Ab Dienstag geht das nicht mehr: Dann stehen die Bagger, die die sanierungsbedürftige Brücke über den Mühlgraben einreißen, im Weg. Bereits vergangene Wochen waren diverse Versorgungsleitungen, die an der Brücke hingen, behelfsmäßig umgeklemmt worden.

Die Brückensanierung ist der Auftakt zu einer Mammutaufgabe: die Umgestaltung der Neubrückentorstraße von der Hauptschlagader des West-Ost-Verkehrs zur Dorfstraße. Damit einher geht die Umwidmung von der Staatsstraße zur Ortsstraße.

Der Neubau der Brücke über den Mühlgraben ist eines von drei Brückenprojekte, die noch unter der Regie des (Straßen-)Bauamtes Schweinfurt abgewickelt werden.

Die Umsetzung soll in drei Bauabschnitten erfolgen. Erster Bauabschnitt: Mühlgrabenbrücke (Bauzeit von 21. Mai bis 23. Juli), Zweiter Bauabschnitt: Brücke über die Baunach (16. Juli bis 24. August) und Dritter Bauabschnitt Angerbachbrücke (Bauzeit 27. August bis 21. September).

Die Vollsperrung dauert also zunächst bis zum Altstadtfest, danach dürfte es aber erst so richtig losgehen, wenn unter der Regie der Stadt die Straße komplett neu gestaltet und schadhafte Bereiche des Kanals ausgetauscht werden. "Wir wollen bis zum Jahresende fertig sein", hatte der Chef des zuständigen Planungsbüros, Hans-Joachim Brandt, jüngst im Stadtrat verkündet.

Die Fahrbahn wird auf 5,50 Meter verengt, die Seitenstreifen werden ähnlich wie in der Mannlehen-Siedlung gepflastert, wobei die Einfahrten optisch nochmals hervorgehoben werden.

350.000 Euro kosten nach Aussage von Bauamtsleiter Martin Lang die Arbeiten, die die Stadt für Gehsteige, Parkplätze und Beleuchtung zu tragen hat und davon werden laut Straßenausbau-Satzung (Lang: "ein kommunales Gesetz") 55 Prozent auf die Anlieger umgelegt - somit entfallen auf die Straßengemeinschaft 193.000 Euro, hieß es bei einer Anliegerversammlung. Als einige der Anwohner daraufhin ihren Anteil schon durchrechnen ließ, folgten die ersten Proteste und bei einem Ortstermin wurde Lang mit dem Vergleich zu anderen Bauabschnitten konfrontiert, wo nur 50 Prozent umgelegt worden waren. "Das wird geprüft", versprach der Bauamts-Chef.