Rentweinsdorf
Verkehrsgefahr

Auf Bundesstraße in Unterfranken: Polizei zieht schrottreifes Traktor-Gespann aus dem Verkehr

Völlig marode war ein Traktor-Gespann, das am Mittwoch auf der B279 zwischen Rentweinsdorf und Ebern unterwegs war. Die Traktorreifen hatten tiefe Risse, der Anhänger war schrottreif.
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Ein schrottreifes Traktor-Gespann hat die Polizei auf der B279 im Kreis Haßberge aus dem Verkehr gezogen. Symbolfoto: Pixabay
Ein schrottreifes Traktor-Gespann hat die Polizei auf der B279 im Kreis Haßberge aus dem Verkehr gezogen. Symbolfoto: Pixabay

Am Mittwochvormittag fiel den Beamten der Polizeiinspektion Ebern auf der B279 zwischen Rentweinsdorf und Ebern (Landkreis Haßberge) ein Gespann, bestehend aus einem Traktor und einem sehr marode aussehenden einachsigen Anhänger, auf.

Der erste Eindruck der Beamten wurde bei der Kontrolle bestätigt, der leere Anhänger war nicht mehr verkehrstüchtig. Teile der Beleuchtungseinrichtung gingen nicht, Rückstrahler fehlten, die Bremse war komplett festgerostet und funktionsunfähig, die Zugdeichsel war massiv verbogen und das vorgeschrieben Wiederholungskennzeichen war nicht vorhanden. Da der Anhänger in diesem Zustand verkehrsunsicher war, wurde die weitere Verwendung im öffentlichen Straßenverkehr unterbunden.

Erhebliche Mängel auch an der Zugmaschine

Die landwirtschaftliche Zugmaschine zeigte ebenfalls erhebliche Mängel auf. Die beiden Reifen der Hinterachse hatten so tiefe Risse, dass mit einem Werkzeug schon das Geflecht der Karkasse zu spüren war und müssen folglich erneuert werden. "Mit diesem Gespann hätte er nur auf seinem Privatacker fahren dürfen", sagte ein Polizeisprecher am Donnerstag.

Das Fahrtziel war ein nahegelegener Baustoffhändler, wo der 45-jährige Fahrer Baumaterialien einkaufen wollte. Für eine solche private Nutzung darf ein zulassungsfreier Anhänger mit "grünem" Wiederholungskennzeichen aber nicht benutzt werden, meldet die Polizei. Da hilft es dem Traktorfahrer auch nicht, dass sein Bulldog versteuert und somit mit "schwarzem" Kennzeichen zugelassen ist. Auch der Anhänger muss zugelassen und versteuert sein. Das uralte selbstgemalte Wiederholungskennzeichen am umgebauten Anhänger ist nicht ausreichend.

Dem Fahrer wird jetzt ein Vergehen nach der Abgabenordnung des Kraftfahrtsteuergesetzes sowie mehrere Verkehrsordnungswidrigkeiten nach der Straßenverkehrszulassungsordnung vorgeworfen. Der Landwirt war dem Sprecher zufolge einsichtig und hat bereits angekündigt, den alten Anhänger unverzüglich zu verschrotten.

Kein Einzelfall auf dem Land: Immer wieder gefährliche Fahrzeuge auf den Straßen

Auf dem Land treffe die Polizei immer wieder auf durchaus gefährliche Fahrzeuge, die nicht auf der Straße unterwegs sein sollten. "Was da teilweise von den Landwirten, gerade zur Erntezeit, aus den Scheunen geholt wird, ist zum Teil bedenklich." In der Masse sei meist alles in Ordnung, aber drei, vier Mal im Jahr gebe es auch so kleine Ausrutscher wie in diesem Fall.

 



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