Gemeinfeld
Franken helfen Franken

Weihnachtswunsch von Michael: daheim sein

Medikamente, die es nicht auf Rezept gibt, können ziemlich teuer sein. Damit der 13-jährige Michael aus Gemeinfeld möglichst viel Zeit daheim verbringen kann statt in der Würzburger Klinik, hilft ihm unsere Zeitung.
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Michael soll Menschenmengen meiden. Deshalb vertreibt sich der 13-Jährige aus Gemeinfeld gerne die Zeit zu Hause mit Puzzeln. Manchmal kann daraus auch ein Leuchtturm entstehen.  Foto: Sarah Dann
Michael soll Menschenmengen meiden. Deshalb vertreibt sich der 13-Jährige aus Gemeinfeld gerne die Zeit zu Hause mit Puzzeln. Manchmal kann daraus auch ein Leuchtturm entstehen. Foto: Sarah Dann
In Coburg ist es die Staffel der Rettungshunde, in Höchstadt Frühstücksbrot-Aktionen der Mittelschule, in Kronach kommt das Geld im Tierheim an, im Kreis Lichtenfels erhält ein Gnadenhof in Pferdsfeld Unterstützung ...
All diese Menschen, Tiere oder Projekte in Franken werden in der Vorweihnachtszeit von den Zeitungen des Verlags Mediengruppe Oberfranken unterstützt. Seit 2009 gibt es den Spendenverein "Franken helfen Franken" und seit Gründung konnten bereits über 230 000 Euro gesammelt werden - mit all den aktuellen Aktionen ist die Zahl schon wieder gestiegen.

Wir als FT-Redaktion im Landkreis Haßberge haben uns in diesem Jahr dazu entschieden, eine Familie aus Gemeinfeld mit der Spendenaktion zu unterstützen. Eher zufällig wurde bei dem 13-jährigen Michael Ende April dieses Jahres Leukämie diagnostiziert. Er braucht Hilfe.


Immer wieder nach Würzburg

Ob die anfängliche Kraftlosigkeit im Arm, die seine Mutter eigentlich nur beim Orthopäden abklären lassen wollte, überhaupt mit der Krebserkrankung zusammenhängt, wird sich vermutlich nie herausstellen. Klar ist nur, Michael hatte dank dieser Untersuchung die Chance, schnell in der Würzburger Kinderklinik Hilfe zu bekommen. Von heute auf morgen und insgesamt 19 Tage verbrachte er dann erst einmal auf Station.

Mittlerweile ist Michael auf seine Medikamente eingestellt, ist sein eigener Experte über die gefüllte Tabletten-Box, wie sein Vater mit einem Augenzwinkern beim Besuch am ersten Adventssonntag feststellte, und kämpft mit einem verschmitzten Lächeln gegen den Blutkrebs an. Gut, manchmal, da gibt es auch für Michael schlechte Tage, da ist er schlapp und müde.

Aber an Tagen, an denen es ihm gut geht, da kann er daheim sogar ein bisschen etwas für die Schule tun oder widmet sich einem Puzzle. Eins steht für den 13-Jährigen auf jeden Fall fest: Er ist lieber daheim als in Würzburg in der Klinik ...verständlich.

Dass die Menschen im Raum Ebern und besonders in Gemeinfeld mit anpacken können und hilfsbereit sind, das haben sie schon in den vergangenen Jahren immer wieder bewiesen. Das Schicksal der fünfjährigen Merle-Alina prägte den Landkreis Haßberge und darüber hinaus mehrere Jahre.


Franken helfen Franken 2013

Weihnachten 2013 ging es darum, dass das Haus der Familie für die krebskranke Tochter rechtzeitig vor den Festtagen umgebaut und Merle-Alinas Zimmer keimfrei werden musste. Auch hier konnte über "Franken helfen Franken" eine Spende überreicht werden.

Die Umbauten und Keimfrei-Vorkehrungen hat Familie Lechner bereits hinter sich. Wenn alles nach Behandlungsplan verläuft, kann Michael ein Weihnachtsfest im Kreis der Familie feiern.Nur nicht allzu viele Gäste dürfen kommen, denn bis auf ein paar Ausnahmen gilt im Hause Lechner gerade die Regel: Nicht mehr als drei gesunde Menschen um Michael. Schließlich will keiner, dass der Behandlungsverlauf von einem Schnupfen vermiest wird.


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