Ebern
First-Class-Dog-Show

Wow! Große Schau mit viel Wau-Wau in Gerach

Bei einer Gala des "Clubs der Kleinhunde" Ebern in Gerach waren hübsche, kleine Vierbeiner die Stars.
Artikel drucken Artikel einbetten
Auch die "Frisur" muss natürlich für den Auftritt im Ring stimmen und die Yorkshire lassen diese Zeremonie auch gerne gefallen. Fotos: Günther Geiling
Auch die "Frisur" muss natürlich für den Auftritt im Ring stimmen und die Yorkshire lassen diese Zeremonie auch gerne gefallen. Fotos: Günther Geiling
+7 Bilder
Ebern/Gerach Kleine Hunde werden anscheinend immer beliebter und haben oft schon ihren großen Verwandten den Rang abgelaufen. Auf jeden Fall war das so in der "Laimbachtalhalle" in Gerach, als der "Club der Kleinhunde Ebern" unter dem Schutz des Dachverbandes "Belgischer Kennel Club" eine "First-Class-Dog-Show" und Internationale Rassehundeausstellung veranstaltete und dabei die seltensten und schönsten Rassen gezeigt wurden.
Der Eberner Verein hat in Deutschland und darüber hinaus eine besondere Bedeutung. Er wurde im Jahre 1993 von Züchtern und Liebhabern unterschiedlicher Kleinhunderassen gegründet. Initiatorin war Elfriede Schorn, die noch heute als Ehrenvorsitzende und Hauptzuchtwartin dem Verein verbunden ist und weiterhin die Clubabende in Ebern betreut. Seit 2013 ist Christine Andreas aus Offenbach Vorsitzende des CDK.


Liebe und Verantwortung

Elfriede Schorn sprach vielen Herrchen ud Frauchen aus der Seele: "Unsere Hunde geben uns so viel Freude im Leben und wir sind uns auch im Klaren, dass wir Züchter eine große Verantwortung für sie haben. Deswegen macht es uns auch sehr viel Spaß, unsere Lieblinge zu präsentieren, auch wenn wir insgesamt sehr viel Zeit und Geld in sie investieren müssen."

Diese "Liebe zum kleinen Hund" spürte man auf Schritt und Tritt auf dem Ausstellungsgelände und in der Halle. Hier trug eine Frau ihr Schoßhündchen noch einmal zum "Gassi gehen" und dort an einem anderen Tisch war anscheinend eine richtige "Friseurmeisterin" am Werkeln, um auch die "Gesichtsmähne" noch einmal durchzukämmen oder ein Zöpfchen zu flechten und mit einer roten Schleife zu versehen.

Schließlich ist es die Aufgabe des Ausstellers, seinen Hund so vorzuführen, dass er sich freudig, aufmerksam zeigt und ein positives Bild in seiner Erscheinung und seinem Auftreten abgibt. Um es salopp zu sagen: Gute Laune und einen rassetypischen, schönen, gesunden und gepflegten Eindruck sollte der Hund schon zeigen und auch ein wenig Showverhalten im Ring.


"Nur der Hund pur"

Im Ring wird der Hund an einer Vorführ- und Schauleine geführt. Breite Bänder und Geschirre würden den Gesamteindruck verzerren, deswegen muss die Leine möglichst dünn und unauffällig sein, denn "nur der Hund pur soll ins Auge fallen".

Auch das ist ein Kriterium. Ein Ausstellungshund muss sich ohne Gegenwehr von Fremden berühren lassen, denn auch die Richter zählen ja zu diesem Personenkreis, wenn sie das Stehen des Tieres, die Kontrolle der Zähne und Ohren sowie das Abtasten des Körpers und der Gliedmaßen vornehmen.

Dies alles geht in die Bewertung ein und die Züchter erhalten damit auf einer solchen "Zuchtschau" wertvolle Hinweise über die Rasse und ihre eigene Zucht.

Während für den sogenannten Liebhaber-Aussteller das Zeigen seines Hundes im Vordergrund steht, geht es dem versierten Züchter viel mehr darum, seine Hunde im gegenwärtigen Zuchtniveau eingeordnet zu wissen. Das Urteil eines sachkundigen Richters bestätigt ihm dabei, inwieweit der vierbeinige Gefährte dem Standard oder dem Idealbild seiner Rasse entspricht.


Begehrte Tröphäen

Erstmalig prämierte man in einer derartigen Show den schönsten Hund der "Baby-Jüngsten" und "Jugend-Junghund", und als Höhepunkt ging es um den schönsten Hund der gesamten Ausstellung: "Best in Show".
Iimmerhin über 35 Hunde traten in der "First-Class" der Dog-Show an, darunter Yorkshire Terrier, amerikanische Zwergdackel, Pudel genauso wie Bolonka Zwetna oder auch Shit-Tzu. Letztere haben ihren Namen aus China, ihre Wiege stand ursprünglich jedoch auf dem Dach der Welt in Tibet unter den Gipfeln des Himalaya. Von dort gelangten sie auf den Kaiserhof. Sie gelten als robust und fallen insbesondere durch ihre überreiche Haarpracht und einem chrysanthemenartigen Gesicht auf.
Anders dagegen der Bolonka Zwetna, die inzwischen beliebte Hunderasse, die aus Rußland stammt und als quicklebendig, neugierig und familienergeben gilt. Diese Rasse galt, wie der interessierte Besucher erfuhr, lange als "Zarenhündchen".


Winzlinge ganz groß

Nett anzuschauen waren die Pudel,von den Zwergpudeln bis hin zur kleinsten Variante, den "Toy-Pudels", die nur bis zu einer Schulterhöhe von 28 Zentimeter reichen und gerade mal zwi bis drei Kilo auf die Waage bringen.
Bei der Ausstellung konnte man deutlich sehen, dass diese Kleinhunde weniger als Nutztier im Sinne eines Wachhundes gehalten werden, sondern vielmehr als Freizeitpartner und "Familienmitglieder". Für sie ist man auch bereit, viel Zeit und weite Entfernungen auf sich zu nehmen, um solch eine Ausstellung zu besuchen. Der Erfolg mit einer guten Bewertung in der jeweiligen Klasse oder sogar ein Meistertitel machen dies mehr als wett.



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren