Untersteinbach
Kollision

Audi kracht in Rauhenebrach in einen Holzstoß

Bei einem spektakulären Verkehrsunfall in Rauhenebrach wurde ein 25-Jähriger verletzt.
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An einem Holzstoß blieb der Audi stehen. Der Fahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht.   Michael Will/Bayerisches Rotes Kreuz
An einem Holzstoß blieb der Audi stehen. Der Fahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Michael Will/Bayerisches Rotes Kreuz
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Eine medizinische Ursache ist aller Wahrscheinlichkeit nach der Grund für einen spektakulären Verkehrsunfall, der sich am Samstagnachmittag in der Gemeinde Rauhenebrach ereignet hat. Nach einem Zusammenstoß zweier Pkw wurde eines der Fahrzeuge erst nach rund 150 Metern von einem Holzstoß gebremst. Ein junger Mann wurde verletzt.

Die ersten Meldungen über den Verkehrsunfall ließen Schlimmes vermuten. So hatte es geheißen, mehrere Pkw seien zwischen zwei Orten in eine Kollision verwickelt, eine Person in einem Auto bewusstlos eingeschlossen. Die Integrierte Leitstelle in Schweinfurt (ILS) hatte daraufhin zwei Rettungswagen, einen Notarzt, den Einsatzleiter Rettungsdienst, einen Rettungshubschrauber sowie die Feuerwehren aus Untersteinbach und Theinheim alarmiert.

Gegen 16.15 Uhr war es auf der Staatsstraße in der Gemeinde Rauhenebrach zu dem Verkehrsunfall gekommen. Nach Angaben der Polizei war ein 25-Jähriger mit seinem Audi A3 von Theinheim in Richtung Untersteinbach unterwegs, als er rund 400 Meter vor dem Ortseingang von Untersteinbach aus bislang unklarer Ursache in einer langen Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn geriet und dort mit einem Fiat Panda zusammenstieß.

Während sich der Kleinwagen durch den Aufprall um 180 Grad drehte und mit Totalschaden auf der Straße stehen blieb, ging die Fahrt des Audi weiter. Das Fahrzeug fuhr eine kleine Böschung hinab, überquerte einen Fuß- und Radweg, fuhr 70 Meter durch einen Acker, überquerte einen Landwirtschaftsweg, und fuhr, nachdem er über einen Graben katapultiert wurde, in einer angrenzenden Wiese nochmals etwa 50 Meter weiter, bevor die Fahrt an einem aufgesetzten Stoß Brennholz zu Ende ging.

Trotz des spektakulären Hergangs blieben die Unfallfolgen für beide Autofahrer zum Glück gering. Während der Panda-Fahrer unverletzt blieb, erlitt der 25-Jährige dem ersten Sachstand nach keine allzu schweren Verletzungen, sollte aufgrund des Unfallmechanismus zur weiteren Diagnostik allerdings im Schockraum einer Notaufnahme vorgestellt werden. Da zu diesem Zeitpunkt die nächst gelegenen Schwerpunktkliniken in Bamberg und Schweinfurt keine Aufnahmekapazität hatten, wurde der junge Mann nach Erstversorgung durch Rettungsdienst und Notarzt mit dem Rettungshubschrauber "Christoph 18" ins Uniklinikum Würzburg geflogen.

Weshalb genau es zu dem Unfall gekommen ist, ermittelt die Polizei. Nach Einschätzung des Rettungsdienstes dürfte aller Wahrscheinlichkeit nach eine medizinische Ursache der Grund für die Kollision und die anschließende Fahrt durch Acker und Wiese gewesen sein.

An den beiden Autos dürfte wirtschaftlicher Totalschaden entstanden sein. Während der Rettungsarbeiten wurde die Staatsstraße im Bereich der Unfallstelle durch die Feuerwehr einseitig gesperrt und der Verkehr geregelt. Seitens des Rettungsdienstes waren ein ASB-Rettungswagen aus Untersteinbach, ein BRK-Rettungswagen aus Burgebrach, ein Notarzt aus Gerolzhofen, der ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 18" aus Ochsenfurt sowie der BRK-Einsatzleiter Rettungsdienst Haßberge im Einsatz. Die Feuerwehr Untersteinbach war mit rund 25 Kräften vor Ort; die zunächst alarmierte Feuerwehr Theinheim musste nicht mehr tätig werden.

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