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Ebern
Freizeit

Achte Spieletage kamen in Ebern ins Rollen

Die Veranstaltung des Kreisjugendrings wurde in Ebern eröffnet und läuft noch bis Sonntag. Einen Kugel-König gibt es schon.
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In einem spannenden Duell traten (von links) Landrat Wilhelm Schneider und Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann sowie  (von rechts) KJR-Geschäftsführer Frank Kupfer-Mauder und  Vorsitzender Daniel Fischer an. "Schiedsrichter" war Bernd Bullnheimer von "Main Connect".
In einem spannenden Duell traten (von links) Landrat Wilhelm Schneider und Eberns Bürgermeister Jürgen Hennemann sowie (von rechts) KJR-Geschäftsführer Frank Kupfer-Mauder und Vorsitzender Daniel Fischer an. "Schiedsrichter" war Bernd Bullnheimer von "Main Connect".
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"Wir wollen auf jeden Fall weitermachen", sagte Frank Kupfer-Mauder. Das ist jedoch bereits über fünf Jahre her. Dabei ging es um die von ihm ins Leben gerufenen Haßberger Spieletage, die 2012 in Hofheim ihre glanzvolle Premiere feierten. Der Geschäftsführer des Kreisjugendrings (KJR) hielt Wort: Auch über fünf Jahre nach seinem Versprechen lädt die mehrtägige Familienveranstaltung wieder zum gemeinsamen Spielen ein. Sehr zur Freude von Klein und Groß.

Bei der mittlerweile achten Auflage, die am Donnerstagvormittag eröffnet wurde, gibt es dabei eine Premiere: Mit Ebern ist eine Stadt zum zweiten Mal Gastgeber, nachdem die Spieletage bereits 2014 dort ausgetragen wurden. Allerdings waren Bürgermeister Jürgen Hennemann, Landrat Wilhelm Schneider, KJR-Vorsitzender Daniel Fischer und Frank Kupfer-Mauder beim offiziellen Auftakt nicht wie damals in den Turnhallen von Grund- und Förderschule spielerisch im Einsatz, sondern in der Frauengrundhalle in der ehemaligen Kaserne. Und dort brachten sie die Spieltage sprichwörtlich ins Rollen. Warum? Weil sie unter den Augen des Eberners Bernd Bullnheimer von "Main Connect", Experte für Motivations- und Teamtraining, bei einem spielerischen Zirkeltraining ihre Geschicklichkeit mit kleinen Kugeln verschiedener Art und Farbe unter Beweis stellen mussten.

Zwar stand bei allen Stationen der Spaß im Vordergrund. Ein bisschen freute sich Daniel Fischer am Ende aber doch, dass er sich mit 16 Punkten vor Kreischef Wilhelm Schneider (14) und Stadtoberhaupt Jürgen Hennemann (zwölf) durchsetzte und sozusagen Kugel-König wurde. Doch auch gemeinsam waren die zwei Politiker und die beiden Kreisjugendring-Mitarbeiter erfolgreich, als sie eine Kugel mittels tragbarer Brückenteile über viele Meter erfolgreich weiter transportierten - dabei mussten sie auch ihre Schnelligkeit und Sportlichkeit unter Beweis stellen - und in ein vorgegebenes Ziel brachten. Damit war der "Main-Connect"-Slogan "Wir verbinden Menschen" perfekt umgesetzt.

Mittlerweile waren schon viele Schulklassen und Kindergartengruppen gekommen, was Jürgen Hennemann ein weiteres Strahlen ins Gesicht zauberte. "Ich finde das einfach super", machte der Kommunalpolitiker deutlich, auch wenn die Spieletage die Eberner Haushaltskasse ein wenig schmelzen lassen. "Das Finanzierungskonzept wurde geändert. Die Städte müssen jetzt etwas dazu bezahlen, etwa für die Spiele-Erklärer. Das ist aber in Ordnung", war die Eigenbeteiligung für ihn freilich kein Hindernisgrund für die Ausrichtung. Man habe außerdem aus der heimischen Wirtschaft finanzielle Unterstützer gefunden. Und es habe sich gelohnt, schließlich stehe durch die Veranstaltung das Gemeinsame im Vordergrund. "Viel lachen, miteinander am Spieltisch und nicht alleine am Gameboy oder am Handy sitzen und rumdaddeln", sind für den Bürgermeister die wichtigsten Vorteile.

"Die Erfolgsgeschichte geht weiter", brachte Landrat Wilhelm Schneider die Haßberger Spieletage auf den Punkt. Der CSU-Politiker freut sich vor allem über die große Resonanz. "Die Veranstaltung wird wahnsinnig gut angenommen. Von den Schulen ebenso wie von den Familien. Es ist einfach ein Bedarf dafür vorhanden", machte er deutlich. Es sei schön und zugleich wichtig, dass dort Familien Generationen für einige Stunden zusammenkommen, um gemeinsam zu spielen. "Früher war das ja noch automatisch. Das hat leider etwas abgenommen", gab er zu bedenken. Doch man wolle "dazu beitragen und animieren, dass dies wieder zur Normalität wird".

Daniel Fischer ist vom Erfolg überzeugt, denn dieser gebe dem KJR "absolut recht, es weiterzumachen. Man muss sich bloß mal die tolle Entwicklung in den letzten Jahren anschauen." Er ist sich sicher, dass bis Sonntag wieder alle Tische in der Frauengrundhalle gut belegt sein werden. Für ihn sind die Spieletage ein "wichtiger Programmbonbon" im Jahr, der unbedingt fortgesetzt werden soll. Beim Kreisjugendring ist man derzeit auf der Suche nach einem Austragungsort für das kommende Jahr, nachdem für 2021 und 2022 bereits Bewerbungen vorliegen. Ob Ebern wieder Gastgeber wird? Bürgermeister Jürgen Hennemann wäre nicht abgeneigt. "Wir würden es immer wieder ausrichten. Wir stehen gerne zur Verfügung", outete er sich als regelrechter Spieletage-Fan.

Öffentlicher Spielbetrieb ist am heutigen Freitag von 15 bis 20 Uhr, am Samstag von 10 bis 23 Uhr und am Familiensonntag von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist jeweils frei. Für das leibliche Wohl der Besucher wird gesorgt.

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