Anschlüsse wie in Neubaugebieten handele, weshalb die Kosten auf die Anlieger umgelegt würden. "Das wurde aber vorher schon mit den Bürgern besprochen", sagte der Bürgermeister.
Martin Lang stellte fest, dass infolge der Maßnahmen auch die Hochwassersituation deutlich verbessert worden sei. Kurzewind liege an einem Hang, und da komme bei bestimmten Wetterlagen mitunter viel Wasser zusammen.
Auf Frage von Gemeinderat Rainer Kaffer (JL) sagte Lang, dass an der Wasserzisterne im Ort keine Veränderung vorgenommen worden sei. Gemeinderat Manfred Fausten wollte noch Verbesserungen an der Zufahrt zum Anwesen Kaupert vorgenommen haben. Dazu sagten der Bürgermeister und Martin Lang, dass der Weg, der infolge der Baumaßnahme in Mitleidenschaft gezogen wurde, so hergerichtet worden sei, dass er besser sei als vorher.
Besonders wies Lang darauf hin, dass in die Abwasseranlage keine Abfall- oder giftigen Stoffe, erhärtende Stoffe, Fette oder Öle und auch keine Hygiene-Artikel eingebracht werden dürften, weil dies die Funktionsfähigkeit, auch der Kläranlage in Ebern, beeinträchtigen würde und es zu Störungen und vermeidbaren Kosten käme. Ein entsprechendes Infoblatt hätten die Haushalte erhalten.


13 neue Wohnhäuser möglich

Besichtigt wurde auch das Baugelände in Ebern zwischen Beethoven- und Sudetenstraße ("Wirschingäcker"). Dort stehen bereits vier neue Häuser. Vergeben wurden bereits die Hausanschlüsse für die Anwesen. Die Stadt Ebern hatte dort zwei Bauplätze, die verkauft wurden. Insgesamt könnten dort, wenn alle Privatbesitzer ihre Flächen zur Verfügung stellen, 13 Wohnhäuser entstehen. Martin Lang: "Hier gibt es sogar Glasfaser direkt ins Haus durch die Telekom." Er erinnerte daran, dass auf dieser Fläche in früheren Jahren ein Supermarkt und eine Kirche angedacht waren. Die geplanten Reihenhausbebauungen wurden in Einzelhausbebauungen umgewandelt.
Zeitlich beschränkt werden soll die Parkdauer auf dem Parkplatz an der Ecke Andreas-Humann-/Coburger Straße. Dort sind sieben Stellplätze vorhanden, die nach Angaben des Bürgermeisters von Dauerparkern belegt werden. Künftig wird dort die Parkdauer in der Zeit von acht bis 18 Uhr auf drei Stunden beschränkt sein.
Stadtrat Manfred Fausten wies darauf hin, dass an unbebauten Grundstücken im Bereich Thüringer-/Wartburgweg in Ebern der Gehweg durch Büsche teilweise nicht mehr begehbar sei. Die Eigentümer werden aufgefordert, die Büsche entsprechend zurückzuschneiden.
Stadtrat Philipp Arnold (FWE) sagte, dass eine baufällige Scheune in Jesserndorf in der Weißenbrunner Straße sich "verdächtig" in Richtung Straße neige. Es sollten Sicherungsmaßnahmen geprüft werden.
Das in der Stadtratssitzung angesprochene Thema "Begräbniswald" wurde im öffentlichen Teil der Bauausschuss-Sitzung nicht besprochen.


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