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Zeil am Main
Gestaltung

Zeil soll anständig leuchten

Zum Weinfest gab es aus Sicht der Stadt oft Probleme mit störenden Lichtreklamen und unsachgemäßen Dekorationen. Das soll sich ändern.
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So ist's richtig: Am Zeiler Weinfest gelten für die Gestaltung von Häuserfassaden neue Regeln. Unser Bild zeigt einen Teil des Fachwerkensembles mit Rathaus (rechts). Foto: Archiv/kra
So ist's richtig: Am Zeiler Weinfest gelten für die Gestaltung von Häuserfassaden neue Regeln. Unser Bild zeigt einen Teil des Fachwerkensembles mit Rathaus (rechts). Foto: Archiv/kra
Das Zeiler Weinfest ist groß. Zahlreiche Vereine, Helfer und Gruppierungen gestalten es mit, die Innenstadt lebt wie sonst zu keiner anderen Zeit im Jahr. Und sie präsentiert sich Tausenden von Besuchern aus der Region.

Dabei will sie sich im "besten Licht" zeigen, was in den vergangenen Jahren aus Sicht der Stadtverwaltung nicht so gut klappte: Gewerbliche Betriebe in der Innenstadt haben laut Thomas Fensel (Stadtverwaltung) immer wieder größere Werbebanner und störende Dekorationen (etwa grelle Lichterschläuche) an ihren Fassaden angebracht. Der Leiter der Hauptverwaltung erklärte am Montagabend vor dem Stadtrat, dass dies kein einheitliches Bild abgebe, zudem befürchtet er, dass die Innenstadtgestaltung zum Zeiler Weinfest sonst willkürlich verliefe: "Einer macht's, die anderen machen's nach."

Der Stadtrat soll also eine Änderung der Gestaltungssatzung für die Altstadt beschließen.
Dann hat die Stadt bei "störenden Lichtreklamen und Dekorationen" Handlungsspielraum.

"Wir haben ja in den letzten Jahren erlebt, dass es einige Auswüchse gegeben hat", sagte Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) vor dem Stadtrat. Große Werbeplakate, die das historische Fachwerk an Häusern verdecken, oder zu grelle und kitschige Lichterdekorationen sind der Stadt ein Dorn im Auge. Den Stadträten ebenso. Die CSU-Fraktion beantragte für die Satzungsänderung noch den Zusatz, dass die neue Regelung nur für Bereiche gilt, die vom öffentlichen Raum aus zu sehen sind. Denn schließlich soll es Innenstadtbewohnern selbst überlassen sein, wie sie zum Beispiel ihren Innen- oder Hinterhof für das Weinfest dekorieren. Der Stadtrat stimmte der Änderung und dem CSU-Vorschlag zu.


Verfehlungen werden geahndet

Thomas Fensel hatte erklärt, dass nur mit einer eindeutigen Regelung in der Gestaltungssatzung "solche Verfehlungen zukünftig geahndet werden können". Es sei nicht vertretbar, dass die Stadt das ganze Jahr über den Bürgern der Altstadt bei Gestaltungen ihrer Fassaden Empfehlungen zum Erhalt ihrer baulichen Details gibt und dann während des Weinfestes das Stadtbild mit solchen Einzelmaßnahmen verunstaltet wird. Nun heißt es in der Satzung: "Dekorationen und Lichtelemente an Fassaden, Fenstern, Türen und Dächern, zum Beispiel Lichterschläuche, Zierelemente, in Leuchtoptik, Laserlicht oder bunte Lichtfluter sind nicht gestattet. Ebenso selbstleuchtende Deko-Elemente." Weiterhin seien "zeitlich befristete, zusätzliche Werbeschilder beziehungsweise Werbebanner und Werbefahnen an Fassaden, Fenstern, Türen und Dächern nicht zulässig." Die Änderungssatzung tritt am 15. Juli in Kraft.

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