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Knetzgau
Bürgerversammlung

Westheimer ärgert der Verkehr im Ort

80 Einwohner hörten sich an, was der Knetzgauer Bürgermeister Stefan Paulus über ihren Ort zu sagen hatte. Die Dorferneuerung wird 2017 gefeiert.
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Hohe Geschwindigkeiten in der Haßfurter Straße Richtung Hainert sowie das Schneiden der Kurve (im Bild) sorgen für Unmut bei den Westheimern. Mit einer Unterschriftenaktion wollen sie sich beim Landrat Gehör verschaffen. Foto: Christiane Reuther
Hohe Geschwindigkeiten in der Haßfurter Straße Richtung Hainert sowie das Schneiden der Kurve (im Bild) sorgen für Unmut bei den Westheimern. Mit einer Unterschriftenaktion wollen sie sich beim Landrat Gehör verschaffen. Foto: Christiane Reuther
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Gut 80 Besucher waren zur Bürgerversammlung in die Turnhalle den Knetzgauer Gemeindeteils Westheim gekommen, um sich von Knetzgaus Bürgermeister Stefan Paulus über laufende Projekte informieren zu lassen. Im Anschluss bestand Gelegenheit, sich selbst zu Wort zu melden. Zudem informierte Wolfgang Benzinger von der Projektgruppe "Unser Dorfladen von Bürgern für Bürger".


Telekom greift in den nächsten beiden Jahren an

Der Breitbandausbau speziell im Gemeindeteil Westheim hinkt, was den kabelgebundenen Internetanschluss betrifft. Bürgermeister Paulus informierte die Bürger, dass die Telekom den Ausbau in Westheim innerhalb der nächsten beiden Jahre forcieren will. Ein staatlich geförderter Breitbandausbau war in dem Gemeindeteil bisher nicht möglich, da in der Hauptstraße von Knetzgau kommend seit jeher ein Hauptverteiler steht und im Vergleich zu anderen Gemeindeteilen schon Internetbandbreiten bis zu 16 Megabit möglich waren.

Die Planungsarbeiten für das Projekt "Schwarzer Adler" in Westheim sind als europaweites Vergabeverfahren mit detaillierter Kostenermittlung ausgeschrieben worden. Paulus könne, sagte er, nach momentanem Stand keine Aussage treffen, wie lange sich dieses Verfahren hinzieht. Wichtig sei, dass alle Beteiligten, vor allem beide Kirchen, weiterhin dabei bleiben. Über den Verlauf des Verfahrens wird informiert. Der Gemeinderat müsse abschließend seine Zustimmung erteilen, um eine endgültige Bauzusage zu sichern.


Bezahlbares Konzept

Mit dem Ausbau der Dr.-Stettler-Straße ging für viele Westheimer ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Mit der beteiligten Baufirma wurde ein praktikables und bezahlbares Konzept gefunden. Da es keine Ausbaustraße ist, müssen sich die Anlieger auch nicht an den Kosten beteiligen.

Die Dorferneuerung in Westheim ist abgeschlossen. Paulus legte detaillierte Kosten für das Projekt vor, das über zehn Jahre hinweg lief. Die abgeschlossene Arbeit soll mit einem Ehrenabend 2017 gewürdigt werden.
Zum Ende dieses Jahres wird der kleine Westheimer Laden "Zeißn Eck" schließen. Paulus bedauerte dies und dankte dem bisherigen Betreiber Mathias Schüßler für dessen Engagement.


Eigene Betreibergesellschaft

Um Familien eine lebenswerte Dorfgemeinschaft zu bieten, macht sich Wolfgang Benzinger stark, nach der Schließung die Sicherstellung für alle Güter des täglichen Bedarfs als Grund- und Nahversorgung zu gewährleisten. Zwei Informationsveranstaltungen mit Vereinen und Organisationen aus Eschenau und Westheim hätten Benzinger gezeigt, wie er schilderte, dass reges und unerwartet großes Interesse bestehe. Es hat sich eine Projektgruppe gebildet. Als mögliche Lösung wird an die Gründung einer Betreibergesellschaft unter dem Motto: "Unser Dorfladen von Bürgern für Bürger" gedacht.

Mit Georg Lindner, Geschäftsführer des Dorfladens in Riedbach, informierte Benzinger im Namen des Projektteams über das weitere Vorgehen. Momentan befände man sich in der "Sensibilisierungsphase", wie Benzinger anhand einer Präsentation erklärte. Die Vorgründer- , Umsetzungs- und Eröffnungsphasen stünden noch an. Um das nötige Grundkapital zu sichern, muss sowohl die Finanzierungsfrage als auch das Einbringen von Arbeitskraft geklärt werden, um die Lebensphilosophie vom Erhalt des Lebensraums nach dem Motto "Von Bürgern für Bürgern" auch zu verwirklichen.


Die Bürger melden sich zu Wort

Michael Schnös, Vorsitzender des TSV Westheim, bat um Instandsetzung des Gehweges zum TSV Sportheim.
Peter Melcher bat, einen Baum am "Alten Sportplatz" zurückzuschneiden. Das Blattwerk würde die Strahlkraft einer vor dem Baum stehenden Laterne minimieren.

Klaus Rottmann sprach die Reinigung des Kanalnetzes an. Das Problem hätte er schon öfters angesprochen, es wurde aber seiner Meinung nach nicht zufriedenstellend angegangen.

Reinhold Beckert sprach den Wunsch nach Urnengräbern im Friedhof Westheim an. Als Anwohner in der Haßfurter Straße prangerte Karl Meister die hohe Geschwindigkeit Richtung Hainert an. Zudem sprach er das Problem an der Kurve von der Knetzgauer Straße in die Haßfurter Straße an. An der Einmündung Richtung Hainert würden viele Verkehrsteilnehmer die Kurve schneiden. Hier wäre eine Markierung sinnvoll.

Da es sich um eine Kreis- und Staatsstraße handelt, bat Paulus die Anwohner, die Sprechstunde des Landrates zu nutzen, um dort ihren Unmut kund zu tun. Spontan hatten die Anwohner während der Versammlung bereits eine Unterschriftenaktion gestartet. Eine vollständige Reinigung aller Wassertröge im Friedhof Westheim regte Josef Schwemmlein an. Auch er monierte die Verkehrssituation, aber in der Westheimer Straße in Knetzgau. Von Westheim kommend sei es oft sehr umständlich, bedingt durch parkende Autos im oberen Bereich dieser Straße durchzukommen.

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