Laden...
Ebern
Musikunterricht

Werbetrommel für die Mittelschule gerührt

Musik verbindet und spricht viele Sprachen. Ein Ansatz, den der Rektor der Eberner Mittelschule, Philipp Arnold, selbst anerkannter Musiker, konsequent umsetzen möchte. Auch vor dem Hintergrund, dass er seit Montag viele Neulinge an der Schule hat, die als Kinder aus Asylbewerber-Familien aus aller Herren Länder kommen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Werbetrommel gerührt: Die Mittelschüler der Musikneigungsgruppe mit Gabriele Ullmann, Johanna Jackel und Bozena Matusiewicz-Miener (vom Soroptimist-Club Bamberg), Alexander Schug und Fabian Unsleber von der Musikschule sowie Mittelschul-Rektor Philipp Arnold (stehend von links).  Fotos: Ralf Kestel
Werbetrommel gerührt: Die Mittelschüler der Musikneigungsgruppe mit Gabriele Ullmann, Johanna Jackel und Bozena Matusiewicz-Miener (vom Soroptimist-Club Bamberg), Alexander Schug und Fabian Unsleber von der Musikschule sowie Mittelschul-Rektor Philipp Arnold (stehend von links). Fotos: Ralf Kestel
+1 Bild
Des Rektors Problem: Er ist der einzige Musiklehrer an der Schule, und sein Stundenkontingent ob der Schulleiter-Verpflichtungen begrenzt.

Doch Abhilfe zeichnet sich ab: Eine Zusammenarbeit mit der Musikschule, die mit Alexander Schug einmal in der Woche für Schüler der Ganztagesklassen am Nachmittag Musikunterricht anbietet. Und dies passiert unentgeltlich. Eine Mischfinanzierung macht's möglich, wobei der Soroptimist-Club Bamberg sein Scherflein beisteuert.

"Im Rahmen unseres Projektes 'Wissen macht Spaß' haben wir für vier Mittelschulen im Raum Bamberg eine Unterstützung zugesagt und uns sechs Club-Schwestern aus Unterfranken war es wichtig, dass auch Ebern berücksichtigt wird", erklärt Präsidentin Gabriele Ullmann (Ebern), selbst Kunstliebhaberin, ihre Intention.

Bei Rektor Arnold rannten sie und Projektleiterin Bozena Matusiewicz-Miener (Sendelbach) offene Türen ein.
"Das ist eine Riesenhilfe, weil über die Percussion ein einfacher Zugang zur Musik und ein Gemeinschaftserlebnis ermöglicht wird. Musik öffnet ganz einfach die Augen auch für andere Dinge. Wichtig ist dabei, dass die Eltern nicht zusätzlich zur Kasse gebeten werden", so Arnold.

Damit räumt er der Musik-AG genauso gute Chance ein wie der Theater-AG, der Schreiner-AG oder der Umwelt-AG, die für die Nachmittagsklassen angeboten werden.

Die Proben haben noch nicht begonnen, aber der erste Auftrittstermin steht schon fest: Die Trommler aus der Mittelschule werden beim Soroptimist-Weihnachtsmarkt in und an der Jesserndorfer Keramikwerkstatt auftreten. Und dann ist auch der Rektor als Gitarrist dabei: Als Nachbar hat er es nicht weit.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren