Rentweinsdorf
Planung

Bahnübergang in Lind soll sicherer werden

Der Marktgemeinderat Rentweinsdorf will mit einer Ausnahmeregelung die Gleisanlage in Lind verbessern.
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Der Bahnübergang bei Lind soll eine technische Sicherung erhalten. Günther Geiling
Der Bahnübergang bei Lind soll eine technische Sicherung erhalten. Günther Geiling

Die Entwurfsplanung für den Bau einer technischen Sicherung des Bahnübergangs und für die Fahrbahn in Lind stand im Mittelpunkt der Sitzung des Marktgemeinderates Rentweinsdorf.

Bürgermeister Willi Sendelbeck (SPD) informierte, dass die Deutsche Bahn eine neue Entwurfsplanung vorgelegt habe für den Bau einer technischen Sicherung am Bahnübergang Lind. Dazu heißt es: "Aufgrund von Änderungen bei den zugrundeliegenden Richtlinien des Straßenbaus müssen größere Fahrbahnbreiten als bislang hergestellt werden." Die Mitteilung beschreibe jedoch auch Ausnahmefälle, in denen weiterhin geringere Fahrbahnbreiten möglich seien, sagte der Bürgermeister. Dazu seien Abstimmungen mit dem Straßenbaulastträger nötig und als Bestandteil der Planung zu dokumentieren. Dies wäre bei den vorliegenden Verhältnissen in Lind der Fall.

Bei Neubauten und umfassenden Umbauten an Bahnübergängen ist eine Fahrbahnbreite von mindestens 6,35 Meter herzustellen. Dies ist aus Sicht der Straßenbaulastträgers aufgrund der Breite des Flurstücks nicht möglich. Von der geforderten Fahrbahnbreite kann abgewichen werden, wenn ein Begegnungsfall Lkw/Lkw nach dem Ergebnis einer Verkehrszählung nahezu ausgeschlossen werden kann, schwacher Verkehr auf der Straße besteht, die Straße ausreichend einsehbar ist und der Bahnübergang in der Vergangenheit im Hinblick auf Begegnungsverkehr nicht auffällig geworden ist. "Sind die genannten Bedingungen erfüllt, so kann eine Fahrbahnbreite von 5,55 Meter vorgesehen werden", heißt es in der Mitteilung weiter.

Aus planerischer Sicht sind diese Bedingungen offenbar erfüllt. Die Baukosten gemäß der Vorplanung liegen demnach bei rund 430 000 Euro, wobei die Marktgemeinde nach dem Eisenbahn-Kreuzungsgesetz ein Drittel der Kosten tragen muss. Der gemeindliche Anteil würde damit bei rund 145 000 Euro liegen. Für diesen Anteil kann die Gemeinde einen Förderantrag bei der Regierung von Unterfranken beantragen, so dass nach Abzug der Fördersumme die tatsächlichen Kosten für die Gemeinde bei 45 000 bis 60 000 Euro liegen dürften.

Die Verwaltung hat vorgeschlagen, auf Grund des überschaubaren Verkehrsaufkommens, der ausreichenden Sichtweiten und der vorgelegten Verkehrszähldaten für den Lkw-Begegnungsverkehr der Planung und der Beantragung als Ausnahmefall zuzustimmen. Dies wurde einmütig beschlossen.

Eine Stellungnahme wurde vom Gremium zur Änderung des Bebauungsplanes "Gewerbegebiet Eyrichshof" gefordert. Dabei geht es um das umstrittene Hochregallager einer Firma. Belange der Marktgemeinde werden dadurch nicht betroffen. Aber es kam die Meinung auf, dass durch einen Neubau der Lkw-Verkehr auch in der Ortsdurchfahrt von Rentweinsdorf stärker werde. Einige Räte meinten, dass man deswegen den Bau nicht verhindere. Andere sahen durch eine weitere Verkehrsbelastung Auswirkungen für Fußgänger und vor allem Schüler.

Gemeinderätin Petra Haubner (ÜWG) vertrat die Meinung, dass man den Bau nicht einfach abnicken und sich auch in die Mitbürger hineinversetzen sollte. So müssten bei einem höheren Verkaufsaufkommen die Übergänge für die Fußgänger überprüft werden. Auch die Forderung nach einer Fußgängerampel am Planplatz wurde laut. Bei zwei Gegenstimmen wurde das Einverständnis mit dem Bauprojekt in der Nachbarstadt ausgesprochen mit dem Hinweis auf Überprüfung der Situation für die Fußgänger.

Keine Einwände gab es dagegen bei der Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Untermerzbach hinsichtlich des "Solarparks Buch".

Als Wahlleiter für die bevorstehende Kommunalwahl wurde Thomas Schilling bestellt. Seine Stellvertreterin ist Heidi Jäger.

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