Wonfurt

Wonfurt baut und senkt Schulden

Der Gemeinde im Maintal geht es finanziell wieder besser. Das wurde bei der Haushaltsberatung für 2013 deutlich.
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Die größte Investition der Gemeinde Wonfurt in diesem Jahr ist die Erschließung des Baugebiets Bodenfeld in Wonfurt mit 321 600 Euro. Foto: ul
Die größte Investition der Gemeinde Wonfurt in diesem Jahr ist die Erschließung des Baugebiets Bodenfeld in Wonfurt mit 321 600 Euro. Foto: ul
In diesem Jahr ist die Gemeinde Wonfurt in der glücklichen Lage, dass die Einnahmen um über zehn Prozent steigen und die Ausgaben um etwa ein Prozent sinken. So kann der Haushalt wie schon im letzten Jahr ohne Kreditaufnahme bewältigt werden. Der Gemeinderat beschloss in seiner Sitzung am Montag einstimmig den Verwaltungshaushalt, der in Einnahmen und Ausgaben mit 2,728 Millionen Euro schließt, und den Vermögenshaushalt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 1,083 Millionen Euro.

Die Schulden, die Ende 2012 rund 1,357 Millionen Euro betrugen, werden zum Ende dieses Jahres voraussichtlich auf rund 1,269 Millionen Euro fallen. Damit wird sich die Pro-Kopf-Verschuldung von 725 Euro auf 677 Euro reduzieren.


Die fünf größten Investitionen fließen in die Erschließung des Baugebiets Bodenfeld in Wonfurt (321 600 Euro), die Kindertagesstätte in Wonfurt (128 500 Euro), den Austausch der Kanäle in Dampfach (etwa 100 000 Euro), die Planung für die Turnhallensanierung Wonfurt (50 000 Euro) und Straßensanierungen (40 000 Euro).

Die Freude ist getrübt

Wie der Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft/VG Theres, Markus Hahn, mitteilte, werde die Freude über den Geldsegen allerdings dadurch getrübt, dass die Steuerkraft der Gemeinde gesunken sei. Während die Zuführung zum Vermögenshaushalt heuer voraussichtlich eine ordentliche Höhe erreiche, werde die Rücklagenzuführung hingegen mit 72 700 Euro nur verhalten ausfallen. Die Gemeinde sollte dringend versuchen, riet er, Rücklagen anzusammeln, da sie in den nächsten Jahren erhebliche Sanierungsaufgaben bewältigen müsse, forderte Hahn.

Weitere Themen aus dem Gemeinderat

Kontroverse Auch wenn ein Privatmann aus Steinsfeld Einspruch erhoben hat, gab der Gemeinderat dennoch sein Einverständnis zur Aufstellung einer Funkübertragungsstelle mit Antennenmast und Technikcontainern in der Flur nordöstlich von Steinsfeld. Die Deutsche Funkturm GmbH hatte einen entsprechenden Antrag gestellt, nachdem der Gemeinderat bereits im Februar 2012 sein Einverständnis signalisiert hatte. "Wir waren sehr darum bemüht, den optimalen Standort zu finden", betonte Bürgermeister Holger Baunacher in der Wonfurter Gemeinderatssitzung im Hinblick auf den Einspruch des Steins felders, der mögliche Schäden für sein persönliches Befinden und seinen Besitz an Fauna und Flora befürchtet. Laut der Europäischen Umweltagentur gebe es genügend Hinweise und Stufen von wissenschaftlichen Beweisen über schädigende biologische Auswirkungen, gab er in einem Schreiben an. Weiter erklärte er, Klage beim Verwaltungs- beziehungsweise Verfassungsgericht einzureichen, sollten Gemeinde und Landratsamt den Sendemast genehmigen. Dennoch erteilte der Gemeinderat Einverständnis. Er weist den Antragsteller darauf hin, dass die Hauptwasserleitung durch das Grundstück führt und Mindestabstände einzuhalten sind.

Wasser Die Sportvereine in Dampfach, Steinsfeld und Wonfurt müssen zur Bewässerung ihrer Sportplätze nicht mehr den üblichen Wasserpreis von 1,39 Euro pro Kubikmeter zahlen. Vielmehr beschloss der Gemeinderat, dass sie nur noch den Einkaufspreis (derzeit bei 65 Cent pro Kubikmeter plus sieben Prozent Mehrwertsteuer) zuzüglich zehn Prozent zahlen müssen. Laut Bürgermeister Holger Baunacher hatte die DJK Dampfach darüber geklagt, dass die Bewässerung ihrer Sportplätze aus dem eigenen Brunnen aufgrund der hohen Energiekosten und der zu geringen Leistungsfähigkeit des Brunnens unwirtschaftlich sei. Der Bürgermeister betonte aber, dass der geringere Wasserpreis nur für die Jahre 2013 bis 2015 gelten soll. In dieser Zeit muss sich die DJK überlegen, ob sie einen neuen Brunnen bohrt. Der niedrigere Wasserpreis gilt für alle drei Sportvereine der Gemeinde.

Sicherheit Die Gemeinde Wonfurt wird in den Jahren 2014 bis 2016 für ihre drei Feuerwehren stationäre und mobile Digitalfunkgeräte im Wert von rund 29 000 Euro beschaffen. Sie erhält dazu einen Zuschuss in Höhe von rund 15 800 Euro.

Prüfung Weil die Hauptstraße in Wonfurt durch das Staatliche Bauamt Schweinfurt saniert werden soll, soll zuvor geprüft werden, welche Arbeiten an den Hauptschiebern der Wasserleitung notwendig werden. Der Bürgermeister wurde beauftragt, die notwendigen Arbeiten an die günstigste Firma zu vergeben. Er monierte, dass das Staatliche Bauamt bisher nicht über die Details informiert habe.

Ausdehnung Keinen Einwand gab es gegen den gewerblichen Bauantrag, eine Zimmerei in Steinsfeld um eine Lager- und Maschinenhalle zu erweitern.

Sport Genehmigt wurde die Errichtung eines Ballfangzauns im Osten des alten Sportgeländes durch den TSV Wonfurt. Der Verein muss die Kosten tragen und darf auch keinen Zuschussantrag an die Gemeinde stellen.

Loacker Wie Bürgermeister Holger Baunacher bekannt gab, finden die ersten Termine für die Mediation im Fall Loacker am 2. und 4. Oktober (Mittwoch und Freitag) statt. "An diesen Tagen wird nur festgelegt, welche Themen behandelt werden sollen", teilte er mit. "Ich gehe davon aus, dass das ganze Verfahren zehn bis 15 Tage dauern wird." Das Mediationsverfahren soll helfen, die Probleme rund um die Firma Loacker zu lösen.

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