Ebern
Verkehr

Weniger Zugausfälle als gedacht in Ebern

Vergangene Woche kündigte das Verkehrsunternehmen Agilis Zugausfälle an. Auch die Haltestelle Ebern hätte betroffen sein können. Früher als gedacht kam Entwarnung.
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Ab kommenden Montag, 16. November, werden die Haltestellen von Agilis weitgehend wieder normal angefahren. Foto: Sarah Dann
Ab kommenden Montag, 16. November, werden die Haltestellen von Agilis weitgehend wieder normal angefahren. Foto: Sarah Dann
Wieder ein Bauteil, das in Fahrzeugen für Ärger sorgt - beziehungsweise sorgte. In diesem Fall handelt es sich um einen Defekt eines sicherheitsrelevanten Bauteils, das auch in den Zügen der Eisenbahngesellschaft Agilis in Oberfranken eingesetzt wird - völlig unerwartet offenbarte sich diese technische Panne, wie die Verkehrsgesellschaft vergangene Woche von sich aus mitteilte.

Nach einer Woche soll das Zugchaos in Oberfranken aber bald wieder behoben sein. Denn Agilis habe bereits alle 38 Züge, die betroffen hätten sein können, in einer außerplanmäßigen Kontrolle untersucht. Dies teilte Unternehmenssprecherin Stefanie Schaller mit. Erste Analysen haben gezeigt, dass von 18 getesteten Fahrzeugen neun fehlerhaft waren.

In der vergangenen Woche rechnete das Unternehmen somit noch damit, dass 50 Prozent aller Züge ausfallen könnten.
"Im Lauf der Untersuchungen wiesen aber erfreulicherweise weniger Fahrzeuge als erwartet Fehler auf", heißt es in der aktuellen Mitteilung. Deshalb sollen ab kommenden Montag, 16. November, wieder an die 60 Prozent aller Fahrzeuge einsatzbereit sein. In Ebern verkehrt der Zug "ag87038", der früh um 7.12 Uhr in Bamberg abfährt und um 7.42 Uhr in Ebern ankommt, mit nur einem Zugteil. Außer am Mittwochmorgen, 18. November, wird von Montag bis Freitag zusätzlich ein Bus zwischen Baunach und Ebern eingesetzt. Am Buß- und Bettag verzichtet Agilis auf den Sonderbus, da Schüler frei haben. Alle weiteren Züge sollen planmäßig abfahren.

Wie lange Agilis auf die Busverstärkung setzt, kann das Unternehmen noch nicht genau sagen. Man hoffe auf eine "schnelle Lieferung der Ersatzteile, damit so viele Züge wie möglich wieder auf die Strecke gebracht werden können", sagt Dietmar Knerr, Geschäftsführer bei agilis. Sprecherin Martina Schaller geht nicht davon aus, dass der unerwartete Ersatzfahrplan so lange greift, bis dann im Januar sowieso der Sonderfahrplan zwecks der Streckensperrung zwischen Lichtenfels und Hallstadt greift, das "Notfall-Ersatzkonzept" geht bisher bis 22. November und ist zum Beispiel im Internet unter agilis.de/abweichungenzu finden.
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