Zeil am Main

Zeil will sein gesellschaftliches Leben weiter pflegen

"So schnell ist ein Jahr herum, und jetzt stehen wir schon wieder hier", eine Zeilerin brachte es auf den Punkt beim Neujahrsempfang auf dem Marktplatz.
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Kalt war's, aber sie schafften es trotzdem mit Bravour, ihre Instrumente zu spielen: Blasmusiker aus vielen Formationen der Stadt Zeil gestalteten den Neujahrsempfang auf dem Zeiler Marktplatz. Foto: Brigitte Krause
Kalt war's, aber sie schafften es trotzdem mit Bravour, ihre Instrumente zu spielen: Blasmusiker aus vielen Formationen der Stadt Zeil gestalteten den Neujahrsempfang auf dem Zeiler Marktplatz. Foto: Brigitte Krause
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Frohgemut und mit hoffnungsfrohen Erwartungen begrüßten sich die Menschen in Zeils Zentrum und wünschten sich gegenseitig ein gutes und gesundes neues Jahr. In der Kirche hatte nach der Andacht Zeils Bürgermeister Thomas Stadelmann einen Sinnspruch von Laotse zitiert: "Fürchte dich nicht vor Veränderungen, eher vor dem Stillstand", und dabei erinnerte er an die rückwärtsgerichteten Einstellungen, die in England zum Brexit und in USA zur Trump-Wahl geführt haben und die rechtspopulistischen Parteien Zuwächse bringen.


Klare Ansage

Vor die Zeiler stellte er sich mit einer klaren Haltung: "Keine Pauschalurteile fällen und alle, die bei uns Asyl suchen, verurteilen. Die meisten dieser Flüchtlinge wollen zu uns, weil sie von Krieg und Leid bedroht sind und hier ein Leben in Frieden führen wollen." Stadelmann betonte ferner: "Wir sollten unsere Großveranstaltungen wie Faschingszug oder Weinfest nicht in Frage stellen und unser gesellschaftliches Leben so fortführen wie bisher."

2016 lief gut für Zeil, es gab keine schlimmen Ereignisse. Vielmehr kann Zeil seine Ziele weiter ins Auge fassen, erklärte Stadelmann und sprach die Erweiterung des Gewerbegebiets Gröbera 2 an ("nahezu abgeschlossen"), die Ausweisung von 16 Bauplätzen im Stadtteil Krum, das schnelle Internet im nahezu gesamten Stadtgebiet, die weitergeführten Straßensanierungen und die Bemühungen um die Barrierefreiheit der Stadt (Verbindungsweg zwischen Morethstraße und Zinkengasse sowie der aktuelle Bau der Behindertentoilette im Rudolf-Winkler-Haus). Als erfreulich wertete der Bürgermeister, dass es gelungen sei, das Hetterichhaus (nahe Sparkasse) zu verkaufen mit der Aussicht auf eine gute Außensanierung. Und nicht zuletzt der Blick auf 2018: "Wir sind mit den Vorbereitungen auf unsere 1000-Jahr-Feier ein ganzes Stück vorangekommen."


Zeil will einiges angehen

In Zeil geht noch mehr: Weitere Bauplätze sollen in der Fortsetzung des Mittelsetzrings entstehen (Nähe Kreisverkehr), die Mittelschule bekommt neue Fenster (was mit 90 Prozent gefördert wird), und das ehemalige Anwesen Langhans in der Bamberger Straße wird abgerissen, um Zufahrts- und Einfahrtsbereich am Bauhof/Stadtwerke neu zu gestalten. Die neue Photovoltaikanlage an der Kläranlage liefert Strom für den Eigenverbrauch, und, endete Stadelmann, "wir werden Planungen von Infrastrukturmaßnahmen am Hafen durchführen". Das soll bald losgehen. Schließlich geht die Stadt auch die Umgestaltung im Bereich Grabengärten und Stadtsee an.

Thomas Stadelmann dankte ausdrücklich allen aktiven Bürgern und Stadträten, Vereinen und Verbänden, denn "vieles von dem, was das Leben in Zeil attraktiv macht, beruht auf Initiativen und dem Einsatz der Menschen hier im Ort."


Musikalische Untermalung bei eisiger Kälte

Die Begegnung auf dem Marktplatz gestalteten musikalisch Mitglieder der Stadtkapelle Zeil, der Heimatkapelle Ziegelanger, der Dorfmusikanten Krum, des Posaunenchors, der Abt-Degen-Bläser, und des Seniorenblasorchesters des Nordbayerischen Musikbundes (Norbert Strätz, Joachim Fest, Karlheinz Markl, Gerhard Kernwein, Dietmar Herrnleben, Lars Oppermann, Andreas Mantel, Roland Scchneiderbanger, Fritz Hallwirth und Günter Bier (Dirgent).
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