Eltmann
Verkehr

Anwohner wollen mehr Stellplätze in Eltmanner Kreisel

Fast in jeder Sitzung muss sich der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrats Eltmann mit Verkehrsangelegenheiten beschäftigen.
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Mehr Parkplätze im Kreisel an der Steinklippe in Eltmann wünscht sich ein Anwohner. Der Bauausschuss machte sich vor Ort ein Bild und war der Meinung, dass die Parkplätze derzeit ausreichen.Sabine Weinbeer
Mehr Parkplätze im Kreisel an der Steinklippe in Eltmann wünscht sich ein Anwohner. Der Bauausschuss machte sich vor Ort ein Bild und war der Meinung, dass die Parkplätze derzeit ausreichen.Sabine Weinbeer

Bei einer Ortseinsicht machten sich Bürgermeister Michael Ziegler und die Mitglieder des Eltmanner Bauausschusses ein Bild von der Parkplatzsituation an der "Steinklippe" im Siedlungsgebiet "Am Hahn".

Anlieger hatten beantragt, hier im Kreisverkehr weitere Parkplätze zu schaffen. Zwei Parkflächen mit je vier Stellplätzen sind bereits in den Kreisel integriert, weitere sind am Straßenrand angeordnet. Die umliegenden Häuser haben alle Garagen und Stellplätze entsprechend der Wohneinheiten. So sah das Gremium keine Notwendigkeit, hier gegenwärtig noch mehr Parkplätze anzulegen und dafür die entstehende Blumenwiese im Kreisel noch weiter zu reduzieren.

Auch im Rathaus ging es um Verkehrsfragen - diesmal um den fließenden Verkehr. Schon in einer früheren Sitzung wurde der Ausschuss unterrichtet, dass Anwohner der Steigerwaldstraße die Ausweisung einer Tempo-30-Zone beantragten. Bürgermeister Ziegler hat mit der Polizei und dem Landratsamt Rücksprache gehalten. Die Problematik, die auch damals schon im Bauausschuss diskutiert wurde, ist die Tatsache, dass 30er-Zone gleichzeitig "Rechts vor Links" im gesamten Gebiet bedeutet.

Das ist in der steilen Steige rwaldstraße im Winter ein Problem. Deshalb lautete der Vorschlag des Bürgermeisters, die 30er-Zone erst nach der Einmündung der Oberen Tauberleite zu errichten. Sie soll dann sowohl für das Neubaugebiet "Am Hahn" als auch für das entstehende "Am Hahn II" gelten.

Dagegen wandten sich vor allem Günther Hofmann und Bruno Wittig vehement. Auch die Einfahrt in die Siedlung "Am Hahn" sei problematisch für eine Rechts-vor-Links-Regelung.

Hofmann kündigte an, falls diese Regelung eingeführt werde, den Shuttlebus für die Wallburg-Weihnacht nicht mehr zu fahren. "Ich halte da nicht mit 60 Leuten im Bus und fahre wieder an. Er und Bruno Wittig waren verwundert.

Beide sind viel als Busfahrer unterwegs und kennen zahlreiche Ortschaften, in denen die gesamte Ortsdurchfahrt mit Tempo 30 ausgewiesen ist, aber die Hauptstraße dennoch Vorfahrtsstraße ist. "Haben wir in Unterfranken eigene Regeln?" fragte Wittig. Er musste sich jedoch vom Bürgermeister aufklären lassen, dass diese Beschilderung nicht der Straßenverkehrsordnung entspreche.

Falls dort ein Unfall passiere, könne die betroffene Versicherung die Kommune verklagen. "Wenn wir Schilder aufstellen, dann müssen sie auch rechtmäßig sein", erklärte der Bürgermeister. Er will sich diesen Sachverhalt noch einmal schriftlich von der Polizei bestätigen lassen, deshalb wurde eine Entscheidung über die Tempo-30-Zone erneut vertagt.

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